Gemeinde will alte Schule abreißen

25.01.2019

Mainpost 25.01.2019

Kolitzheim

Gemeinde will alte Schule abreißen
n Zeilitzheim habe es zu wenige Anmeldungen für eine Kleinkindergruppe gegeben, berichtete Bürgermeister Horst Herbert in der Gemeinderatssitzung. Deshalb lasse man die Idee, in der alten Herlheimer Schule eine Kindergartengruppe einzuquartieren, fallen. So sei es nun möglich, ein Gemeinschaftshaus für Herlheim zu planen. Dafür soll das alte Schulgebäude abgerissen werden und ein kleiner Neubau entstehen. Dort soll ein großer Gemeinschaftsraum, ein Jugendraum und die Katholische öffentliche Bücherei untergebracht werden.
Die Vertreter der Herlheimer Vereine haben bereits eine der vier vorgestellten Varianten favorisiert, für die sich auch Gemeinderätin Katharina Graf einsetzte. Von der Herlinenstraße ausgehend soll entlang des westlichen Nachbarhauses ein Durchgang entstehen.

100 000 Euro für die Dorferneuerung
Östlich davon wird ein kleines Gebäude mit einem herkömmlichen Dach traufseitig erbaut. Hier könnte die Bücherei untergebracht werden. Im hinteren Hofbereich wird zum westlichen Nachbargebäude hin der ebenerdige Gemeinschaftsraum entstehen. In der südwestlichen Ecke neben dem Musikerheim könnte der Jugendraum eingerichtet werden. Diese beiden Gebäude sollen ein Flachdach oder ein flach geneigtes Dach erhalten.
Für alle Varianten würden in etwa die gleichen Kosten entstehen, sagte Walter Wiegand. Einen Betrag nannte er jedoch nicht. Lediglich auf die Frage von Kurt Scheuering antwortete Bürgermeister Herbert, er rechne mit 100 000 Euro für die Dorferneuerung. Da das Gebäude auch von kirchlichen Gruppen genutzt wird, müsse man die Kirche mit ins Boot holen, forderte Martin Mack. Das Vorhaben soll mit einem Architekten besprochen und ein Auftrag für die Planung erteilt werden.

Drei Bauanträge
Auch über drei Bauanträge, die Dominik Dorsch vorstellte, entschied das Gremium. Die Räte stimmten Veränderungen am Dach und einer Verlängerung der Grenzwand an der Garage an einem Einfamilienhaus am Mohnweg zu. Zwei Neubauten von Einfamilienhäusern, einmal mit Doppelgarage, in der Straße "Am Finkenflug" im Stammheimer Neubaugebiet wurden ebenfalls genehmigt.
"Es ist sehr gut gelaufen", sagte Bürgermeister Herbert zum Haushalt des vergangenen Jahres der Gemeinde Kolitzheim. Kämmerer Werner Knoblach legte ein gutes vorläufiges Rechenergebnis für das Jahr 2018 vor. Bei der endgültigen Jahresrechnung seien keine großen Änderungen zu erwarten, so der Kämmerer.

Gute Gewerbesteuereinnahmen
Erfreulich sei die Entwicklung bei der Gewerbesteuer. Hier hatte Knoblach 900 000 Euro angesetzt, letztendlich wurden 1,8 Millionen Euro eingenommen. Bei den Zinseinnahmen wurden 100 000 Euro erreicht. 400 000 Euro wurden beim Bauplatzverkauf erzielt. Allerdings, so Bürgermeister Herbert hierzu, werde dies im laufenden Jahr nicht so sein, da kaum noch freie Bauplätze zur Verfügung stehen.
Beim Verwaltungshaushalt lagen die Ausgaben circa zwei Millionen Euro unter dem Ansatz. So wurde im Personalbereich etwas weniger ausgegeben, beim sächlichen Verwaltungs- und Betriebsaufwand sogar beinahe eine Million Euro weniger. Knapp 150 000 Euro mehr als angesetzt muss die Gemeinde an Gewerbesteuerumlage bezahlen. Dies hängt wiederum mit der höheren Gewerbesteuereinnahme zusammen, erklärte Knoblach.

Schuldenstand gesunken
Keine großen Überraschungen gab es auch im Vermögenshaushalt. Als wesentliche Investitionen im vergangenen Jahr nannte der Kämmerer folgende Posten: 263 000 Euro betrugen die Zuschüsse an Kirchen für Renovierungen. 141 000 ging an die Altort- und Familienförderung. 115 000 Euro wurde für den Drosselschacht in Gernach ausgegeben. Der Kanalbau im Neubaugebiet Unterspiesheim kostete 515 000 Euro und der Wasserleitungsbau 126 000 Euro. Für 210 000 Euro wurden Fahrzeuge für den Bauhof angeschafft.
Der Schuldenstand der Gemeinde Kolitzheim betrug am 1. Januar 2018 zwei Millionen Euro, am 31. Dezember 1,75 Millionen Euro. Auch der Rücklagenstand hat sich von 6 Millionen Euro auf knapp 12 Millionen Euro erhöht. Allerdings, so der Kämmerer, sind diese Rücklagen im neuen Haushalt bereits eingeplant.

 

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