Harte Zeiten gut gemeistert

06.02.2007

Mainpost 6.2.2007

 

Harte Zeiten gut gemeistert

 

GERNACH (ES) Gottfried Salender ist 70

Gottfried Salender kann heute in Gernach 70. Geburtstag feiern. Am 6. Februar 1932 geboren, besuchte er hier die Volksschule. Als ältester Sohn musste er schon früh in der elterlichen Landwirtschaft mithelfen, da sein Vater bis 1947 im Krieg und in Gefangenschaft war. So musste er auch nach dem frühen Tod des Vaters 1949 auf eine Maurerlehre verzichten. Bis zum Jahr 1957 unterstützte er die Mutter zu Hause und auf dem Feld.

In diesem Jahr heiratete er seine Frau Maria, geborene Hofstetter. Schon im Frühjahr 1957 hatte er mit dem Bau ihres Eigenheimes begonnen. Ab 1. Juli 1957 arbeitete er bei einem Kohlenhändler, dann bei den Amerikanern als Heizer; von dort wechselte er, ebenfalls als Heizer, zur Firma SKF nach Schweinfurt. Bis zu seinem Ruhestand, den er im August 1998 antrat, war er dort im Dreischichtdienst tätig.

1959 und 1961 kamen die Söhne Kurt und Adolf zur Welt. Doch schon 1968 starb Maria Salender. Für Gottfried Salender und die Kinder begann eine harte Zeit. Dankbar erinnert er sich, dass die Nachbarschaft und vor allem seine Schwägerin Maria Hofstetter ihn sehr unterstützten. Maria Hofstetter nahm den jüngsten Sohn Adolf, der beim Tod seiner Mutter erst sieben Jahre alt war, in Pflege, bis der ältere ins Internat nach Münnerstadt kam. Die Landwirtschaft gab Gottfried Salender nach dem Tod seiner Frau auf.

Im öffentlichen Leben engagierte sich Gottfried Salender ab 1966 im Gemeinderat bis zur Gründung der Großgemeinde. Von 1965 bis 1970 war Gottfried Salender außerdem Mitglied in der Vorstandschaft der örtlichen Flurbereinigung. Drei Jahre lang war er Vorsitzender der Siedler- und Eigenheimervereinigung Gernach; auch bei der Waldkörperschaft und der Jagdgenossenschaft gehörte er der Vorstandschaft an. 54 Jahre ist der Jubilar Mitglied beim TSV, wo er während der Fünfziger Jahre in der 2. Mannschaft aktiv war.

Gottfried Salender geht gerne spazieren, schaut im Wald nach dem rechten und meldet kleine Schäden und Beobachtungen an die Vorstandschaft der Waldkörperschaft. Gerne fährt er auch nach Ungarn: Die dortigen Badeorte haben es ihm angetan und auch für dieses Jahr ist schon gebucht. Mit dem Geschehen in der Fußball-Bundesliga ist er so vertraut, dass er fast alle Spieler namentlich kennt.

Besondere Glückwünsche kann Gottfried Salender heute von seinen Söhnen mit ihren Familien, darunter zwei Enkel, entgegennehmen.

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