Für Freizeitanlage gefällte Pappeln liefern Zündstoff im Gemeinderat

10.02.2006

Mainpost 10.2.2006

 

Für Freizeitanlage gefällte Pappeln liefern Zündstoff im Gemeinderat

 

Kolitzheim (BP) Vor zwei Wochen fand eine Vorstandssitzung der Teilnehmergemeinschaft für die umfassende Dorferneuerung Kolitzheim statt, wobei die nächsten Planungen vorbereitet wurden, informierte Bürgermeister Horst Herbert in der Gemeinderatssitzung.

Damit die Maßnahmen in Gang kommen können, müsse nun der Gemeinderat eine Vereinbarung mit dem Amt für Ländliche Entwicklung treffen und die finanziellen Mittel bereitstellen. Für die Planung der ersten Objekte, der Freizeitanlage Süd und des Scheuring-Platzes betrage der Kostenanteil der Gemeinde 9.351 Euro.

Weitere 26 780 Euro (insgesamt 65 000 Euro) kostet der Gemeinde die begleitende Beratung während der Dauer der gesamten Laufzeit der Maßnahme. Das sind zirka 3000 Euro pro Jahr. Somit sei es für Privatpersonen möglich, sich bei Veränderungen an ihren Anwesen beraten lassen, was hoffentlich rege genutzt werde. Nur der tatsächliche Aufwand werde hier abgerechnet, stellte Bürgermeister Herbert klar. Mit zwei Gegenstimmen stimmten die Gemeinderäte diesen zwei Vereinbarungen zu.

Der Zustimmung vorausgegangen war allerdings eine heftige Diskussion. Ein Gemeinderat stellte in Frage, ob es sinnvoll sei, ausgerechnet mit der Gestaltung der Freizeitanlage zu beginnen. Andere Maßnahmen seien wichtiger. Er beanstandete auch, dass, seiner Meinung nach, ohne Gemeinderatsbeschluss durch das Fällen vieler Pappeln schon mit der Ausführung begonnen wurde. Ein Gemeinderatsbeschluss, dass die Freizeitanlage als erstes Objekt verwirklicht werden solle, sei da, wurde hierauf erwidert.

Die Fällaktion der teilweise 50 Jahre alten Pappeln, die immer wieder Holz abgeworfen hätten, sei angedacht und auch nötig gewesen, verteidigte Bürgermeister Herbert das Vorgehen. In dem Gelände befinde sich auch ein Spielplatz und außerdem habe man Abnehmer für das Holz gehabt. Auch von Seiten der Bevölkerung habe es deshalb schon Proteste gegeben, führte das Gemeindeoberhaupt weiter aus.

Er werde bei der Bürgerversammlung nochmals auf die Notwendigkeit der Aktion eingehen. Da auch das schon fertige Regenrückhaltebecken für das neue Baugebiet im Bereich der Freizeitanlage liege, sei gewissermaßen schon mit der Gestaltung begonnen worden, wurde im Laufe der Diskussion weiter deutlich. Nur die Anlage des Beckens, das in die Freizeitanlage integriert werden soll, nicht die Technik, werde im Rahmen der Dorferneuerung mitfinanziert, wurde weiter klargestellt. Für die gesamte Maßnahme sind das 100 000 Euro. Ein anfangs eingeplanter Skaterplatz wird nicht verwirklicht.

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