Germanist übersetzt Sprache der Jugend

13.02.2007

Mainpost 13.2.2007

 

Germanist übersetzt Sprache der Jugend

 

KOLITZHEIM Die Besucher der Faschingssitzung im vollbesetzten Vereinsheim des SV Kolitzheim sorgten für Stimmung beim Lied „Die Hände zum Himmel, die Hände zur Hölle“ unter Anleitung vom Sitzungspräsidenten Johannes Feldner, der von der Ministrantengruppe aus Oberspiesheim dabei unterstützt wurde.

Über fünf Stunden sorgte das Programm des Fünfer-Rates für gute Laune. Unter dem Motto „Die Narren sind nicht ausgeblieben, beim Kol'zemer Fasching 2007“ zeigten die Narren ihr Können in der Bütt und bei Sketchen. Das Publikum kam sowohl bei traditionellen als auch modernen Faschingstänzen nicht zu kurz. Für den Erfolg sorgten nicht nur tänzerisches Können, sondern auch farbenprächtige Kostümierung und gelungene Choreographie.

Dabei sicherten sich die Tanzgruppe „Sweeties“ ebenso wie die „Sweet Little's“ mit ihrem „Man in black“, die Freestyle Formation „Sternschnuppen“ aus Unterspiesheim, die Gardeformation „Baila Me“ aus Unterspiesheim und die Gardeformation „Blue Stars“ aus Unterspiesheim den Applaus der Gäste.

Bayerische Vizemeisterin

Tänzerische und sportliche Höchstleistung bot das Tanzmariechen Melanie Frey. Die bayerische Vizemeisterin tanzte bereits zum neunten Mal auf der Kolitzheimer Bühne. Die ungewöhnliche Konstellation der Tanzvorführung „Fluch der Karibik“, aufgeführt von Ministranten aus Oberspiesheim, erwies sich als Augenschmaus und tänzerisch sehr gut gelungen.

Die 15 Kolitzheimer Jugendlichen aus dem Bauwagen überraschten mit örtlichen Geschichten und Anekdoten in ihrer Gesangseinlage. Der angebliche Holzdieb kam ebenfalls aufs Tapet wie das Fällen der Pappeln am Kinderspielplatz. Mit dem Pfingst-Gebet: „Oh Herr, lass Hirn vom Himmel regnen und den Gemeinderat damit segnen“, bekam der Gemeinderat sein „Fett“ ab.

Über die Dialoge eines Lebenskünstlers (Patrik Häusner) beim Arbeitsamt, der zur Arbeit von einer Beamtin (Michaela Rüth) animiert werden sollte, gab es beim Publikum viel zu lachen. Nicht weniger lustig war der Versuch des Büttenredners David Häusner, als Germanist die Sprache der heutigen Jugend zu übersetzen. So lernten die Zuhörer die Übersetzung von „Wir crusen zum Frittenbunker“ in „Wir fahren zu McDonald's“.

Über die Erlebnisse zweier Restaurantbesucher mit einem seltsamen Kellner berichteten in ihrem Sketch Yvonne Grau, Eva-Maria Günther und Juliane Bumm. Auf die Frage des Besuchers: „Sind Sie frech oder dumm?“ kam die Antwort des Kellners: „Ich muss mich ja nach meiner Kundschaft richten“.

OP-Fachmarkt

Die Büttenrednerin Gudrun Rieger als Ballettmaus sowie auch der Sketch über die Gesundheitsreform „OP-Fachmarkt“ zogen die Aufmerksam des Publikums auf sich. Bereits seit 19 Jahren beteiligt sich der „Club 87“ am närrischen Programm. Mit der Parodie des Liedes „Pflaumenbaum“ sorgten sie für gute Stimmung im Saal. Komplettiert wurde das Fünf-Männer-Team erst vor der Pause durch einen Besucher der Sitzung. Mit Ironie und Spott brachten die Bodyguards so manches aus der Politik auf den Punkt.

Ein flotte Sohle legte Susi Keck aus Biebelried auf Parkett. Sie zeigte ihre Verwandlungskünste auf der Bühne. Unter Leitung von Karlheinz Feldner gestaltete die Kolitzheimer Musikanten musikalisch den gelungenen Abend.

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