Fränkische Lebensfreude in Stammheim daheim

29.07.2019

Mainpost 29.07.2019

Stammheim

Fränkische Lebensfreude in Stammheim daheim

Aufgrund der Hitzewelle in der gesamten vergangenen Woche sei der Aufbau zum 37. Stammheimer Straßenweinfest heuer ein echter Kraftakt gewesen, wie der Festleiter der Festgemeinschaft bestehend aus Musik- und Sportverein, Michael Fischer, betonte.
Doch die Anstrengungen der unzähligen fleißigen Helfer hatten sich gelohnt.

Schon beim Aufzug der Ehrengäste und Symbolfiguren, angeführt von Weinprinzessin Annika Moller, war der Festplatz voll besetzt. Die angekündigten Gewitter machten am Samstagabend einen großen Bogen um den Weinort am Main. Auch die Temperaturen hatten sich wieder auf ein verträgliches Maß einpendelt: Perfektes Schoppenwetter und ideale äußere Bedingungen für eine lange Weinfestnacht im Herzen von Stammheim.  

Es seien nicht die Jahre seines Lebens, die zählen, sagte Annika Moller bei der Eröffnung, "was zählt sind die Momente innerhalb der Jahre – und genau so ein Moment ist heute wieder für mich", so die Weinhoheit mit tränen-glitzernden Augen beim Blick von der Bühne in das Weite des Festplatzes. Bereits beim Empfang im Hof ihres Familienanwesens hatte sie betont: "Alle guten Dinge sind drei", und in der Folge angekündigt, dass ihr drittes Weinfest als Stammheimer Weinprinzessin auch ihr letztes mit der Krone sein wird.

Zur Seite bei der Eröffnung standen ihr einmal mehr wieder eine ganze Schar von Weinprinzessinnen und Symbolfiguren von Main und Steigerwald. Ihrer Einladung waren auch eine große Zahl an Ehrengästen aus Politik, Wirtschaft, Vereinen und Verbänden gefolgt.

Unter den Klängen der Stammheimer zogen die Fahnenabordnungen und Ehrengäste vom Hof des Familienanwesens der Weinprinzessin dann hinauf zum Festplatz. Michael Fischer begrüßte im Namen der Festgemeinschaft die zahlreichen Gäste und bedankte sich sogleich bei den unzähligen Helfern für ihren ehrenamtlichen Einsatz sowie bei den Anwohnern am Weiher für ihr Verständnis vor, während und nach dem Fest.

Landrat Florian Töpper bescheinigte Annika Moller anlässlich ihrer Ankündigung im Frühjahr nächsten Jahres Abschied von der Stammheimer Weinkrone zu nehmen, eine "fabelhafte Regentschaft". "Ein großes Kompliment für die Ausstrahlungswirkung, die du all die Jahre hattest und gewiss auch weiterhin haben wirst", richtete der Landrat reichlich Lob an die Repräsentantin des Stammheimer Weines.

Der Landkreis gewinne immer mehr an Anziehungskraft, stellte Töpper fest. Von 2017 auf 2018 hatte es bereits zehn Prozent mehr Übernachtungen gegeben, was den guten Ruf des Landkreises auch und gerade wegen der Weinfesttradition widerspiegle. Ebenso stellte er in seinem Grußwort den Zusammenhalt und das großartige ehrenamtliches Engagement in Stammheim heraus und lud alle ein zu feiern und die Seele baumeln lassen.

Der stellvertretende Bürgermeister der Großgemeinde Kolitzheim, Martin Mack, zeigte sich erfreut, dass so viele Weinfreunde das Fest besuchten. "Freizeit- und Kulturerlebnis" vor Ort statt weite Urlaubsreisen Richtung Süden, das sei auch im Hinblick auf den ökologischen Fußabdruck eine gute Entscheidung.

 

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