Größere Pfarrfamilie birgt Chancen

27.11.2006

Mainpost 27.11.2006

 

Größere Pfarrfamilie birgt Chancen

 

Unterspiesheim (ES) Zum ersten Mal gemeinsam fand der Pfarrfamilienabend der Gemeinden Unterspiesheim, Oberspiesheim, Gernach und Grettstadt in diesem Jahr statt. Vor rund einem Jahr war Pfarrer Georg Hartmann zusätzlich die Gemeinde Grettstadt anvertraut worden.

 

Heidi Reißner, die Sprecherin der Oberspiesheimer Pfarrgemeinderäte, hatte die Gäste im Gemeindezentrum in Unterspiesheim begrüßt. "Wir alle sind Kirche", so die Ortssprecherin, das bedeute, dass nicht nur die Funktionsträger und der Pfarrer die Ortskirche bildeten, sondern dass alle dazu aufgerufen seien, Kirche vor Ort mitzugestalten. Besonders hatte sie die starke Grettstadter Gruppe begrüßt. Sie gab ihrer Hoffnung Ausdruck, dass dieser erste Pfarrfamilienabend der Beginn eines guten gemeinsamen Weges sei.

Anita Laskowski, Mitglied des Pfarrgemeinderats aus Oberspiesheim, Wortgottesdienstleiterin und Leiterin der Troubadour-Gruppe, lud dann alle Vereine, Gruppen und Initiativen aus der Kirchengemeinde Oberspiesheim zu einer kurzen Vorstellung zum Interview. Dabei ging man einen Gang durch das Leben des Menschen: beginnend bei den Kleinsten, stellten Uwe Henke und Helga Gerlach den Kindergarten Oberspiesheim vor.

Magdalena Gottscholl berichtete über die Oberspiesheimer Ministranten und Ministrantinnen. 18 Mädchen und Jungen verrichten den Dienst am Altar.

Doris Berchtold berichtete über die Troubadour-Gruppe: Mit modernen Liedern, die man mit den Kindern einübe, suche man den Kindern und Jugendlichen einen ihrem Lebensgefühl und Erleben angemessenen Zugang zum Glauben und zur Kirche zu erleichtern. Elf Kinder machen zurzeit in der Gruppe mit.

Rita Burger machte mit der Katholischen Öffentliche Bücherei bekannt, ein Gemeinschaftsprojekt, getragen von den Kirchengemeinden Oberspiesheim und Unterspiesheim.

Frauenbund findet Anklnag

Die Vorsitzende des Frauenbundes Oberspiesheim- Unterspiesheim, Betty Scheuring, stellte ihren Verband vor. Die Betreuung der Krabbelgruppe, Ausflüge, die jährliche 6-Tages-Fahrt, die drei Faschingssitzungen, die stets guten Anklang finden, aber auch viel Arbeit machen, aber auch die Seniorenbetreuung sind einige Beispiele aus der Palette der Aktivitäten des Frauenbundes.

Resi Nöth aus Oberspiesheim informierte, dass in Oberspiesheim im Gemeindehaus montags eine Gymnastikstunde statt findet, verantwortet vom Frauenbund. Zwölf bis 14 Frauen nehmen regelmäßig teil.

Zum Lachen brachte Elly Herbert, die Verantwortliche für den Seniorenkreis Oberspiesheim, als sie anmerkte, dass der Gasthof Friedrich nur "für den Seniorenkreis und für Beerdigungen" noch geöffnet sei. Sie informierte, dass jeweils am zweiten Dienstag im Monat etwa 25 ältere Personen "von 60 bis 90" sich träfen.

Kirchenpfleger Franz Eisenhut-Fuchsberger stellte die Aufgaben der Kirchenverwaltung vor.

Mindestens ein Gottesdienst

Heidi Reißner gab den Rückblick über die Aktivitäten in den einzelnen Pfarreien. Durch die Zugehörigkeit von Grettstadt zu der Pfarrei mussten die Gottesdienste in allen Gemeinden neu organisiert werden. Ziel bei dieser Planung sei es, zumindest an jedem Sonntag eine Versammlung von Christen stattfinden zu lassen, betonte Heidi Reißner.

Klaus Vollmuth, der Vorsitzende des Pfarrgemeinderats in Grettstadt bedankte sich bei den drei Gemeinden Unterspiesheim, Oberspiesheim und Gernach, dass man Grettstadt trotz mancher Bedenken eine gewisse, zeitlich begrenzte Bevorzugung gewährt habe. Man habe in Grettstadt große Aufgaben vor sich, und daher warb Klaus Vollmuth um Verständnis, dass es die Fülle dieser Aufgaben unmöglich mache, in der Weise auf die anderen Gemeinden zuzugehen, wie man sich das wünsche. Er äußerte sich optimistisch, dass die Notwendigkeit des Zusammenschlusses auch neue Möglichkeiten mit sich bringe.

Elke Dressel berichtete über das Ferienlager für die Ministrantinnen und Ministranten zwischen neun und zwölf Jahren. Lustig und kurzweilig war die Power-Point-Präsentation der Romwallfahrt der Ministranten aufgemacht, die Sara Dünninger, Julia Erhmann, und Stefanie Gottscholl vorbereitet hatten.

"Ausblick und Visionen" hatte Pfarrer Georg Hartmann seinen Beitrag überschrieben. Er stellte dar, dass der Zusammenschluss der Gemeinden - der Weg gehe ja in Richtung Pfarreiengemeinschaft - manche Herausforderungen mit sich bringe. Er hoffe, dass sich Frauen und Männer bereit fänden, die sich als Leiter für Wort-Gottes-Feiern zur Verfügung stellen würden und die entsprechende Weiterbildung absolvieren würden.

Struktur der Pfarrgemeinderäte

Die neue Situation der Pfarreien vier statt bisher drei mache es seiner Meinung auch notwendig, über neue Strukturen der Pfarrgemeinderäte nachzudenken.

In der anschließenden Diskussion lud Erhard Scholl dazu ein, den "Kirchgänger aktuell" durch eigene Beiträge noch bunter zu gestalten.

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