Geldhaus gibt sich einprägsamen Namen

28.06.2007

Mainpost 28.6.2007

 

GEROLZHOFEN (FI)

Geldhaus gibt sich einprägsamen Namen

Die bisherige Raiffeisen-Volksbank Gerolzhofen-Unterspiesheim eG hat ihren langen Namen verkürzt und heißt jetzt einprägsamer VR-Bank Gerolzhofen eG. Zu diesem Thema hatte die Bank vor kurzem eine Mitglieder- und Kundenbefragung gestartet. Dort hatte sich der Name VR-Bank Gerolzhofen eG mit deutlicher Mehrheit durchgesetzt.

Auch die Vertreter schlossen sich auf ihrer Jahresversammlung dem Mitglieder- und Kundenwillen an und sprachen sich mit einer Mehrheit von 82 Prozent für den neuen Namen aus.

Mit guten Zahlen präsentierte sich die Raiffeisen-Volksbank Gerolzhofen-Unterspiesheim eG am Donnerstag in der Stadthalle Gerolzhofen. Vorstand Klaus Henneberger berichtete von einem erfolgreichen Jahr 2006. So sei das betreute Gesamtkundenvolumen des Geschäftsjahres um 1,9 Prozent auf 465 Millionen Euro gestiegen. 6000 Teilhaber zählt die Bank. 65 Mitarbeiter – davon sechs Auszubildende betreuen 31 000 Konten und haben im abgelaufenen Jahr mehr als zwei Millionen Buchungen verarbeitet.

Das Genossenschaftsinstitut setze seinen Schwerpunkt auf die Beratung und Betreuung der Mitglieder und Kunden, sagte Henneberger. Dabei sei der direkte und persönliche Kontakt Basis der Geschäftsbeziehung. Die Bank baue auf Kontinuität und sei mit ihren Zweigstellen überall im Gebiet vertreten.

Die Raiffeisen-Volksbank Gerolzhofen-Unterspiesheim eG hat laut Henneberger im Jahr 2006 Spenden an Vereine, Schulen, Kindergärten und Institutionen in Höhe von 20 000 Euro getätigt.

Im 125. Jubiläumsjahr der Bank wurde die solide Eigenkapitaldecke erneut gestärkt, insgesamt verfügt die Bank über ein erwirtschaftetes Eigenkapital von 16,7 Millionen Euro zuzüglich der Geschäftsguthaben der Mitglieder. Damit liegt die Bank deutlich über dem Schnitt und ist für magere Jahre gut gerüstet. Ziel der Geschäftspolitik ist das Bestehen am Markt und der Erhalt des Standortes Gerolzhofen, wo man die einzige Bank mit Sitz vor Ort ist. Fusionen sind derzeit nicht angedacht.

Der Jahresüberschuss der Bank erreichte 1,06 Millionen Euro „ein zufriedenstellendes Ergebnis“, sagte Henneberger. Der Vorschlag einer achtprozentigen Dividende, die damit weit über dem Zinsniveau liegt, wurde einstimmig angenommen.

Vorstand Hubert Zinkl wickelte die Regularien ab. Nach der Feststellung des Jahresabschlusses und der Gewinnverwendung erfolgte die einstimmige Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat.

Vorher hatte Aufsichtsratsvorsitzender Horst Herbert über das Ergebnis der gesetzlichen Prüfung berichtet. Der Prüfungsverband bescheinigte Vorstand und Aufsichtsrat gute Arbeit und bewertete die Bank weiterhin mit dem besten Rating „A“.

Die Vertreter wählten Georg Wagner und Dr. Jürgen Baumeister in den Aufsichtsrat. Gerhard Schuster ist aus dem Gremium ausgeschieden. Vorsitzender Horst Herbert dankte ihm für 14 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit im Aufsichtsrat mit einer Urkunde und einem Präsent.

Anschließend erfolgten Satzungsänderungen aufgrund Änderungen des Genossenschaftsgesetzes, die überwiegend formeller Natur sind. In diesem Zusammenhang wurde die Abschaffung des ehrenamtlichen Vorstandes im Jahr 2008 von einigen Vertretern hinterfragt. Die Satzungsänderungen wurden schließlich von den Vertretern beschlossen.

Als Gastredner hatte die Bank Pfarrer Roland Breitenbach eingeladen. Pfarrer Breitenbach sprach über „Neid – Hemmfaktor für Erfolg?“. Der weit über die Region bekannte Seelsorger von St. Michael in Schweinfurt stellte den aufmerksamen Zuhörern die Frage: „Wie können wir Neid so verwandeln, dass er nicht zerstört, sondern aufbaut?“ Pfarrer Breitenbachs Vortrag war wieder sehr kurzweilig und seine Gedanken sprachen die Zuhörer an.

Am Ende der Veranstaltung zeichnete Vorstandsvorsitzender Robert Wächter elf Jubilare für 50-jährige Mitgliedschaft aus. Die Geehrten erhielten neben einer Urkunde einen Präsentkorb. Wächter dankte den Ausgezeichneten für ihre langjährige Treue zur Bank und die Unterstützung in der Aufbauphase der „fünfziger Jahre“.

Folgende Mitglieder wurden geehrt: Johann Barth (Donnersdorf), Anton Brand (Gerolzhofen), Helmut Eisenmann (Kolitzheim), Oskar Gutbrod (Unterspiesheim), Georg Hubert (Kolitzheim), Ludwig Johanni (Herlheim), Oswald Pfrang (Donnersdorf), Gottfried Salender (Gernach), Wilhelm Schranz (Zeilitzheim), Thaddäus Siepak (Michelau) und Robert Weissenseel (Unterspiesheim).

 

 

 

 

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