Feuerwehr: Lob von allen Seiten, aber Nachwuchsprobleme

17.02.2016

Mainpost 17.02.2016

ZEILITZHEIM
Feuerwehr: Lob von allen Seiten, aber Nachwuchsprobleme

Noch einmal voll des Lobes ob der „guten, einsatzfähigen Mannschaft“, die er bei der Zeilitzheimer Wehr als Kreisbrandinspektor stets vorgefunden hatte, zeigte sich Gottfried Schemm bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Zeilitzheim.

Schemm ist auf „Abschiedstour“, wie er selbst sagte. Im Juni wird er sein Amt an den derzeitigen Kreisbrandmeister Alexander Bönig weitergeben. Sowohl bei den Einsätzen als auch im gesellschaftlichen Bereich gebe die Zeilitzheimer Wehr ein sehr positives Bild ab, betonten Schemm und Bönig im Gleichschritt. Auch die Gemeinde Kolitzheim tue sehr viel für ihre Feuerwehren, befanden die beiden. Bönig hob in seinem Grußwort besonders die gute Arbeit der Wehr beim kürzlichen Einsatz in Frankenwinheim hervor, welcher nicht ungefährlich gewesen sei.

Bürgermeister Horst Herbert sowie Feuerwehrvereinsvorstand Werner Herbert dankten insbesondere Gottfried Schemm für ein zu jeder Zeit hervorragendes Vertrauensverhältnis und konstruktives Miteinander. Bürgermeister Herbert erinnerte sich dabei besonders an die Anschaffung vieler Autos in der Gemeinde in den letzten 15 Jahren, welche Schemm fachmännisch begleitete. Ebenso habe der scheidende Kreisbrandinspektor wesentlichen Anteil an der guten Ausbildung der Wehr. Auch im Ernstfall, bei größeren Einsätzen, konnte man sich immer auf Schemm verlassen, wenn dieser die Zügel in der Hand hatte, betonte Herbert.
Insgesamt sieht der Bürgermeister die Wehr gut aufgestellt. Er dankte allen Mitgliedern für ihr Engagement beim Feuerwehrdienst. Er wünschte sich abschließend, dass die Zusammenarbeit der Wehren innerhalb der Gemeinde noch weiter intensiviert wird.

Neun Einsätze
Kommandant Jonas Redweik ging in seinem Bericht auf die zahlreichen Übungen, Aus- und Fortbildungen sowie auf insgesamt neun Einsätze im abgelaufenen Berichtsjahr ein. Erfreulich sei, dass die Wehr insgesamt 38 aktive Mitglieder zähle. Ebenso konnte die Leistungsprüfung „Wasser“ von 17 Teilnehmern erfolgreich absolviert werden. Darüber hinaus waren unter anderem noch die Einführung des neuen Digitalfunks sowie die große Zahl an Atemschutzträgern bei der Zeilitzheimer Wehr Themen in seiner Ansprache.

Redweik kritisierte, dass seine Wehr bei Ernstfällen in Nachbarorten, die zum Landkreis Kitzingen gehören, nicht alarmiert werde. Hier müsse sich dringend etwas ändern, forderte er.
Feuerwehrvereinsvorstand Werner Herbert und Kassier Harald Kleinhenz blickten jeweils auf zwei erfolgreiche Veranstaltungen im letzten Jahr zurück: Sowohl das Feuerwehr-Kindergarten-Fest als auch die Weinbergswanderung verliefen bestens. Neu war, dass bei der Weinbergswanderung sich Feuerwehr und Weinbauverein als gleichberechtigte Partner zu einer Festgemeinschaft zusammenschlossen. Im Namen des Weinbauvereins bedankte sich Karl-Heinz Gegner für die gute Zusammenarbeit.

Aus dem Kassenbericht von Harald Kleinhenz ging hervor, dass der Verein ein gesundes finanzielles Fundament aufweist.

Jugendwart Michael Danzberger konnte auf 15 Übungen mit den Jugendlichen zurückblicken. Den jährlichen Wissenstest bestritten zwei Zeilitzheimer Teilnehmerinnen erfolgreich. Durch Übergänge in die Erwachsenenwehr bestehe die Jugendfeuerwehr derzeit nur noch aus drei Mitgliedern, wie Danzberger bilanzierte. Neuzugänge konnten bislang keine verzeichnet werden, aktive Werbung sei jedoch geplant.

Im Rahmen der Versammlung wurde Matthias Graf zudem für seinen 25-jährigen aktiven Dienst in der Zeilitzheimer Feuerwehr besonders geehrt.
Werner Herbert kündigte einen Ausflug am 23. April in die Fränkische Schweiz an. Dabei soll eine Bierwanderung stattfinden. Anmeldungen werden von ihm entgegengenommen.

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