Kämmerer hält niedrigere Kreisumlage für möglich

24.11.2008

Mainpost, 24.11.2008

 

 

KOLITZHEIM

Kämmerer hält niedrigere Kreisumlage für möglich

Kolitzheim investiert in Schulen – Haushaltsvorberatung

Zur Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses, in der der Haushalt 2009 vorberaten wurde, waren auch Rektor Elmar Walter von der Hauptschule sowie Rektor Manfred Erben und Konrektorin Hildegard Hermann von der Grundschule gekommen, da auch über den Etat der Schulen verhandelt wurde. Die Rektoren bedankten sich eingangs bei der Gemeinde, die immer auf ihre Wünsche eingehe. Weiter versicherten sie, dass sie mit den Mitteln sparsam umgehen.

Als ersten Punkt hatte das Gremium über die Höhe der staatlich geförderten Lernmittel zu entscheiden. Nach Wegfall des Büchergeldes zahlt der Freistaat 26,67 Euro pro Schüler. Die Hälfte gibt es zusätzlich von der Gemeinde, beschloss das Gremium. Mit 35 100 Euro für die Grundschule und 40 900 Euro für die Hauptschule ändert sich der Etat des Verwaltungshaushaltes nur gering. Für den Vermögenshaushalt der Grundschule wurden 10 900 Euro beantragt. Weiter sollen in den Klassenzimmern der Grundschule Herlheim Böden für 24 000 Euro erneuert und Wände und Decken für 7000 Euro gestrichen werden. Für den Turnraum in Herlheim wünscht sich Rektor Erben eine Akustikdecke, die etwa 6300 Euro kosten würde. In der Grundschule Stammheim wird ein neuer Heizkessel für 10 000 Euro benötigt. 14 500 Euro beträgt der beantragte Bedarf für den Vermögenshaushalt in der Hauptschule in Unterspiesheim.

Da man nicht abschätzen kann, wie die Konjunktur im nächsten Jahr verläuft, sei die Festlegung des Verwaltungshaushaltes problematisch, so Kämmerer Gerhard Karbacher. Bei den Einnahmen hat Karbacher bei der Gewerbesteuer zwei Millionen Euro angesetzt. Bei den Schlüsselzuweisungen erwartet er 955 000 Euro, bei der Einkommensteuerbeteiligung 1,84 Millionen Euro, bei beiden Posten zehn Prozent weniger als im laufenden Jahr.

Schwierig ist laut Karbacher auch die Bestimmung der Kreisumlage, die wie Schlüsselzuweisungen und Einkommensteuerbeteiligung nach den Zahlen von 2007 berechnet werden. Der Kämmerer hat für die Kreisumlage 1,879 Millionen Euro angesetzt, über 500 000 Euro mehr als im Vorjahr. Eine Senkung der Kreisumlage müsste allerdings möglich sein, so die Meinung Karbachers.

Nach der bisherigen Planung vermindert sich der Schuldenstand der Gemeinde bis Ende 2009 auf rund 700 000 Euro, 126 Euro pro Einwohner und weit unter dem Landesdurchschnitt (840 Euro), so der Kämmerer.

Auch die Nachkalkulation der Benutzungsgebühren (Wasser, Abwasser, Bestattung) gab Karbacher bekannt. Mit 53 Euro plus ist die Bilanz beim Abwasser ausgeglichen. Beim Wasser sind 17 038 Euro übrig. 83 658 Euro fehlen bei den Bestattungsgebühren, was aber schon lange bekannt ist. An den Gemeinderat soll die Empfehlung gegeben werden, die Bestattungsgebühren nicht zu erhöhen.

Eine erfreuliche Nachricht konnte Bürgermeister Horst Herbert bekannt geben. Für die Jugendräume im Gemeindezentrum Unterspiesheim gab es Zuschüsse in Höhe von 31 000 Euro.

Auch der Stellenplan der Gemeinde wurde beraten. Er sieht zwei neue Planstellen für Teilzeitbeschäftigte vor, die in den gemeindlichen Kindergärten benötigt werden.

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