Kirchenrenovierung: Räte wollen Mitsprache

19.02.2016

Mainpost 19.02.2016

KOLITZHEIM

Kirchenrenovierung: Räte wollen Mitsprache

Die Kolitzheimer Pfarrkirche Sankt Stephanus soll innen und außen renoviert werden. Wie bei solchen Baumaßnahmen üblich, wird erwartet, dass die politische Gemeinde die Baumaßnahmen bezuschusst.
Bereits im Frühjahr des vergangenen Jahres hatte Bürgermeister Horst Herbert den Rat über das Vorhaben informiert und auch eine Liste zu den veranschlagten Kosten vorgelegt, die er von Pfarrer Andreas Engert erhalten hatte. Nun ist der Antrag mit den gleichen Zahlen, zunächst nur für die Bezuschussung des Innenbereiches, bei der Gemeinde eingegangen. Nach Ostern sollen die Ausräumungsarbeiten und dann die Renovierungsarbeiten beginnen, berichtete Bürgermeister Herbert. Dass zuerst das Innere saniert wird, wird mit starkem Schimmelbefall begründet. Außerdem droht ein Gewölbe im Bereich des Turmes einzustürzen. Die Außensanierung soll dann 2018 erfolgen.

1,4 Millionen Euro Gesamtkosten
Kämmerer Werner Knoblach ging genauer auf die Kosten für die Innen- und auch die Außensanierung und die Übernahme durch die Gemeinde ein. Auf insgesamt 1,4 Millionen Euro ist die Renovierung veranschlagt. Je die Hälfte davon wird auf das Innere und Äußere entfallen. Üblicherweise übernimmt die Gemeinde ein Drittel der Kosten. Nicht bezuschusst werden allerdings die liturgischen Teile im Inneren der Kirche. Diese hat der Kämmerer herausgerechnet und kommt so für den Innenbereich auf einen Zuschuss von 146 000 Euro durch die Gemeinde. Für außen sind es 237 000 Euro.
Die Hauptkosten im Innern entfallen im Wesentlichen auf Verputzer- und Malerarbeiten und den Bodenbelag, entnahm der Kämmerer der Kostenliste. Der Zuschuss werde bereits in den Haushalt dieses Jahres eingeplant. Allerdings, so Bürgermeister Herbert, rechne er nicht damit, dass dies alles bereits im laufenden Jahr abgerufen werde, da die Arbeiten wohl nicht vor Mai beginnen werden.
Als im vergangenen Jahr der Gemeinderat zum ersten Mal über die Sanierung diskutierte, wurde festgelegt, dass die Gemeinde mit den örtlichen Gemeinderäten in die Planungen der Maßnahme mit eingebunden wird. Dies sei nicht passiert, monierten sowohl Alfred Bumm als auch Berthold Pfaff. Es sei klar gesagt worden, dass man bei den Sitzungen der Kirchenverwaltung über die Planungen dabei sein wolle, so Pfaff.

Auch Martin Mack war der Meinung, dass man aufeinander zugehen müsse. Für Reinhard Heck waren die vorgelegten Zahlen viel zu spekulativ, man werde einfach vor vollendete Tatsachen gestellt. Da von der Kirchenverwaltung niemand in der Gemeinderatssitzung anwesend war, wurde eine Entscheidung zurückgestellt. In einer gemeinsamen Sitzung sollen zunächst die Fakten geklärt werden.

 

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