Gemeinderat diskutiert über Grünanlagen, Spielplätze und Weiher

14.06.2021

Mainpost 14.06.2021

Kolitzheim

Gemeinderat diskutiert über Grünanlagen, Spielplätze und Weiher

Der wiedergewählte Vorsitzende der örtlichen Rechnungsprüfung, Reinhard Heck, bescheinigte Kämmerer Werner Knoblach während der Sitzung des Kolitzheimer Gemeinderats eine gute und einwandfreie Buchführung im Rechnungsjahr 2020. Der Gesamthaushalt wurde mit 19,8 Millionen Euro festgestellt: 7,6 Millionen Euro entfallen auf den Vermögenshaushalt, 12,2 Millionen Euro auf den Verwaltungshaushalt. Die Schulden der Gemeinde betragen 1,25 Millionen Euro. Der Gemeinderat erteilte einstimmig die Entlastung.

Unter dem Punkt "Wünsche und Anregungen" berichtete Michael Ortner, dass er eine ganze Reihe Rückmeldungen erhalten habe, dass der Mühlgraben gereinigt werden müsse, da beim jüngsten Starkregen erneut Überschwemmungen aufgetreten seien. Bürgermeister Horst Herbert vertrat die Meinung, dass der Mühlbach Wasser aus einem großen Einzugsbereich aufnehme und Überschwemmungen daher unvermeidlich seien. Die Sohle des Mühlbachs zu reinigen, helfe wenig. Zudem sei es notwendig, eine gewisse Uferbepflanzung zu belassen, damit der Bachlauf nicht zuwächst. In Unterspiesheim seien auch keine Wohnhäuser unmittelbar von der Überflutung betroffen.

Ortner entgegnete, dass der Bach an manchen Stellen schon zugewachsen sei. Einig war er sich mit dem Bürgermeister, dass man einen Mittelweg zwischen ökologischen Belangen und den Wünschen der Anwohner finden solle. Die Anregung, das Wasserwirtschaftsamt um Rat zu fragen, wie man hier vorgehen könne, fand allgemeine Zustimmung.

Eric Dittmann wies darauf hin, dass an manchen Stellen die Bachsohle schon bewachsen sei. Dort habe sich Erde abgelagert, die den Wasserabfluss verlangsame. Robert Herbig informierte, dass man den Bach schon ausgeputzt habe, der Bach an manchen Stellen aber nur per Hand gereinigt werden könne. Dies habe früher Herr Graf gemacht, informierte Ortner; die Bürger wären aber bereit, gegen Entgelt die Reinigung dort per Hand vorzunehmen.

Herbig regte an, bei einer Rundfahrt durch die Gemeindeteile die Spielplätze zu besichtigen und Anregungen zur Ergänzung der vorhandenen Spielgeräte aufzunehmen. So berichtete Katharina Graf, dass Eltern sich eine Rutsche für kleinere Kinder wünschten. Dieser Wunsch bestehe auch in anderen Orten, wurde aus dem Gremium berichtet.

Es wurde berichtet, dass Bürger bemängelten, dass manche Grünflächen im Gemeindegebiet auch jetzt noch ungemäht bleiben. Herbig erklärte dazu, dass es wegen eines Personalenpasses Verzögerungen gäbe. Die Gernacher Gemeinderäte regten an, ihren Vorschlag aufzugreifen, festzustellen, welche Grünflächen von der Gemeinde versorgt werden, und welche privat. Dann könne man Patenschaften für Grünflächen vergeben, und so den Bauhof unterstützen und das bürgerschaftliche Engagement fördern. Herbert warnte vor überhöhten Ansprüchen an die öffentlichen Grünflächen.

Renate Moller fragte nach, wie es um die Planungen für den Weiher in Stammheim stehe. Der Bürgermeister informierte, dass der Planer erst im Herbst dazu komme, daran weiterzuarbeiten, was Moller enttäuschte – wie wohl auch viele Stammheimer –, da man die Sommerpause für eine Vorstellung der weiteren Schritte nutzen wollte. Sie sprach, unterstützt von Johanna Wieland, den Wunsch aus, diesbezüglich mit dem Planungsbüro Kontakt aufzunehmen und auf Beschleunigung zu drängen.

Ihre Frage, wie es um den Schulhausneubau stehe, beantwortete der Bürgermeister dahingehend, dass es "Signale" der Regierung von Unterfranken gebe, dass der dreizügige Ausbau genehmigt werde. Schriftlich liege noch nichts vor. Die Ausschreibung der Planungsleistungen stehe unmittelbar bevor. Der Bürgermeister informierte weiter, dass für die 16-Uhr-Gruppe der Ganztagsbetreuung im kommenden Schuljahr noch zwei Kinder fehlen. Er hoffe, dass die fehlenden zwei Anmeldungen für diese Gruppe noch erfolgen.

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