Gewässerentwicklung ist Thema der Zukunft

20.01.2020

Mainpost 20.01.2020

Herlheim           Bürgerversammlung

Gewässerentwicklung ist Thema der Zukunft

Bei der Bürgerversammlung in Herlheim konnte Bürgermeister Horst Herbert zahlreiche interessierte Bürger begrüßen. Zunächst ging das Gemeindeoberhaupt auf die zu Ende gehende Wahlperiode ein. Elf der derzeitigen Gemeinderäte werden aus dem Gremium ausscheiden, wodurch es große Änderungen geben werde. So galt Herberts besonderer Dank auch dem Herlheimer Gemeinderat Walter Wiegand, der 24 Jahre lang die Bürger vertrat. Damit gehe eine Ära zu Ende, Wiegand werde Spuren hinterlassen, so das Gemeindeoberhaupt. Auch Katharina Graf dankte er, die sich erneut zur Wahl stellt.

Bürgermeister Horst Herbert gab mithilfe einer Präsentation eine Übersicht auf die Schwerpunkthemen des letzten Jahres und der Wahlperiode 2014 bis 2020. Von den 5644 Einwohnern der Gemeinde Kolitzheim lebten zu Beginn dieses Jahres 476 in Herlheim. Dies sind 15 Bürger weniger als 2019 und 14 weniger als 2014. In Herlheim wurden zwölf Bauplätze erschlossen, deren Verkauf, ebenso wie die in Unterspiesheim, spätestens im März beginnen soll. Für die Vergabe wird voraussichtlich ein Punktesystem angewendet werden, von dem Einheimische profitieren sollen.

Vor der Standortfestlegung für den bereits beschlossenen Neubau einer zentralen Grundschule muss zunächst ein pädagogisches Raumentwicklungskonzept erstellt werden, so das Gemeindeoberhaupt weiter. Erst nach dessen Vorlage könne eine Entscheidung für Herlheim oder Unterspiesheim getroffen werden.  Auch der Mobilfunkausbau schreitet voran. Für Herlheim habe man einen Antennenstandort beim Pumpwerk der Kläranlage gefunden. Hierzu laufen die Planungen.

Glasfaseranschluss in der Grundschule verwirklicht

Das Herlheimer Grundschulgebäude erhielt im vergangenen Jahr einen Glasfaseranschluss, und es wurden digitale Klassenzimmer eingerichtet, so das Gemeindeoberhaupt. Auch die Planungen zum Bau eines Gemeinschaftshauses am Standort der alten Schule in der Dorfmitte werden fortgesetzt. Das Amt für ländliche Entwicklung habe das Vorhaben nun ohne weitere Bedingungen abgesegnet und beteilige sich an der Finanzierung. Letztendlich bedankte sich Horst Herbert bei allen Feuerwehrleuten, die er für unverzichtbar bezeichnete. Nach einer Krise bei der Herlheimer Wehr gebe es nun wieder genügend Aktive.

Als nach einer Pause die Bürger zu Wort kamen, zeigten sich die Herlheimer recht zufrieden. Sie hatten nur wenige Anliegen. Josef Fledering wollte Genaueres zum geplanten Solarpark bei Wadenbrunn wissen. Es gebe noch keinen offiziellen Antrag, nur die Voranfrage, antwortete Bürgermeister Herbert. Danach soll rund um Wadenbrunn auf einer Fläche von 130 Hektar diese Mammut-Anlage entstehen. Bei der Regierung von Unterfranken habe es Gespräche gegeben, die gezeigt hätten, dass ein Rückbau nach 25 Jahren nicht sehr einfach sei. Vieles sei noch unklar, so Horst Herbert. Graf Schönborn baue die Anlage nicht selbst, sondern verpachte nur sein Land. Der Planer suche dann einen Investor. Auch gebe es unter den Landwirten der umliegenden Orten Befürchtungen, dass sie durch die Gutsverwaltung überboten werden, falls Grundstücke zur Pacht angeboten werden.

Weiter wies das Gemeindeoberhaupt auf ein Positionspapier hin, das der Gemeinderat vor zehn Jahren beschlossen hat. Danach sollen nur zwei Anlagen pro Ortsteil erlaubt werden, und die Fläche darf nur fünf Prozent der Gemarkung betragen. Zu diesem Thema lud Gemeinderat Alfred Bumm zu einer Informationsveranstaltung ins Kolitzheimer Sportheim ein. Sie findet am Donnerstag, 30. Januar, um 19.30 Uhr statt.

Radwegplanung stagniert

Zu einer weiteren Versammlung lud Bürgermeister Herbert ein. Den Gemeinden Kolitzheim und Sulzheim wird am Dienstag, 4. Februar, im Sportheim Herlheim ein gemeinsames Gewässerentwicklungskonzept vorgestellt. Hierfür könnte eventuell die alte Herlheimer Kläranlage als Auffangbecken dienen.

Eine weitere Frage betraf den Fahrradweg, der zwischen Herlheim und Alitzheim gebaut werden soll. Hier stagniere die Planungsphase, lautete die Antwort. Auf der Trasse bei Alitzheim leben Zauneidechsen, für die erst Ausweichflächen gefunden werden müssen.

Auch nach fehlenden Verkehrsspiegeln wurde gefragt. Diese werden nur im äußersten Notfall eingesetzt, antwortete Herbert hierauf. Sie sorgten nicht für mehr Sicherheit, seien sich Experten einig. Besser sei es, wenn vorsichtig in eine unübersichtliche Stelle hineingefahren werde.

 

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