Gesang, Gedichte, Büttenreden

25.02.2019

Mainpost 25.02.2019

Gernach

Gesang, Gedichte, Büttenreden

n einem bunten, abwechslungsreichen Programm konnten sich die Senioren bei "ihrem" Fasching erfreuen. Der Seniorenkreis Gernach unter Leitung von Hugo Hetterich hatte es organisiert. Für Stimmung sorgten Hermann Laarz mit seiner Gitarre und Alfred Glos, der ihn mit seinem Gesang unterstützte und die Seniorenschar zum Mitsingen animierte, denn zwischen den Programmpunkten waren die Senioren immer wieder eingeladen zu Schunkelrunden mit bekannten Faschingsliedern. 

Die nicht allzu frommen Gedanken, die sich eine gar fromme Gottesdienstbesucherin während der Messe machte, schilderte Alfred Glos: Nicht nur, dass sie sich Sorgen machte um ihren Braten in der Röhre, der - je länger die Predigt währte - umso mehr zerfiel, sondern sie empörte sich auch, dass eine geschiedene Frau mit ihrem neuen Lebenspartner sich in das Gotteshaus traute. Klar, dass sie dem Seelsorger am Schluss des Gottesdienstes Honig um den Bart schmierte: "Schön ham´sie gepredigt, Herr Pfarrer. Es hätt´ruhig noch länger dauern können."

Elmar Fuchsberger als Gastredner aus Hirschfeld berichtete über seine Erlebnisse auf einem Kuraufenthalt. Während er die 2000 Euro, die er mitgenommen hatte, bis auf den letzten Cent ausgibt, bringt seine Frau von ihrer Kur die 2000 Euro wieder mit. Sie hatte jemanden kennengelernt, der sie freihielt. Die Erklärung für ihren Mann: "Das war genau so a Depp wie Du." Weitere Reime dichtete Hermann Laarz über eine Frau, die für ihr Leben gern Sudoku-Rätsel löst und einen Freund von Schnupftabak. Dieter Dietz zeigte auf eindrückliche Weise, wie man mittels spezifischer Getränke Sprachen lernen kann: Es war deutlich zu hören, dass Wodka die Russisch-Kenntnisse deutlich erhöht, und Rotkäppchen-Sekt das Sächsische fördert. Mit dem Geläute kleiner Glocken, die an das Publikum verteilt wurden, erinnerten Alfred Glos und Hermann Laarz in einem gemeinsam gesungenen Lied, wie wichtig die Glocken für das Dorf sind. 

Das Leben als Penner auf ihrem Bänkchen schilderten Alfred Glos und Erhard Scholl. Angesichts der strittigen Themen im Dorf verzichten sie auf eine Kandidatur bei der nächsten Bürgermeisterwahl und stellen fest: "Wir müssen uns keine Sorgen machen, wir brauchen keine Schule und keinen Kindergarten. Wir haben unseren Wein, das ist unser Trost" - und erhoben ihre Flaschen auf das Wohl des Gemeindeoberhauptes. Den Abschluss des Programms bildete der Gardetanz der großen und kleinen Garde, die mit ihren Tänzen die Senioren begeisterten. Es tanzten: Rebecca Barth, Lara Klüpfel, Svenja Schreckenbach, Alena Dresch, Alena Schmitt, Selina Hoffart, Lisa Dresch, Ronja Mauder, Annika Mauder, Sarah Heil und Selina Fuß.

Hatte die Faschingsveranstaltung mit Kaffee und Krapfen begonnen, endete sie mit dem gemeinsamen Abendessen, das das Küchenteam des TSV Gernach unter der Leitung von MaryAnn Fuchsberger vorbereitet hatte.

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