"Große Lücke hinterlassen"

12.05.2006

Mainpost 12.5.2006

 

"Große Lücke hinterlassen"

 

Stammheim (vgs) Martin Scheller, der nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 44 Jahren starb, wurde im Beisein einer großen Trauergemeinde zu Grabe getragen. Mit Martin Scheller verliere die Gemeinde einen hilfsbereiten und freundlichen Mitmenschen, dessen Tod nicht nur bei seiner Familie eine große Lücke hinterlasse, sagte Pfarrer Wendelin Lieb. "Sein Leben hat allen gut getan", stellte der Stammheimer Pfarrer fest. Martin Scheller, verheiratet, drei Kinder, war Winzer und Landwirt mit Leib und Seele. Bereits 1987 übernahm er den elterlichen Winzerhof von seinem Vater und hatte ihn seither erfolgreich bewirtschaftet. Neben der eigenen Schnapsbrennerei, dem Spargel und Obstanbau lag Schellers Augenmerk auf dem Weinbau. Seine Verbundenheit zum Wein zeigte sich auch in zahlreichen Aufgaben, die er in diesem Bereich übernommen hatte. Das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden im örtlichen Winzerverein begleitete er seit 1997 ebenso selbstverständlich wie die Mitgliedschaft im Aufsichtsrat der Gebietswinzergenossenschaft Franken in Repperndorf seit 1989. Auch die Gemeindepolitik hatte ihn bereits in jungen Jahren interessierte. Von 1990 bis 1996 vertrat er die Interessen des Winzerortes im Gemeinderat Kolitzheim. Hierfür sprach Bürgermeister Horst Herbert seinen persönlichen Dank aus. 1996 übernahm Martin Scheller als Feldgeschworener eine weitere vertrauensvolle Aufgabe. Darüber hinaus war er Mitglied in vielen Stammheimer Vereinen wie dem Obst- und Gartenbauverein und dem Sportverein. Auch in der Feuerwehr Stammheim war er seit 1979 aktiv.

Das Ansehen, das Martin Scheller über die Ortsgemeinschaft hinaus genoss, spiegelte sich in der großen Anzahl derer nieder, die den Trauerfeierlichkeiten beiwohnten und ihm das letzte Geleit gaben.

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