Für Katastropheneinsatz gerüstet

26.04.2006

Mainpost 26.4.2006

 

Für Katastropheneinsatz gerüstet

 

stammheim Drei Jahre ist sie erst alt, die Bereitschaft des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) in Stammheim. Doch das jüngste Kind der Hilfsorganisationen in der Gemeinde Kolitzheim ist prächtig am Gedeihen. Zuwachs konnte Bereitschaftsleiter Roland Moller jetzt in den Reihen der Rot-Kreuz-Bereitschaft verzeichnen, denn Landrat Harald Leitherer händigte ihm die Schlüssel für einen neuen Betreuungslastkraftwagen (BtLKW) aus. Der österlich geschmückte Dorfbrunnen und das historische Rathaus standen Pate, als Pfarrer Wendelin Lieb das Fahrzeug segnete.

 

Der neue LKW wurde dem Landkreis Schweinfurt vom Bund zur Verfügung gestellt, so Landrat Harald Leitherer und findet in Stammheim seinen neuen Standort. Es ist kein Fahrzeug von der Stange weg, sondern wurde mit finanzieller Unterstützung von Landratsamt und BRK in Höhe von 11 000 Euro zweckmäßig für den Katastropheneinsatz umgebaut.

Der BtLKW bildet zusammen mit dem ebenfalls in Stammheim stationiert Feldkochherd eine funktionale Einheit. Beide werden zur Verpflegung von Einsatzkräften oder Hilfsbedürftigen eingesetzt. Mit der mitgeführten Ausstattung, unter anderem Küchenzelt, Stromerzeuger, Beleuchtung und Wasserverteilung, ist ein autarker Betrieb für die Verpflegungsausgabe gewährleistet.

Nach Aufbau des Zeltes kann der BtLKW Lebensmittel, sowie in den an Bord befindlichen flexiblen Behältern bis zu 2000 Liter Trinkwasser zur Versorgungsstelle transportieren und an die Hilfsbedürftigen ausgeben.

Über diese Grundausstattung hinaus wurde das Stammheimer Einsatzfahrzeug noch mit einer Hebebühne, einer Kühlzelle und einem Lichtmast nachgerüstet. So ausgestattet, stellt der 150 PS-starke 7,5-Tonner eine funktionsfähige und zweckmäßige Hilfe für den Katastrophenfall dar.

Kein Spielzeug, für einen Bereitschaftsleiter, sondern eine notwendige Ausstattung für den Katastrophenschutz, so bezeichnete der Kreisvorsitzende des BRK, MdL Gerhard Eck, die neueste Errungenschaft der Stammheimer Bereitschaft. Er würdigte den Einsatz und die Hilfsbereitschaft der ehrenamtlichen Hilfskräfte, die den BtLKW überwiegend in Eigenleistung nachgerüstet haben.

Lange musste der Landkreis Schweinfurt auf sein neues Fahrzeug warten, so Kreisbereitschaftsleiter Friedel Teller, doch endlich ist es eingetroffen. Bei ihm liefen auch die Ideen und Änderungswünsche der Stammheimer Bereitschaftsleitung zusammen. Die aufgeführten Argumente für die Nachrüstung ließen jedoch keinen anderen als einen positiven Beschluss der Kreisleitung für den Umbau zu.

Horst Herbert (Bürgermeister) zeigte sich sichtlich stolz, dass dieses Fahrzeug in Stammheim stationiert wird. Die Stammheimer verstehen es, mit solchen Fahrzeugen, und der damit übertragenen Verantwortung umzugehen, so Herbert. Durch den Umbau des Feuerwehrgerätehauses, und die damit verbundene Schaffung eines Stellplatzes für den BtLKW hat sich die Gemeinde auch finanziell für die Unterbringung des neuen Fahrzeugs engagiert.

Bereitschaftsleiter Roland Moller bedankte sich für den Einsatz bei der Beschaffung und Ausstattung des Einsatzfahrzeugs. Er dankte auch den Fahnenabordnung der Stammheimer Vereine und der Musikkapelle des Musikvereins Stammheim, die der Fahrzeugsegnung einen würdigen Rahmen angedeihen ließen.

Eine kleine Überraschung hatte Moller für alle Segnungsgäste dann doch noch parat. Denn, obwohl die Vorgaben zur Beschriftung für Nutzfahrzeuge des BRK dies nicht mehr vorsehen, hat Moller das Stammheimer Wappen mit dem Schriftzug Stammheim auf dem neuen BtLKW anbringen lassen. Diese Maßnahme stieß allerdings nicht bei allen Vertretern der Kreisbereitschaftsleitung auf Gegenliebe.

Zu den News