Herlheim für den Neubau der Grundschule in der engeren Wahl

15.02.2019

Mainpost 15.02.2019

 

Herlheim

Herlheim für den Neubau der Grundschule in der engeren Wahl

In der Bürgerversammlung konnte Bürgermeister Horst Herbert zahlreiche interessierte Herlheimerinnen und Herlheimer begrüßen, die im ersten Teil der Versammlung vor allem Informationen über kürzlich abgeschlossene, laufende und geplante Maßnahmen sowie die Finanzlage der Großgemeinde erhielten.

In Herlheim wohnten zu Beginn dieses Jahres 491 von den insgesamt 5587 Bürgern der Gemeinde Kolitzheim, erfuhren die Anwesenden. Auf Herlheimer Belange eingehend, informierte das Gemeindeoberhaupt, dass demnächst die Arbeiten für die Baugebietserweiterung im Westen des Dorfes anlaufen werden. Auch der Bau des Gemeindehauses in der Dorfmitte sei in Planung und werde laut Auskunft des Amtes für ländliche Entwicklung mit zirka 50 Prozent aus Dorferneuerungsmitteln bezuschusst. Weiter sei Herlheim auch für den Neubau der Grundschule in der engeren Wahl. Die drei in Frage kommenden Standorte Unterspiesheim, Kolitzheim und Herlheim müssten noch geprüft werden, und dann werde darüber abgestimmt. Im nächsten Jahr stünden Kommunalwahlen an, informierte Herbert vor der Pause. Dafür würden Kandidaten für den Gemeinderat benötigt. Er bat die Anwesenden, sich Gedanken zu machen und sich zur Verfügung zu stellen.

Das Thema Schule

Dass die Grundschule in Herlheim gebaut wird, bezweifelte in der Diskussionsrunde ein Bürger und schlug vor, das jetzige Schulhaus später als Gemeinschaftshaus zu nutzen. Herlheim könne für den Grundschulbau in Frage kommen, antwortete hierauf Bürgermeister Herbert. Es wäre vielleicht möglich, das jetzige Grundschulgebäude für die Ganztagsbetreuung zu nutzen und auf gemeindlichem Grund, gleich um die Ecke, ein neues Schulgebäude zu errichten. Eine solche Trennung von Schulbetrieb und Mittagsbetreuung wäre ideal.

Als schlechtes Beispiel, sowohl was die Hecke außen herum als auch das Becken selbst betreffe, bezeichnete Norbert Fledering den Zustand der alten Teichkläranlage und forderte eine vernünftige Verwendung. Die Hecke behindere die Sicht bei der Ausfahrt aus dem vom Waldstück Humpel kommenden vorfahrtsberechtigten Weg, wobei es zu gefährlichen Situationen kommen könne. Hier sei der gemeindliche Häckselplatz geplant gewesen, allerdings sei der Naturschutz dagegen, antwortete das Gemeindeoberhaupt. Nun habe man abgewartet, um die Einstellung des Wasserspiegels zu beobachten, der aber schlecht sei. Ideal wäre das Becken für das Sammeln von Wasser für Beregnungsmöglichkeiten, wofür es auch bereits angemeldet sei. Das Problem: Woher das Wasser nehmen? Um die Hecke würden sich die Gemeindearbeiter kümmern, sofern ihnen die Zeit dazu reiche, versprach Herbert. Denn das müsse bis Ende Februar geschehen.

Nur noch schmale, frei gemähte Pfade

Bereits vor dem Volksbegehren "Rettet die Bienen" wurde beschlossen, Flächen, die bei der Flurbereinigung aus der Landwirtschaft genommen wurden, nicht mehr frühzeitig abzumulchen, sondern blühen zu lassen, informierte Anton Bedenk. Das heißt: Zu den Bänken, die dort häufig stehen, wird es künftig zu Beginn der Vegetationsphase nur noch schmale, frei gemähte Pfade geben.

Bereits im vergangenen Jahr war das einseitige Parkverbot im Schulweg bei Veranstaltungen in der Herlindenhalle angesprochen und ein ständiges Parkverbot vorgeschlagen worden. Bei einer Begehung mit Polizei und Landratsamt wurde dies abgelehnt, so das Gemeindeoberhaupt auf eine entsprechende Nachfrage. Hierauf entstand eine Diskussion über das Nichtbeachten der Parkverbotsschilder und teilweise wildes Parken bei den Veranstaltungen, selbst am Feuerwehrhaus. Es sei möglich, hier die Polizei zu rufen, antwortete Herbert.

Der Mai- bzw. Kirchweihbaum liege beim Aufstellen immer quer über der Herlindenstraße bis in die Pfarrgasse, was zu Problemen führe, monierte ein Anwohner und wollte wissen, ob der Standort nicht verändert werden könne. Er halte den Standort für richtig, bei den Planungen für das Gemeinschaftshaus könne allerdings nochmals über eine andere Lösung nachgedacht werden, lautete die Antwort.

Ein heikles Thema sei der Winterdienst, antwortete Bürgermeister Herbert auf eine Frage. Durch die Gemeindearbeiter werden nur die Kreuzungen und die Gehsteige an gemeindlichen Grundstücken Schnee-geräumt und gesalzen. Für andere Bereiche seien die Anwohner zuständig. Da könne es keine Ausnahmen geben, auch wenn es zur Kirche oder zum Pfarrhaus gehe. Ansonsten kämen immer weitere Forderungen. Bei bestimmten Zuständen, zum Beispiel Eis und wenig Schnee, sei die Benutzung von Streusalz zulässig, wurde eine weitere Frage beantwortet.

Suche nach Standort für Mobilfunk-Mast

Noch einige weitere Themen wurden angesprochen. So das Mobilfunknetz. Zur Verbesserung wird für einen Mast ein Standort in Herlheim gesucht. Ein Geruch auslassender Schacht in der Nähe der Pumpstation zur Kläranlage soll abgedeckt werden. Und für Gymnastikgruppen werden auch in Zukunft Räumlichkeiten zur Verfügung stehen.

Auch eine etwas traurig stimmende Information gab das Gemeindeoberhaupt bekannt. Wegen des schlechten Zustandes muss der Kastanienbaum neben dem Bildstock am östlichen Ortsende demnächst entfernt werden.

Nicht nur Kritik, sondern auch Lob konnte das Gemeindeoberhaupt entgegen nehmen. Die Gestaltung des Ehrenmals im Friedhof durch die Gemeinde sei sehr gelungen.

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