Keine Hoffnung auf Ortsumgehung

22.02.2007

Mainpost 22.2.2007

 

Keine Hoffnung auf Ortsumgehung

 

KOLITZHEIM Bürgermeister Horst Herbert gab in der Bürgerversammlung in Kolitzheim bekannt, dass der Ort zum Jahresende 2006 genau 730 Einwohner hatte. Sieben Geburten standen acht Sterbefälle gegenüber. Insgesamt sei die Einwohnerzahl der Gemeinde mit ihren Ortsteilen um 32 auf 5575 zurückgegangen.

 

 

In der Diskussion fragte Robert Feldner nach dem Ergebnis der Verkehrszählung in Kolitzheim. Sein Interesse begründete sich nicht zuletzt aus dem Wunsch vieler Kolitzheimer, dass bald eine Ortsumgehungsstraße gebaut werden solle.

Horst Herbert informierte, dass im Zeitraum von vier Wochen an der Straße in Richtung Gaibach etwa 5300 Fahrzeuge gezählt worden seien, davon etwa 380 Laster. Ortseinwärts seien etwa 55 Prozent der Autos schneller als 55 km/h gefahren, ortsauswärts 25 Prozent.

Herbert machte wenig Hoffnung, dass das Projekt Ortsumgehung in den nächsten zehn Jahren verwirklicht werden könne, denn Straßen mit höherer Verkehrsbelastung hätten im Straßenausbauplan des Landes Vorrang.

Ziel der Überlegungen im Gemeinderat sei es deshalb, im Rahmen der Dorferneuerung Lösungen zu finden und durch verschiedene verkehrsberuhigende Maßnahmen die Lärm- und Verkehrsbelästigung für die Anwohner in der Hauptstraße zu mindern.

„Am Ball bleiben“

Manfred Hoch appellierte an das Gemeindeoberhaupt und den Gemeinderat, sich nicht von den Bemühungen von Volkach und Gaibach um eine Umgehungsstraße abzukoppeln. Der Bürgermeister versprach, dass man „am Ball bleibe“.

Hilmar Bauer monierte, dass die Straße zum Kapellberg schadhaft sei, eine Einschätzung, die der Bürgermeister teilte. Alfred Bumm wusste vom Straßenbauamt, dass diesem Mangel heuer abgeholfen werden solle.

Alois Flederer fragte nach den Maßen der geplanten großen Halle im Gewerbegebiet. Die Halle werde ca 180 Meter lang und etwa 50 Meter breit. An der einen Seite sei sie sieben Meter hoch, auf der anderen elf. Man sei in der Gemeinde darüber auch nicht ganz glücklich, weil das Gebäude auffällig sei, wenn man von Gaibach her komme. Man hoffe aber, dass man durch Begrünung dazu beitragen könne, dass das Gebäude weniger störend erscheine.

Robert Feldner stellte in Frage, ob die Gemeinde auch schon bei geringen Schneemengen Schnee räumen lassen müsse, wenn absehbar sei, dass der Schnee sowieso taue. So könne man Kosten sparen. Horst Herbert sah die Gemeinde in der Pflicht, nach ihrer eigenen Satzung, die das Räumen vorschreibe, mit gutem Beispiel voranzugehen. „Was von den Bürgerinnen und Bürgern verlangt wird, muss die Gemeinde auch erfüllen“. Es könnten schnell Haftungsfälle mit hohen Kosten entstehen, wenn man dieser Pflicht nicht nachkomme.

Beate Reß wollte wissen, wie die Gemeinde mit Haus- und Grundbesitzern umgehe, die der Pflicht, Baum- und Strauchüberhänge zu beschneiden nicht nachkämen. Im Falle einer groben Verletzung schreibe man die Personen an; in der Regel werde dann Abhilfe geschaffen, so der Bürgermeister.

Heinrich Theuerer fragte nach dem Verbleib des Marterle am Stammheimer Weg, das seit einigen Jahren verschwunden sei. Er bekam von Alfred Bumm die Auskunft, dass es repariert und bezahlt sei und im Frühjahr wieder an seinem angestammten Platz aufgestellt werde.

Wie es mit der Ortsrufanlage weitergehe, wollte Erich Walter wissen. 2. Bürgermeister Rudi Bender informierte, dass die Festgemeinschaft der Vereine die Rufanlage übernommen habe, solange sie gehe. Es werde wohl kein Weg daran vorbeiführen, sie irgendwann einmal abzubauen, wenn sie nicht mehr funktioniere.

Problem mit Wasserschiebern

Ein Problem sprach Gottfried Hell an: die Gangbarkeit der Wasserschieber. Der Bürgermeister schilderte, dass diese vielfach abrissen, wenn sie gedreht würden. Dann müsse aufgegraben werden. Die Gemeinde strebe an, dass wenigstens die Hauptschieber gangbar gehalten würden, im im Schadensfall einen Straßenzug absperren zu können.

Ein Ärgernis, so Thomas Nunn, sei ein Bus, der schon längere Zeit am Max Pohli-Ring geparkt ist: es sei schwer, mit landwirtschaftlichem Gerät vorbeizufahren. Auch die Müllautos hätten Probleme. Horst Herbert sagte, es gebe dagegen keine Handhabe, solange die Durchfahrtsbreite von drei Meter gegeben sei.

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