Gespenstergeschichten in passender Umgebung

28.03.2006

Mainpost 28.3.2006

 

Gespenstergeschichten in passender Umgebung

 

Zeilitzheim (BAP) Eigentlich sollte "Gustav, das kleine Spukgespenst" im Schlosskeller spuken. Aus Angst vor Spinnen-Netzen und Mäusen nimmt er allerdings Reißaus und landet in der für ihn fremden Stadt. Dort sieht, hört und erfährt er viel Interessantes und Neues, ehe er letztendlich bei der Geisterbahn ankommt.

Gebannt lauschten Kinder und Erwachsene in der passenden Umgebung von Schloss Zeilitzheim dieser Gespenstergeschichte des Kinder- und Jugendautors Volkmar Röhrig. Im Rahmen des Ostermarktes (siehe Bericht auf dieser Seite) stellte der Autor ausdrucksstark und einprägsam in mehreren Leserunden eine Reihe seiner Werke vor interessiertem jungem und erwachsenem Publikum vor. Auch weitere Geschichten wie die von "Heinrich, dem Heuler", einer kleinen traurigen Seerobbe aus dem Zoo, deren Eltern gestorben waren, sowie vom Papagei Pit mit seinen frechen Sprüchen wurden von den Zuhörern aufmerksam verfolgt.

Dabei hörten die Kinder nicht nur einfach zu, sondern nahmen durch Einwürfe auch lebhaft am Geschehen teil, beantworteten Fragen des Autors oder fragten immer wieder nach. Auch für die Jüngsten, die noch nicht lesen können, aber mitlesen möchten, hat der Autor Bücher gestaltet.

Lebhaft beteiligten sich die Kleinen an der Geschichte über "Felix, den Baggerfahrer". Durch Bilder zwischen den Texten konnten sie immer wieder die Sätze ergänzen, und gemeinsam wurde so vom Bau eines Hauses, vom Beginn bis zur Fertigstellung, gelesen.

Für Kinder und Erwachsene sollen seine Geschichten spannend und interessant sein, erklärte Röhrig seine Motivation. So sollen beim Vorlesen zum Beispiel Enkel und vorlesende Omas Freude an der Geschichte haben. Und natürlich sollen Kinder zum Lesen animiert und ihnen gezeigt werden, dass dies auch Spaß macht. Er habe zwar auch schon für Erwachsenen geschrieben, konzentriere sich nun aber vor allem auf Bücher für Jugendliche und Kinder, so der Autor. Die Kleinen reagieren unverfälscht und naiv auf die Geschichten, und er wolle deren Phantasie provozieren.

Volkmar Röhrig lebt in Mainstockheim und ist auch in Schulen im ganzen deutschsprachigen Raum ein gern gesehener Gast. Er versucht, mit seinen Geschichten den Schülern ein anderes Lese-Verständnis zu vermitteln und sie davon zu überzeugen, dass Lesen Spaß machen kann.

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