Jagdgenossen wollen nicht mehr für Wege zahlen

11.03.2015

Mainpost, 11.03.2015

 

HERLHEIM
Jagdgenossen wollen nicht mehr für Wege zahlen

Herlheimer verärgert über Wegebau des Schönborn-Gutes

Einige heftige Diskussionen gab es in der Bürgerversammlung in Herlheim um den Bau eines Schotterweges an der Grenze des Schönborn-Geländes in der Nähe des Herleshofes. Durch diese Verbindung können die Fahrzeuge des Gutshofes die Herlheimer Wege problemlos benutzen.

Diese Wege waren im Rahmen der Flurbereinigung gebaut worden. Das Haus Schönborn hat sich damals allerdings nicht an den Kosten beteiligt. Bereits im Gemeinderat darauf angesprochen, antwortete Bürgermeister Horst Herbert, dass die Wege öffentlich seien.

Mit dieser lapidaren Antwort gebe er sich nicht zufrieden, sagte Norbert Fledering in der Versammlung. Er wurde durch Josef Wächter unterstützt. Denn für die Instandhaltung der öffentlichen Wege zahle die Jagdgenossenschaft, also die anderen Grundbesitzer, beziehungsweise über den Gemeindeanteil die Bevölkerung. Er werde als Vorsitzender der Jagdgenossenschaft nicht zulassen, dass weiter hiefür bezahlt werde, kündigte er an. Anton Bedenk berichtete dann von den Hintergründen des Unmut der Herlheimer, die Bürgermeister Herbert nichts kannte, wie er einräumte. Mit der Begründung, die Herlheimer Wege wurden in der Vergangenheit und werden auch künftig durch den Gutsbetrieb nicht genutzt, habe das Haus Schönborn eine Kostenbeteiligung am Wegebau während der Flurbereinigung abgelehnt. Bereits zwei Jahre später aber seien Zuckerrüben des Gutshofes über die Herlheimer Wege abgefahren worden, so Bedenk. Der Schriftverkehr liege bei den Akten des Amts für ländliche Entwicklung in Würzburg. Die Unterlagen will man jetzt besorgen.

Brigitte Pfister

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