Einst wurde im Jagdsaal zu Gott gebetet

13.06.2006

Mainpost 13.6.2006

 

Einst wurde im Jagdsaal zu Gott gebetet

 

Zeilitzheim (BP) Jahrhunderte lang hatten die Zeilitzheimer Katholiken im heutigen Jagdsaal des Schlosses ihr Domizil. Ein Glockentürmchen auf dem Dach weist noch heute darauf hin. Schon Graf Philipp Wolf von Wolfsthal, der von 1679 bis 1683 das Schloss erbaute, gab ihnen das Recht, dort ihre Gottesdienste abzuhalten. Auch als das Gebäude in den Besitz der Familie Schönborn überging, dauerte dieses Recht an.

Anfang der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts wurde die Schlossanlage an einen Privatmann verkauft. Dieser gedachte die Räume anders als bisher zu nutzen und somit waren die Gottesdienste im Schloss nicht mehr so gerne gesehen.

Deshalb entschloss sich die katholische Kirchengemeinde mit dem damals zuständigen Pfarrer Otto Bussmann aus Gaibach Ende der 70er Jahre zu einem Kirchenneubau im neuen Siedlungsgebiet. So konnte 1980 ein freundliches, großzügiges Gotteshaus eingeweiht werden.

Aber nicht nur eine neue Kirche, sondern auch ein Pfarrzentrum, eine Begegnungsstätte, entstand. Entgegen den ursprünglichen Plänen, nur unter einem Teil der Kirche einen Keller unterzubringen, entschieden sich einige Gemeindemitglieder spontan, das gesamte Gotteshaus zu unterkellern und baggerten kurzerhand alles aus. Hier entstanden dann mehrere Räume in denen heute nicht nur kirchliche und pfarrfamiliäre Veranstaltungen stattfinden. Auch für gemeindliche und private Feiern und Veranstaltungen, einschließlich der Ökumene, wird das Pfarrzentrum rege genutzt.

Ab dem Jahre 1982 war Pfarrer Norbert Schmöger Hausherr der neu erbauten Kirche und seit 2003 ist es Pfarrer Andreas Engert.

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