Gemeinde will Bauplätze ausweisen

08.02.2016

Mainpost, 08.02.2016

 

KOLITZHEIM

Gemeinde will Bauplätze ausweisen

 

Mit fünfzehn Einwohnern mehr, konnte der Gemeindeteil Kolitzheim einen Einwohnerzuwachs im vergangenen Jahr verzeichnen. Das berichtete Bürgermeister Horst Herbert bei der Bürgerversammlung im voll besetzten Sportheim in Kolitzheim. Unter diesen 15 zusätzlichen Einwohnern seien allerdings zwölf Flüchtlinge, die der Gemeinde zum Jahresende zugewiesen wurden.

Insgesamt habe es zwar mehr Sterbefälle als Geburten gegeben, durch die Zuzüge konnte der prognostizierte Einwohnerschwund jedoch gestoppt werden, stellte Herbert zufrieden fest.

Neben weiteren Leichenhäusern sei auch das Leichenhaus in Kolitzheim renoviert worden. Auf dem Spielplatz am Felsenkeller wurden, wie auf anderen Kinderspielplätzen der Gemeinde, im vergangenen einige Spielgeräte ausgetauscht, blickte der Bürgermeister auf die größeren Maßnahmen im Ortsteil Kolitzheim zurück.

Die anhaltende Nachfrage nach Bauplätzen werde auch in Kolitzheim zu einer Erweiterung oder Neuausweisung eines Baugebietes führen, kündigte das Gemeindeoberhaupt für das kommende Jahr an. An der ebenfalls für dieses Jahr geplanten Innen- und Außenrenovierung der Kirche werde sich die Gemeinde, wie üblich, mit einem erheblichen finanziellen Anteil beteiligen, sagte Herbert.

Im Hinblick auf eine mögliche Flurbereinigung konnte mit dem Amt für ländliche Entwicklung noch keine Entscheidung getroffen werden, informierte er. Eine Flurbereinigung hänge im Wesentlichen mit den Planungen der Ortsumgehung zusammen, die im Osten um Kolitzheim herum verlaufen soll.

Mit der amtlichen Vermessung könne der Ausbau der Ortsdurchfahrt in diesem Jahr abgeschlossen werden, und die Maßnahme dann auch abgerechnet werden, teilte der Bürgermeister den Kolitzheimern mit.

Leider konnte der Bau eines Ärztehauses nicht verwirklicht werden, bedauerte Herbert. Die Gemeinde habe alles in ihrer Macht stehende getan, um hier eine Lösung zu finden, betonte er.

Mit der ortsgestalterischen Maßnahme „grüner Ring“ könne noch nicht begonnen werden, weil die finanziellen Mittel aus dem Förderprogramm noch nicht zur Verfügung stehen, informierte der Bürgermeister über eine weitere schon lange geplante Maßnahme.

Mit dem Hinweis auf den Besuch der französischen Partnergemeinde am Pfingstwochenende eröffnete Herbert die Diskussionsrunde.

Eine Verbesserung der fußläufigen Verbindung zu Friedhof wünschte sich Rudolf Bender. Diese könnte im Zusammenhang mit der Umgestaltung der Einmündung der Rathausstraße erfolgen. Die Ausweisung von Parkplätzen am Friedhof wäre hier ebenfalls möglich, betonte er. In Hinblick auf die Umgehung sollte die Gemeinde die Initiative ergreifen, damit dieses Projekt nicht auf lange Zeit verschoben wird.

Der Neubau eines Feuerwehrhauses sollte aufgrund der derzeit sehr günstigen Zinsen, vorgezogen werden, appellierte der Vorstand der Feuerwehr an die Gemeindeverantwortlichen. Besonders das schadhafte Dach und die hohen Heizkosten des bestehenden Gebäudes wurden als Argumente angeführt. Mit dem Hinweis auf die derzeit noch laufenden Haushaltsverhandlungen wollte der Bürgermeister aber keine Zusage geben.

Die an Feldwegen aufgestellten Pfosten mit Hinweisschildern beeinträchtigen den Verkehr mit großen landwirtschaftlichen Maschinen, beklagten einige Landwirte. Es handle sich um die Beschilderung von Wanderwegen im Rahmen des Wanderwegenetzes des Landkreises, gab Bürgermeister Herbert Auskunft. Die Aufstellung der Schilder erfolgte auf öffentlichem Grund durch Mitarbeiter des Gemeinde- und Landkreisbauhofes.

Von Rissen im Fahrbahnbelag der Ortsdurchfahrt, über eine nicht sachgemäße Reparatur an der Kreisstraße nach Zeilitzheim bis zu Parkproblemen vor der Buswendeschleife reichten weitere Hinweise und Anliegen der Kolitzheimer in der Bürgerversammlung.

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