Geburtenrate mehr als verdoppelt

15.02.2007

Mainpost 15.2.2007

 

Geburtenrate mehr als verdoppelt

 

LINDACH (NN) In der diesmal nicht ganz so gut besuchten Bürgerversammlung der Gemeinde Kolitzheim im Sportheim Lindach hielt Bürgermeister Horst Herbert zunächst mittels einer Power-Point-Präsentation einen interessant gestalteten Vortrag über wichtige Daten und Maßnahmen des vergangenen Jahres.

 

 

Lindach hat das Jahr 2006 zwar mit nur 511 Einwohnern (drei weniger als im Vorjahr) abgeschlossen, aber die Geburtenrate der drei vorangegangenen Jahre mehr als verdoppelt (von drei auf sieben), was für den örtlichen Kindergarten optimistisch stimmt.

Durch die Resterschließung des Baugebietes in Lindach ist der Friedhof jetzt aus zwei Richtungen erreichbar, der dabei auch einen nötigen Stromanschluss erhielt. Die länger gewünschten Urnengräber für Lindach sind im Haushalt eingeplant.

Zur Ortsrandeingrünung wurden am Festplatz des Weindorfes Bäume gepflanzt. Der landwirtschaftliche Wegebau der Jagdgenossenschaft Lindach hat durch den gemeindeüblichen Zuschuss Unterstützung erfahren.

Voraussichtlich am 19. April dieses Jahres wird die Spargelstraße der LAG Main-Steigerwald zusammen mit der Spargelsaison in Lindach eröffnet. Auch das über die LAG geplante Nordic Walking-Aktivzentrum, das teilweise über Lindacher Fluren führen soll, wird im kommenden Frühjahr ausgeschildert.

Keine Anleinpflicht

Nach den Ausführungen des Bürgermeisters konnten die Bürger ihre Anliegen vorbringen. Bettina Dusel beschwerte sich über einen auswärtigen Jäger, der sie schon mehrfach zum Anleinen ihres Hundes (unter Androhung von Gewalt gegenüber dem Tier, wie sie erklärte) verpflichten wollte. Eine Verordnung über die Anleinpflicht von Hunden im Gemeindegebiet existiert nicht, so das Gemeindeoberhaupt hierzu.

Laut Wilfried Seger ist keine ordentliche Waldbewirtschaftung bei der örtlichen Körperschaft Eichenhölzer möglich, da viele Mitglieder gar nichts von ihren Anteilen wissen und sich deshalb auch nicht darum kümmern. Horst Herbert schlägt vor, zur Klärung der Mitgliedsverhältnisse eine Versammlung im historischen Lindacher Rathaus zu arrangieren.

An den sehr schlechten Zustand der Gemeindeverbindungsstraße von Lindach nach Öttershausen erinnerte Richard Wirsching. Hierzu wurde Handlungsbedarf in bestimmten Abschnitten festgestellt.

Nach der Möglichkeit einer Verlegung des Wertstoffcontainerstandortes vom Vorplatz des Feuerwehrgerätehauses an den Ortsrand fragte Stefan Wiederer. Wegen der zentralen Erreichbarkeit und guten Überwachungsmöglichkeit sollte der jetzige Standort bleiben, meinte der Bürgermeister.

Heinz Rock erkundigte sich nach dem anstehenden Kläranlagenbau der Gemeinde. Ein nötiges Kläranlagenkonzept wird noch erarbeitet und die Umsetzung soll bis zum Jahr 2012 erfolgen, so Horst Herbert. Für die nötige Investition von rund sechs Millionen Euro ist kein Zuschuss zu erwarten. Die Finanzierung wird deshalb über Beiträge erfolgen.

Unverständnis über Beschwerde

Eine „angebliche“ Lärmbelästigung, verursacht durch die Musikprobe der Blaskapelle des Kulturvereins (einmal pro Woche von 19 bis 20.30 Uhr) im historischen Rathaus, stieß bei Heinz Rock und den übrigen Besuchern der Bürgerversammlung auf völliges Unverständnis. Es sei seiner Meinung nach sonderbar, dass sich nur ein Grundstücksnachbar belästigt fühle und versuche, die Gemeinde unter Handlungsdruck zu setzen, wobei die übrigen Anwohner keine derartigen Probleme hätten.

Von einem örtlichen Gemeinderatsmitglied wurde mitgeteilt, dass auf Vorschlag des Leiters der Blaskapelle inzwischen die Musikprobe in einen Raum auf der gegenüberliegenden Seite des historischen Rathauses verlegt wurde. Die Angelegenheit dürfte deshalb auf eine vernünftige Art geregelt sein, ohne Nachteile für die Dorfgemeinschaft.

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