Große Lösung für die Bauplätze im Nordosten von Kolitzheim

12.05.2017

Mainpost 11.05.2017

KOLITZHEIM

Große Lösung für die Bauplätze im Nordosten von Kolitzheim

Breiten Raum in der Gemeinderatssitzung nahmen die Planungen für das Neubaugebiet in Kolitzheim ein.
So begrüßte der stellvertretende Bürgermeister Martin Mack, der die Sitzung leitete, die Vertreterinnen des Planungsbüros Arc-grün, Sylvia Haines und Anja Hein aus Kitzingen, die die Konzeptionen hiefür vorstellten.

Im nordöstlichen Bereich von Kolitzheim habe man sich für eine große Lösung für ein Baugebiet entschieden, schickte Dominik Dorsch von der Gemeindeverwaltung voraus. Auch die alte Kläranlage sei inbegriffen. Mehr als die Hälfte des Areals befinde sich im Besitz der Gemeinde. Die Haupterschließung des Gebietes erfolge über den jetzigen landwirtschaftliche Weg, der von Süden nach Norden führt, informierte Sylvia Haines. Östlich und westlich hiervon entstehe ein allgemeines Wohngebiet mit großzügigen Grundstücken.
Zwei Zufahrtsmöglichkeiten Richtung Osten gibt es auch vom Max-Pohly-Ring aus. Im Norden des Gebietes und im westlichen Grabenbereich werden Grünflächen entstehen. Auch die alte Kläranlage wird hierin eingeschlossen.

Die Gebäude im Gebiet sollen mit flach geneigten Dächern einen modernen Charakter erhalten. Allerdings werden auch steilere Dächer im fränkischen Stil erlaubt, wurde nach einer kurzen Diskussion beschlossen. Doppelhäuser werden ebenfalls möglich sein.
Acht Meter breit werden die öffentlichen Flächen, berichtete die Planerin weiter. Neben der 4,50 Meter breiten Fahrbahn sind darin ein Mehrzweckstreifen mit Bepflanzung und ein einseitiger Gehweg von 1,5 Meter Breite enthalten. Verschwenkungen im nach Norden führenden Hauptweg sollen den Verkehr bremsen.
Pro Baugrundstück sollen zwei Stellplätze ausgewiesen werden. Die Entwässerung im Baugebiet soll über ein Trennsystem erfolgen. Das Regenwasser wird in die ehemaligen Klärteiche abgeleitet.

Reinhold Holzheid machte auf eine im Boden liegende Stromleitung entlang der jetzigen Siedlung zur Trafostation aufmerksam. Diese solle möglichst herausgenommen und unter die künftige Straße verlegt werden, wurde angeregt. Anja Hein ging auf die Grünordnung für das Baugebiet ein. Es werden etwa 1,15 Hektar Ausgleichsfläche für die Versiegelung nötig. Diese werden im nördlichen Bereich des Gebietes und in den Grünstreifen angelegt. Auch die ehemalige Kläranlage ist inbegriffen. Ein Gewinn seien hier die alten Klärteiche, aus denen ein Biotop werden soll. Auch einen Spielplatz wird es geben.
Ein bestehender Waschplatz mit Tankstelle für Landwirte ist im Bestand und wird erhalten. Mit Bodendenkmalen, die sich im Bereich der alten Kläranlage und vielleicht auch darüber hinaus befinden, müsse man sich noch näher befassen, machte Planerin Haines aufmerksam.

Mit dem Entwurf des Bebauungsplans und der Änderung des Flächennutzungsplans zeigten sich die Räte einstimmig einverstanden. Nun werden die Träger öffentlicher Belange informiert und die Planungsunterlagen werden vier Wochen in der Gemeinde ausgelegt.

 

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