Frauenbund besuchte Haßfurt

20.04.2016

Mainpost 20.04.2016

GERNACH

Frauenbund besuchte Haßfurt

Etwa 20 Frauen und auch einige Männer hatten sich auf Einladung des Frauenbundes Gernach auf den Weg nach Haßfurt gemacht, um sich mit der Stadtgeschichte bekannt zu machen.
Start war am Weinlokal Schaffner. Dort gab es vor dem Start ein Glas Sekt. Es war zwar noch nicht dunkel, als Detlef Hauck in Gestalt des Haßfurter Nachtwächters die Stadtführung begann, aber er gewann durch seine abwechslungsreichen Einblicke in die Stadtgeschichte schnell die Aufmerksamkeit aller.
Die Stadt Haßfurt lag über lange Zeit an der Grenze zwischen dem Bistum Würzburg und dem Erzbistum Bamberg. Das Untere Tor, auch Würzburger Tor genannt, ist einige Meter niedriger als das obere Tor, auch Bamberger Tor genannt. Denn in Acht nehmen musste man sich vor Bamberg. Aufgrund dieser besonderen Lage verfügte Haßfurt auch über eine gute Befestigung.
Schon in der Keltenzeit ist eine Besiedlung der Region nachgewiesen. Die erste urkundliche Erwähnung Haßfurts ist im Jahr 1230 zu verzeichnen. Schön anzuschauen sind die Bürgerhäuser an der Hauptstraße sowie der Marktplatz, begrenzt von der Stadtpfarrkirche und dem Alten Rathaus.
Über die Grenzen Haßfurts hinaus bekannt ist die Ritterkapelle. 248 mittelalterliche Wappen zieren den Chor dieser ältesten Wallfahrtskirche im Bistum Würzburg. Um 1390 wurde mit ihrem Bau begonnen. Der Name „Ritterkapelle“ rührt wohl daher, dass der Bau der Kapelle durch Spenden der Adeligen der Umgebung gefördert wurde.
Die Gäste erfuhren auch, dass der Name Haßfurt wohl nicht darauf zurückzuführen ist, dass hier Hasen den Main durchqueren konnten. Vielmehr deute vieles darauf hin, dass sich der Name von Hasufurt herleitet, was „Nebelfurt“ bedeutet.

Vom Frauenbund bekam der Haßfurter Nachtwächter Detlef Hauck für die informative und kurzweilige Führung ein kleines Präsent. Nach der Stadtführung kehrte man für eine Brotzeit zum Weinhaus Schaffner zurück.

 

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