Feuerwehr ohne Nachwuchssorgen

07.03.2006

Mainpost 7.3.2006

 

Feuerwehr ohne Nachwuchssorgen

 

Gernach (es) Gut besucht war die Jahreshauptversammlung der Feuerwehr. Bürgermeister Horst Herbert überbrachte die Grüße und den Dank der Gemeinde und erinnerte daran, dass die Feuerwehr als "schnelle Eingreiftruppe allzeit verfügbar" sei. Die drei Leistungsprüfungen zeigten, dass die Jugend sich bei der Feuerwehr engagiere, und man für die nächste Zeit keine Sorgen haben müsse.

 

Horst Herbert erinnerte auch an die Leistungen der Gemeinde für die Feuerwehr: Feuerwehrautos in den Ortsteilen, vier neue Sirenen und der Umbau der Gerätehäuser seien Beleg für das Engagement der Gemeinde für die Feuerwehr.

Auch Kreisbrandmeister Winfried Seißinger zeigte sich erfreut über das Engagement vor allem der Jugendlichen in Gernach: bei der neuen Truppmannausbildung seien fünf Jugendlichen mit dabei.

Vorsitzender Wolfgang Friedrich erinnerte an den Tag der Feuerwehr im September, der gut besucht gewesen sei, und freute sich, dass die Hofüberdachung bis auf Kleinigkeiten fertig gestellt sei. "Das ist mein letztes Bauprojekt, das ich angegangen bin" stellte er fest. Es gelte jetzt, das Geschaffene zu erhalten.

Angesichts der Kosten von über 4000 Euro habe man sich zunächst schwergetan, der Renovierung der Feuerwehrfahne in der Vorstandschaft zuzustimmen. Aber dann habe man sich doch durchgerungen, die Fahne zu erhalten. Friedrich bedankte sich bei Bürgermeister Horst Herbert für den Zuschuss der Gemeinde in Höhe von 1000 Euro. Ein besonderer Höhepunkt, so Friedrich, sei im vergangenen Jahr der Ehrenabend am 3. Dezember gewesen.

Frank Mauder verlas den Bericht über die vorjährige Jahreshauptversammlung. Der Kassenbericht von Elmar Werner fand das uneingeschränkte Lob der Kassenprüfer Bruno Back und Roland Back, so dass die Versammlung Entlastung erteilte.

Kommandant Jürgen Friedrich konnte über eine rege Übungstätigkeit berichten: Im Schnitt haben sich die drei Gruppen von Alexander Fuß, Reinhard Heck und Engelbert Schneider monatlich einmal zum Üben getroffen, ebenfalls die Gruppe der jungen Feuerwehrleute unter Leitung von Agnes Markert und Matthias Back. Die Überprüfung von Feuerlöschern im Anwesen von Ehrenkommandant Erwin Räth, die Teilnahme am Kreisfeuerwehrtag, der Einsatz beim Brand eines Gartenhauses in Gernach sowie bei einem weiteren Einsatz im Schwebheim waren weitere Punkte des Berichtes.

Die Übungen für die Leistungsprüfung fanden mit der Prüfung am 24 September ihren Abschluss. Am 10. Oktober begann die aufwändige Truppmann-Ausbildung. 80 Unterrichtsstunden müssen absolviert werden und ein Erste-Hilfe-Kurs muss erfolgreich abgeschlossen sein, damit man zur Prüfung zugelassen wird, erläuterte der Kommandant.

Bernhard Berchtold hatte mit Unterstützung der Feuerwehr einen Motorensägekurs organisiert, der mit 35 Teilnehmern großen Anklang fand. An der überortlichen Maschinistenausbildung nahmen Matthias Back und Frank Graf teil. Die Ausbildung als Träger des Atemschutzes absolvierten Frank Graf Mattnias Back und Ingo Nickel: Insgesamt verfügt die Feuerwehr Gernach jetzt über sechs Berechtigte zum Tragen des Atemschutzes.

Der Tag der Feuerwehr im September, viele Übungstermine, der Sportheimdienst im August und die Winter-Schulung waren die wesentlichen Punkte der Vorausschau auf das Jahr 2006. Gefragt wurde auch, wer Interesse an einem Erste-Hilfe-Kurs habe.

Die Anregung von Bruno Back, am Tag der Feuerwehr in Gernach wieder eine Vorführung von Aufgaben der Feuerwehr zu bieten, wurde von der Vorstandschaft aufgegriffen. Kreisbrandinspektor Winfried Seißinger bot seine Unterstützung an. Es bestand allgemeine Übereinstimmung, dass in der Siedlung im Osten Gernachs eine Sirene installiert werden sollte, weil die Sirene in der Dorfmitte bei ungünstigen Windrichtung schwer zu hören sei. Wenn wieder ein entsprechendes Programm aufgelegt werde, werde man sich um die Anschaffung einer Sirene bewerben, sicherte Vorsitzender Wolfgang Friedrich zu. Den Dank der Gernacher Kirchengemeinde für die Absperrungen durch die Feuerwehr bei Prozessionen sprach Erhard Scholl aus, für die KAB bedankte sich Vorsitzender Thomas Treutlein für diesen Dienst.

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