Flurbereiniger sehen keinen Bedarf für mehr Sportfläche

10.02.2006

Mainpost 10.2.2006

 

Flurbereiniger sehen keinen Bedarf für mehr Sportfläche

 

Kolitzheim (BP) Vor elf Jahren wurde der Flächennutzungsplan in den Ortsteilen der Gemeinde Kolitzheim zum letzten Mal aktualisiert. Nun müsse man ihn überarbeiten und festlegen und empfehlen, wie bestimmte Flächen weiter genutzt werden sollen, sagte Bürgermeister Horst Herbert in der Gemeinderatssitzung.

Für wohnbauliche und gewerbliche Flächen sei überall Vorsorge getroffen worden. Herbert bat seine Gemeinderäte, sich Gedanken zu machen, was in den einzelnen Ortsteilen nötig sei.

Kleingärten aufgegeben

Winfried Fella, der Geschäftsleitende Beamte der Gemeinde, stellte aus seiner Sicht notwendige beziehungsweise mögliche Änderungen vor. Oft seien es Kleinigkeiten, die einfach nicht mehr stimmen, sagte er.

Einige Flächen sollten aufgelassen, andere als Betriebs- oder Sonderflächen aufgenommen oder geändert und Ausgleichsflächen für Bebauung ausgewiesen werden. So tauchen zum Beispiel in mehreren Ortsteilen Dauerkleingärten auf, von denen heute schon viele aufgegeben sind. Diese könne man einfach als landwirtschaftliche Gebiete ausweisen, lautete der Vorschlag.

In Herlheim ist schon im aktuellen Flächennutzungsplan westlich des heutigen Sportplatzes eine weitere Sportfläche vorgesehen. Für eine eventuell spätere bauliche Erweiterung sollte der nördliche Ortsrand von Sportheim bis hin zur Oberspiesheimer Straße eingeplant werden, so das Gemeindeoberhaupt. Dies erweise sich als allerdings als problematisch, da im Rahmen der Flurbereinigung demnächst die Zuteilung der Grundstücke erfolge. Die Vorstandschaft der Teilnehmergemeinschaft sehe keinen Bedarf für diese Maßnahmen und lehne den Plan ab. An die Verwirklichung einer Umgehungsstraße um Gaibach und Kolitzheim glaube er mittelfristig nicht, so Herbert.

Diese wäre im Moment nicht finanzierbar und andere Gemeinden seien durch den Verkehr stärker belastet und hätten Vorrang. Eine solche Straße müsse also im Moment nicht eingeplant werden.

Auch an die Kläranlagen und eventuelle Solar- und Windkraftanlagen müsse man denken und mit einplanen, schlug Winfried Fella vor. Da die Änderungen nicht zwingend aufgenommen werden müssen, solle man die Sache im Moment auf sich beruhen lassen und die Überarbeitung verschieben, meinte zweiter Bürgermeister Rudolf Bender zu diesem Thema.

Biogasanlage berücksichtigen

Auch einzelne Pläne könnten erstellt werden, beantwortete Fella eine Frage. Dies müsse eventuell für die Biogasanlage in Oberspiesheim geschehen.

Hierzu berichtete Bürgermeister Horst Herbert über einen Termin, bei dem Vertreter aller beteiligten Behörden anwesend waren. Der Landkreis fordere eine Linksabbiegerspur zur Anlage. Die Kosten für die Änderungen an der Kreisstraße würden aber nicht vom Landkreis getragen, hieß es.

Auch die Gemeinde könne sie nicht übernehmen, also müssten die Betreiber dafür aufkommen. Da auch gefordert werde, sanitäre Anlagen für Bedienstete einzurichten, könne das Abwasser nicht wie geplant einfach in einen nahen Graben geleitet werden, sondern es müsse eine Dreikammer-Klärgrube errichtet werden, informierte das Gemeindeoberhaupt weiter über den Stand der Dinge.

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