Gruselkabinett beim Frauenbund

25.02.2019

Mainpost 25.02.2019

 

Stammheim

Gruselkabinett beim Frauenbund

Mit dem knarrigen Öffnen von zwei Sargdeckeln und dem Ausstieg von zwei Skeletten aus den Särgen wurde das schaurige Gruselkabinett bei der Faschingssitzung des Frauenbundes Stammheim im vollbesetzten Pfarrheim eröffnet. Die beiden Moderatorinnen Katrin Kittel und Anna Schiller begleiteten in ihrem Skelettoutfit das närrische Publikum auf eine Reise durch die Schattenwelt der Untoten.

Das Gardeduo Annika Niedermeyer und Lea Karbacher heizten zu Beginn der Faschingssitzung den Narren, mit ihrem schwungvollen Gardetanz mit eigener Choreographie, kräftig ein. Aus Transsylvanien machten sich neun Showtanz-Vampire auf den Weg nach Stammheim. Mit ihren wehenden, schwarzen Umhängen verbreiteten sie "Dracula-Feeling". Wenn sich drei Mülltonnendeckel im Rhythmus des Liedes "Mana-Mana" abwechselnd öffnen und jeweils ein Skelett herausschaut, dann ist dies zwar zunächst makaber, die Choreographie und Mimik der drei Darsteller sorgte jedoch für wahre Lachsalven beim närrischen Auditorium. Der Auszug der Skelette mit ihrem fluoreszierenden Leuchtstäben war ein echter Hingucker.

Passend zum Weinort Stammheim präsentierte die Gardeformation "Eselsberg" einen akrobatischen Gardetanz mit imposanten Hebefiguren und begeisterte damit die Närrinnen und Narren. Zum "Bodyforming" fand sich die Gymnastikgruppe "Six Pack" auf der Faschingsbühne ein. Drei jüngere und drei in die Jahre gekommenen Damen bekämpften bei anstrengenden Übungen ihre Figurprobleme. Beim Dehnen, Strecken, Kniebeugen und einer Hand-to-Feed-Übung kamen natürlich viele Anektoden rund um die Fitness zur Sprache.

Star-Wars-Atmosphäre verbreiteten die fünf Stamier-Trooper mit ihren Stormtrooper-Masken bei ihrem Showtanz zu den Abenteuern aus dem Weltall. Von den Höhen und Tiefen des Lebens von der Geburt bis Tod erzählten die beiden "Lebensläufer" Johannes Moller und Nikolas Keilholz. Mit ihren Gitarren sangen sie in ihrem musikalischen Sketsch Lobgesänge auf ihr geliebtes Stammheim, aus dem sie niemals fortgehen wollen, und wo sie den Dialekt "total erotisch" finden. Bei ihrem musikalischen Lebenslauf blickten die beiden Stammheimer auch in die Zukunft und wünschten sich einen Lebensabend in einer Senioreneinrichtung in ihrem geliebten Stammheim mit Blick auf den Main und die Weinberge. Diese musikalische Glanzleistung des Gitarrenduos mit den selbst getexteten Liedbeiträgen wurde vom närrischen Publikum mit begeisterten Applaus honoriert.

Angelina Seiler präsentierte einen Solotanz der Extraklasse mit einer anspruchsvollen Choreographie und akrobatischen Elementen. "Unser Weiher soll bleiben - müssen nur die Weiper dort verdreiben" skandierten die Damen des Frauenbund Stammtisches. Ihre lautstarken Forderungen unterstrichen sie mit Plakaten und Transparenten, auf denen sie für den Erhalt "ihres Weihers" kämpfen. Von vielen weiteren Begebenheiten hatte die Tratschrunde aus und in Stammheim zu berichten. So musste der Bus beim Ausflug des Gesangsvereines nochmal umkehren, weil man die Noten für den Auftritt vergessen hatte. Die "Vorstandsweiber" wurden beim Ausflug des Frauenbundes am Weihnachtsmarkt in Regensburg von der Polizei zum Bus gebracht, weil sie den Weg nicht zurückgefunden hatten. Beim Fischerstechen in Nordheim hat die Stammheimer Weinprinzessin ihre Krone verloren, leider wurde sie nicht mehr gefunden. Dies hätte im Stammheimer Weiher nicht passieren können, dort wurde nach dem Straßenweinfest sogar ein Verlobungsring wieder gefunden.

Ein neuer Pfarrer?

Eine Stammtischschwester hatte vermutet, dass es in Stammheim einen neuen Pfarrer gibt. Dabei hatte sich Pfarrer Andreas Engert nur einen Bart wachsen lassen und damit sein Aussehen verändert. Es wurde weiter vermutet, dass er sich damit für die Passionsspiele in Sömmersdorf bewerben wollte. Ausdrücklich gelobt wurden die Backkünste des Pfarrers, der für den Autofreien Sonntag drei Torten gebacken hatte. Diese waren jedoch reichlich alkoholgetränkt, dass man mit drei Stücken Torten und einem Schoppen wohl fahruntüchtig war. 

