Im Lindacher Dschungel war viel los

09.07.2019

Mainpost 09.07.2019

Lindach

Im Lindacher Dschungel war viel los

Der englische Schriftsteller Rudyard Kipling (1865-1936), Verfasser des  „Dschungelbuchs“, hätte sicherlich seine helle Freude an den Darbietungen der Lindacher Kindergartenkinder bei ihrem Sommerfest gehabt.

Da wurde ein harmonisch verlaufendes  Dschungelfest geboten, wo die ansonsten untereinander nicht sehr fried-lichen Tiere zu Freunden wurden. Zu verdanken war dies Balu, dem Bären,  der die wilden Tiere des indischen Dschungels vom Wert eines guten Miteinanders überzeugen konnte.

Grund genug, um im Dschungel ein großes Freundschaftsfest zu feiern, das für die Kinder sicherlich auch wertvolle pädagogische Impulse lieferte. Selbst der sonst so gefährliche Tiger Shirkan, der das von Wölfen aufgezogene Menschenkind Mogli eigentlich gerne fressen wollte, ließ von seinem schlimmen Vorhaben ab. Shirkan wurde recht zahm und hatte sogar großen Spaß, als die lustige Affenbande auf der Suche nach der berühmten Kokosnuss laut grölend durch den Urwald tobte.

Da blickten auch die Dschungelpolizei, eine große Elefantenherde und eine neugierige Geierschar, die "Dschungelmüllabfuhr", sehr erstaunt auf die frechen Affen. Die hochnäsigen Giraffen hatten ohnehin alles bestens im Blick, wie die drei tüchtigen Vorlesekinder aus der Grundschule anhand des Textes erläuterten. All diese mächtigen Großtiere vertrugen sich aber wunderbar miteinander nach dem Motto, das Balu ausgegeben hatte: „Freundschaft und nicht Feindschaft wird hier großgeschrieben! Da macht eine Dschungelfeier gleich noch mal so viel Freude!“

Spaß hatten auch die 25 Kinder und ihre Erzieherinnen bei ihrem szenischen Spiel vor einem zahlreich erschienenen Publikum. Neben schmissigen Tänzen zu bekannten Musical-Melodien, wie beispielsweise „The lion sleeps tonight“ und andere, konnten die vielen Zuschauer auch die fantasievoll gestalteten Schminkmuster in den Gesichtern der Kleinen und deren originelle Verkleidungen bewundern.

Julia Heuler, Susanne Henkel, Jasmine Hoffart und Katharina Schneider, die vier Erzieherinnen am Lindacher Kindergarten, hatten viel zu tun, die Kulissen zu erstellen, die Kinder zu schminken und einzukleiden. Aber mehr Mühe dürfte die Einübung des Spiels bereitet haben, denn die Spannbreite des Alters der Kinder der eingruppigen Kindertagesstätte, das von gerade einmal von knapp zwei bis sechs Jahre reicht, spielt da eine große Rolle und setzt Grenzen. Insofern ist das eine große Leistung der Erzieherinnen, dem Bildungsauftrag einer solchen Einrichtung unter diesen Umständen gerecht zu werden.

Diese Leistung würdigte auch Alexander Lenhart, der Vorsitzende des Trägervereins „Sankt Johannis“. Er bedankte sich bei den pädagogischen Fachkräften mit einem Blumenstrauß und mit sehr persönlich gehaltenen Worten. Selbstverständlich dankte er auch allen Helfern im Umfeld, die zum Gelingen dieses Kindergartenfests beigetragen hatten, sowie Pfarrer Andreas Engert für die feierliche Gestaltung des Gottesdienstes, der im Hof des Kindergartens stattfand.

 

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