Historische Funde im Neubaugebiet

27.04.2018

Mainpost 27.04.2018

KOLITZHEIM

Historische Funde im Neubaugebiet

Bürgermeister Horst Herbert informierte dem Gemeinderat darüber, dass im neuen Baugebiet in Kolitzheim 2000 Quadratmeter als Ausgrabungsfläche festgelegt waren. Die Firma Specht aus Schwebheim war mit den Ausgrabungen beauftragt und hat über 50 Befunde festgestellt, darunter ein Grubenhaus.
Die Zahl habe die Erwartungen bei weitem übertroffen. So soll es jetzt ein Gespräch mit dem Amt für Denkmalpflege vor Ort geben, in dem das weitere Vorgehen erörtert wird.
Es ist daran gedacht, den Oberboden abzutragen und dann eine Einschätzung vorzunehmen, in welchem Umfang weitere Ausgrabungen erforderlich sind, um historischen Funde zu sichern. Sind die Kosten für diese weiteren Ausgrabungen zu hoch, wird darüber zu entscheiden sein, ob man das Baugebiet umplant oder ob man den bestehenden Auftrag in Höhe von bisher 20 000 Euro erweitert, um die Kosten für die weiteren Ausgrabungen zu decken.
Betroffen von der Umplanung wäre vor allem die Straßenanbindung an den Max Pohlyring. Inzwischen konnte festgestellt werden, dass das Grubenhaus aus der Zeit der fränkischen Landnahme – 7. Jahrhundert nach Christus – stammt.
Die Entwässerung in diesem Baugebiet sollte ursprünglich im Trennsystem erfolgen. Dies ist aufgrund der Geländeverhältnisse nicht möglich. Daher hat das Wasserwirtschaftsamt zugestimmt, dass die Entwässerung im Mischwassersystem erfolgen kann. Jetzt muss die Mischwasserbehandlung neu berechnet werden. Ein weiteres Problem stellen Kanäle für das Mischwassersystem dar. Daher wird das Büro IWM beauftragt, die Pläne für die Entwässerung entsprechend anzupassen.

Schöffen-Vorschlagsliste

Außerdem ging es in der Ratssitzung um diese Themen:
Für das Schöffenamt haben sich zwölf Personen aus der Gemeinde beworben. Die Auswahl sollte die Bevölkerungsstruktur in etwa abbilden. So erstellte der Bürgermeister in Absprache mit seinen beiden Stellvertretern die Vorschlagsliste mit Jens Seufert (Gernach), Klaus Köpfer (Oberspiesheim), Wilfried Seger (Lindach), Renate Moller (Stammheim) und Heidemarie Rippstein (Herlheim). Der Gemeinderat stimmte zu.

Gut gewirtschaftet

Unter dem Vorsitz von Gemeinderat Reinhard Heck fand die Rechnungsprüfung für 2017 statt. Das Ergebnis lautete: „ohne Feststellungen“ – was soviel heißt, dass die Kasse in Ordnung ist. Die Anregungen werden umgesetzt: Unter anderem werden bei zu geringen Wasserverbräuchen in einzelnen Haushalten diese in Kürze um Auskunft gebeten. Festgestellt wurde, dass die Bedingung der Familienförderung, dass das Haus zehn Jahre lang von der Familie bewohnt sein muss, ausnahmslos eingehalten wurde. Mit der erfreulichen Mitteilung, dass die Zuführung zum Vermögenshaushalt mit etwa 2,257 Millionen Euro fast doppelt so hoch lag als angenommen, wurde die Jahresrechnung festgestellt.

Neue Straßennamen

Auf Vorschlag von Martin Mack werden zwei Straßen im Neubaugebiet in Unterspiesheim die Namen „Kochenbrunnweg“ und „Am Pflanzbeet“ verliehen.

Verfassungsfeier am 17. Mai

Dass die Gemeinde Kolitzheim in die bisherigen Planungen zur Verfassungsfeier am 17. Mai an der Konstitutionssäule bisher von der beauftragten Event-Agentur nicht informiert und nicht eingebunden worden sei, bedauerte Bürgermeister Horst Herbert. Mit einiger Skepsis betrachte man, wie die Parkmöglichkeiten für die Autos geplant seien; auch dass die Sperrung der Staatsstraße bisher nicht vorgesehen sei – bei dem großen zu erwartenden Besucherandrang stößt auf Bedenken.

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