Batman und Batwoman durften beim Gruselkabinett in Stammheim nicht fehlen und so boten die "Umherschleicher" in ihren stilechten Fledermauskostümen ein schaurig, schönes Bild bei ihrem Showtanz.

Eine Walpurgisnacht in den Stammheimer Weinbergen präsentierten die "Wengertshexen" mit ihren farbenfrohen Kostümen bei ihren Ritt auf den Hexenbesen. Mit sieben Kindern von drei Frauen hat man es nicht leicht, behauptete der Superdad Alexander Moller. Er berichtete aus seinen bewegten Familienleben, für das er sich auch mal Tipps aus dem Internet holt. Manche Frauen trauen sich in Stammheim gar nicht mehr auf die Straße weil sie befürchten schwanger zu werden, vermutete der Superdad im Hinblick auf den Babyboom in Stammheim. 

Heavy Metal zum Abschluss

Aus dem Reich der Untoten kamen die Zombies beim Todesspiel auf die Faschingsbühne. Die acht Tänzerinnen brachten vor der schaurigen Grabsteinkulisse bei ihrer Jagd auf eine kleines Mädchen die Narren zum Gruseln. Zum Abschluss des närrischen Faschingsabends brachten die Voigasbuam mit ihrer Hommage an die Rocklegenden AC/DC, Kiss, Queen und Meat Loaf lautstarke Hardrockstimmung auf die Bühne. Passende Outfits und Luftgitarren-Soli rissen das Publikum zu Begeisterungsstürmen hin.

Beim grandiosen Finale aller Akteure bedankte sich Vorsitzende Claudia Seißinger die Vorsitzende des Frauenbundes bei allen Mitwirkenden vor, auf und hinter der Bühne und dem Bewirtungs- und Serviceteam unter der Leitung von Brigitte Klüpfel.

Mitwirkende:

Gardeduo: Annika Niedermeyer, Lea Karbacher; Trainerin: Rosi Prowald

Mainsternchen: Hannah Eberle, Nina Brehm, Lena Hogen, Tina Leixner, Hanna Weidner, Nina Wagenhäuser, Emma Ebert, Jette Friedrich, Mara Friedrich; Trainerinnen: Sabrina Bauer, Vroni Seißinger

Die Gruseltonne: Jannik Moller, Max Leixner, Cedric Seiler; Trainerinnen: Elisabeth Weißenseel, Birgit Schug

Formation Eselsberg: Lena Ziegler, Laura Ziegler, Verena Wagenhäuser, Angelina Seiler, Antonia Ebert, Leonie Bedenk

Six Pack: Irene Schmitt, Christina Schmitt, Andrea Völk, Marion Schley, Lena Vollmuth, Katharina Hackenberg-Magda

Stamier Trooper: Laura Ziegler, Leonie Bedenk, Hanna Weißenseel, Elena Seißinger, Lena Ziegler

Die Lebenläufer: Johannes Moller, Nikolas Keilholz

Soloparade: Angelina Seiler (aktiv beim TSV Volkach)

Stammtisch: Claudia Seißinger, Hildegard Hackenberg, Hiltrud Wieland, Doris Wieland, Irene Schmitt, Marion Schley

Umherschleicher: Theresa Moller, Katharina Wieland, Carina Müller, Patricia Moller, Anna Karbacher, Eva Moller, Veronika Moller, Johanna Tenschert, Patrick Müller, Manuel Moller, Johannes Moller, Nikolas Keilholz; Trainerin: Carina Moller

Wengertshexen: Verena Seißinger, Vroni Seißinger, Sabrina Bauer, Silena Werner, Elisabeth Klüpfel

Superdad: Alexander Moller

Todesspiel: Amelie Dietrich, Sina Krapf, Freya Hahner, Monique Niedermeyer, Johanna Hetzel, Luisa Wieland, Annika Moller, Anna Völk

Voigasbuam: Marcel Klein, Stefan Wieland, Lorenz Scheller, Manuel Reusch, Alexander Moller, Matthias Hübner, Jürgen Seißinger, Markus Moller, Manuel Moller, Nikolas Wirsching; Trainerinnen: Verena Seißinger, Janina Heimbuch

Moderation: Katrin Kittel, Anna Schiller

Technik und Bühnenbild: Alexander Schug, Tobias Bauer, Julian Seißinger, Philipp Seißinger

Musiker: Udo Häusner

Film: Walter Weißenseel

Leitung der Bewirtung: am Freitag Brigitte Klüpfel, am Samstag Brigitte Seißinger und am Sonntag Nadine Dietrich und Manuela Krapf

Dekoteam: Doris Wieland (Ltg.),  Birgit Schug, Elisabeth Weißenseel, Carina Moller, Eva Moller, Veronika Moller, Helene Götz

Kartenvorverkauf: Helene Götz

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