KISIS 12: Konzept der Allianz überzeugt

23.06.2017

Mainpost 23.06.2017

KOLITZHEIM

KISIS 12: Konzept der Allianz überzeugt

Bereits in der Sitzung Ende Mai hatte sich der Gemeinderat mit der Erstellung eines Informationssicherheitskonzeptes für die Informationstechnologie und den Datenschutz beschäftigt.

Die Gemeinde Kolitzheim habe weder die fachliche Kompetenz noch das Personal um hierfür eine eigene Stelle zu besetzen, gab damals Bürgermeister Horst Herbert zu bedenken. In der aktuellen Sitzung begrüßte das Gemeindeoberhaupt nun Ursula Weidinger, die Managerin der Allianz Schweinfurter Mainbogen. Die Gemeinden Gochsheim, Grettstadt, Schwebheim, Sennfeld und Röthlein haben bereits ein Informationssicherheitskonzept erarbeit, das die Allianzmanagerin dem Gemeinderat vorstellte. Ihm könnte sich die Gemeinde Kolitzheim anschließen.

Das auf fünf Jahre ausgelegte Projekt „KISIS 12“ wird unter Federführung der Gemeinde Gochsheim laufen. Hier soll auch der Sitz einer Person mit Fachkenntnissen sein, die aktuell als Verantwortliche und Betreuer gesucht wird. Durch die Regierung von Unterfranken wird eine solche interkommunale Zusammenarbeit mit maximal 90 000 Euro gefördert, informierte Weidinger. Für alle Gemeinden zusammen rechnet sie mit jährlichen Kosten von 90 000 Euro. Runde 15 000 Euro wären dies für jede Kommune. Die Förderung von diesem Betrag abgezogen bedeute dies pro Gemeinde rund 12 000 Euro pro Jahr.

Bei den Gemeinden der Region Main-Steigerwald, zu deren Allianz Kolitzheim gehört, gebe es nur begrenztes Interesse an einem solchen Konzept, beantwortete Bürgermeister Herbert eine Frage von Martin Mack. Dies gelte auch für weitere Landkreisgemeinden. Sie denke, dass der IT-Angestellte auch vor Ort seiner Arbeit nachkomme und nicht nur in Gochsheim bleibe, antwortete Weidinger auf eine Frage von Reinhard Heck. Dem Vorschlag von Gerd Endres, eine externe Firma mit diesen Aufgaben zu betrauen, sieht Bürgermeister Horst Herbert als nicht gut umsetzbar an.

„Wir sollten egoistisch sein und die einjährige Vorarbeit der Mainbogen Allianz nutzen, womit man sicher gut bedient wäre“, appellierte Reinhold Holzheid an seine Kollegen. Auch das Gemeindeoberhaupt lobte das durchdachte Konzept, eine Alternative wisse er nicht. Mit einer Gegenstimme beschloss das Gremium sich in das Informationssicherheitskonzept der Mainbogen-Gemeinden einzuklinken.

 

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