Erlebnisreiche Tage bei Pilgerreise

09.05.2008

 

Mainpost 8.5.2008

 

STAMMHEIM

Erlebnisreiche Tage bei Pilgerreise

Gruppe aus Stammheim, Frankenwinheim und Eisenbach fuhr nach Italien

(vgs) Im Jahr des Jubiläums „750 Jahre Kirche St. Bartholomäus“ fuhren Stammheimer im Rahmen einer Pilger- und Studienreise zu den Wurzeln der Christenheit nach Rom. 27 Stammheimer, vier Frankenwinheimer und fünf Eisenbacher vom Untermain nahmen an der Fahrt zu den historischen Stätten teil, die von Pfarrer Wendelin Lieb geleitet wurde.

Am ersten Tag fuhr die Gruppe bis zum Gardasee. Erste Station war Sirmione. Nach Pisa und Florenz ging es am zweiten Tag. Nach einer Stadtbesichtigung am nächsten Morgen waren Siena (Besichtigung des Piazza del Campo, des Doms und des Santuario Santa Caterina) und Assisi (Gottesdienst in der Kapelle Santa Chiara) die Hauptstationen des dritten Tags. Der Höhepunkt am vierten Tag war die Ankunft in der ewigen Stadt Rom, wo die Gruppe drei Tage auf Erkundungsreise gehen durfte.

Am ersten Tag in der Ewigen Stadt führte eine Kunsthistorikerin bei einer ganztägigen Besichtigung in das antike und christliche Rom. Start war beim Kolosseum zur gewaltigen Kirche Sankt Paul vor den Mauern, dann der Mosesstatue von Michelangelo in San Pietro in Vincoloi und später der wundervollen Kirche Santa Maria Maggiore. Als Krönung des Tages wurde in der Muttergottes Kapelle eine Messe gehalten. Am sechsten Tag war eine Papstaudienz geplant. Sie konnte aber nicht stattfinden, weil der Heilige Vater in Amerika weilte. Über die Vatikanischen Museen mit den unzähligen Exponaten ging der Exkurs durch die Sixtinische Kapelle. Der Petersdom mit seinen Kunstwerken schloss sich an.

Am Ende des erlebnisreichen Tages wurden noch die Katakomben der Santa Domitilla, etwas außerhalb von Rom gelegen, angefahren. In den Höhlengängen, in denen die Urchristen von Rom lebten und diese Stätte als Begräbnisort für die Verstorbenen nutzten, konnten die Pilgergruppe wiederum einen sehr ansprechenden Gottesdienst von Pfarrer Lieb mitfeiern. Am siebten Tag ging es früh mit dem Bus hoch nach Subiaco zum Kloster San Benedetto, der Wirkungsstätte des heiligen Benedikts. In dem ehrwürdigen Kloster konnte die Pilger aus Unterfranken in einer Seitenkapelle eine Messfeier begehen und danach das kunsthistorisch bemerkenswerte Klostergebäude besichtigen, das ab dem 12. Jahrhundert errichtet wurde und eng an die Felswand angegliedert ist.

Quer durch Italien ging die Reise am achten Tag 630 Kilometer weit. Zunächst war der berühmteste Wallfahrtsort Italiens, Loreto, der seit über 700 Jahren von unzähligen Pilgern besucht wird, das Ziel. In der Santa Casa, dem heiligen Haus Mariens aus Nazareth mit dem Marienbildnis der schwarzen Madona, blieb jedem Pilger die notwendige Zeit für persönliche Gebete.

Die Stadt Padua mit dem Grab des Santo Antonius, Nationalheiliger Italiens, stand als nächstes auf dem Programm. Mit sehr viel technischem Aufwand wurde der Gruppe ein Vortrag über das Wirken des hl. Antonius vermittelt. Vor einem Altarbild hatten die Gruppe dann den Abschlussgottesdienst der Pilgerfahrt. Abends spät trafen die Pilger zur Übernachtung in Trient (Südtirol) ein, von wo aus am neunten Tag die noch 590 Kilometer lange Heimreise angetreten wurde. In Brixen machte die Gruppe einen Zwischenhalt mit Besichtigung der Kathedrale.

Nach einer unfreiwilligen Pause auf der Autobahn – der Bus streikte – konnte die Heimreise fortgesetzt werden. Am frühen Abend erreichten die Gruppe nach 3000 gefahrenen Kilometern bei Regenwetter Unterfranken.

 

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