Fahrräder für Flüchtlinge

15.01.2016

Mainpost 15.01.2016

KOLITZHEIM

Fahrräder für Flüchtlinge


Jürgen Müller, Mitarbeiter des Bauhofs der Gemeinde Kolitzheim, hatte die Idee: Im Fundbüro der Gemeinde standen rund 25 Fahrräder herum, die einfach nicht abgeholt wurden. Müller setzte sich mit der Schweinfurter Firma „Bike & Auto Schauer“ in Verbindung, die zusagte, die Räder aus Kolitzheim kostenlos zu reparieren.
Heraus kamen zehn noch funktionstüchtige Räder, die nun Flüchtlingen in der Großgemeinde zur Verfügung gestellt werden können. Die Firma Schauer stellte nicht nur die Arbeitszeit der Mitarbeiter, sondern auch die notwendigen Ersatzteile nicht in Rechnung.

Am Donnerstag kam nun ein volles Fahrrad-Sortiment aus Trekking-, Mountain- und City-Bikes in mehreren Größen und im Top-Zustand zurück nach Kolitzheim, das der stellvertretende Marktleiter Joachim Bischof an Bürgermeister Horst Herbert und an Jürgen Müller übergab.
Schauer hatte vor Weihnachten schon einmal 200 von Bürgern abgegebene Fahrräder für Schweinfurter Flüchtlinge repariert.
Bürgermeister Horst Herbert meinte, auf dem Land sei ein Fahrrad für einen Flüchtling fast noch wichtiger als in der Stadt. Für Flüchtlinge in den Dörfern bestünden zwei Hauptprobleme: die Sprache und die Mobilität.
In der Großgemeinde Kolitzheim sind zurzeit vier Flüchtlinge im Ortsteil Herlheim untergebracht, 13 in Kolitzheim und sechs im Gemeindeteil Lindach. Für sie bestehe zum Beispiel so gut wie keine Möglichkeit, mit dem Bus nach Gerolzhofen zu ihrem Deutschkurs zu kommen, stellte das Ortsoberhaupt fest.

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