Ergebnisse der Verkehrsschau im Gemeinderat vorgestellt

23.10.2020

Mainpost 23.10.2020

 

Kolitzheim

Ergebnisse der Verkehrsschau im Gemeinderat vorgestellt

Hauptpunkte der jüngsten Gemeinderatssitzung in Kolitzheim, die coronabedingt wie schon seit einiger Zeit im Musikerheim in Stammheim stattfand, war der Bericht über die Verkehrsschau, die in Zusammenarbeit mit der Polizei durchgeführt wurde, der Beschluss über den Fußgängerüberweg am Ortseingang von Gernach, Richtung Unterspiesheim, Bauanträge und Beschlüsse zu Baugebieten.

Am Beginn des Berichtes über die Verkehrsschau stand die problematische Situation an der Ortseinfahrt nach Kolitzheim, von Unterspiesheim kommend. Es sei gefährlich für die Radfahrer, hier die Straße zu überqueren, und auch landwirtschaftliche Fahrzeuge, die hier auf die Staatsstraße einbiegen, seien gefährdet – und gefährden auch andere Verkehrsteilnehmer.  "Wenn die Autofahrer aus Kolitzheim rausfahren, sind die schon auf dem Gaspedal"- so die Erfahrung eines Gemeinderats.

Radfahrer gefährdet

Hier eine Geschwindigkeitsbegrenzung anzuordnen mit dem Argument, dass landwirtschaftliche Fahrzeuge die Straße queren, - das werde man bei der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises nicht durchbekommen, so die Erfahrung von Polizeihauptkommissar Hubert Kimmel. Bürgermeister informierte, dass Verkehrsschilder grundsätzlich nur dort angebracht werden, wo sie notwendig seien. Ulrike Bach monierte, dass die Belange der Fahrradfahrer häufig zu wenig im Blick seien. Die neuralgischen Punkte seien die Anbindungen der Fahrradwege an die Straßen des allgemeinen Verkehrs. Allgemeine Zustimmung erntete der Vorschlag des Bürgermeisters, sich noch einmal an die Straßenverkehrsbehörde zu wenden, die problematische Situation zu schildern und erneut nach gangbaren Lösungen zu suchen.

Halteverbot in der Hauptstraße

Einverständnis im Gremium bestand mit dem Vorschlag, in Unterspiesheim auf Höhe der linken Seite des Gebäudes Hauptstraße 12 ein Halteverbot anzubringen. Immer wieder behindern parkende Fahrzeuge dort den Fußgängerverkehr; insbesondere für Bürger mit Rollatoren oder Kinderwägen stellen dort parkende Autos Hindernisse dar.

Absage an Spiegel im Verkehr

Eine generelle Absage erteilte Hubert Kimmel dem Wunsch, an manchen Stellen Spiegel aufzustellen. Spiegel verführten dazu, weniger vorsichtig zu fahren, weil man mit dem Blick in den Spiegel aus der Ferne sich in Sicherheit wiegt, dass da "schon niemand sein wird". Leicht übersieht man dabei zum Beispiel ein Kind, weil es sich vielleicht nicht deutlich genug vom Hintergrund abhebt. Der Spiegel verzerrt die Entfernungen auch durch seine Wölbung. Im Winter erfüllt er seine Funktion nicht mehr, weil das Kondenswasser auf dem Spiegel gefriert, im Herbst ist er häufig angelaufen. Viel sicherer für alle Verkehrsteilnehmer sei es, Vorsicht walten zu lassen, sich auch bei schlechten Sichtverhältnissen vorsichtig in die Vorfahrtsstraße hineinzutasten.

Schulweghelfer als beste Lösung

Abgekommen sei man auch von Zebrastreifen. Der Gedanke, dass man dadurch die Kinder vor Gefahren auf dem Schulweg schützen könne, habe sich als nicht richtig erwiesen. Die Gefahr für Kinder auf dem Schulweg könne nur durch Schulweghelfer minimiert werden. Diese könnten an Gefährdungspunkten stehen und Kindern helfen, die Straße sicher zu überqueren.

Ebenfalls angenommen wurde der Vorschlag, an der linken Seite des alten Rathauses in Zeilitzheim ein Sackgassenschild und ein absolutes Halteverbotsschild anzubringen.Dadurch soll die Erreichbarkeit der Rathausgasse im Notfall für die Feuerwehr bzw. für Rettungsdienste sichergestellt werden.

Weiteres Sackgassenschild

Ein Sackgassenschild soll auch am Gebäude Kirchweg 11 in Stammheim angebracht werden. Die Straße ist in diesem Bereich nicht als Sackgasse erkennbar, und es ist bei der Einfahrt in diese Straße nicht erkennbar, dass es dort keine Wendemöglichkeit gibt. Verschiedentlich seien schon Lkw dort eingefahren, wurde berichtet. Die entwendeten Schilder an der Slip-Anlage und der Schiffsanlegestellen in Stammheim werden wieder aufgestellt, so die Auskunft von Bürgermeister Horst Herbert auf die Frage von Norbert Weissenseel.

Umgestaltung des Baugebiets

Da im Zuge der Verhandlungen zum Grunderwerb durch die Gemeinde im Baugebiet "Mainblick Süd" in Lindach mit einem Grundstückseigentümer keine Einigung erzielt werden konnte, wird die Gemeinde mittels Umlegeverfahren die Grundstücke in dem abgegrenzten Gebiet so umzugestalten, dass sie entsprechend den jeweils geltenden bauplanungsrechtlichen Vorgaben bebaut werden können. Der Gemeinderat stimmte diesem Vorhaben zu.

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