Klares Bekenntnis zu Zweigstellen

15.07.2006

Mainpost 15.7.2006

 

Klares Bekenntnis zu Zweigstellen

 

Gerolzhofen (-Ter) Robert Wächter, Vorstandsvorsitzender und 2. Bürgermeister der Stadt Gerolzhofen, sprach auf der Vertreterversammlung der Raiffeisen-Volksbank Gerolzhofen-Unterspiesheim die 125 Jahre währende Tradition des Raiffeisen-Wesens und das erfolgreiche Jahr 2005 an. Der Erfolg war nur deshalb möglich, weil rund 16 000 Kunden und 6000 Mitglieder die Dienste der Bank in vielen Bereichen in Anspruch genommen haben. Die Bank ist auch für das Jahr 2005 weiterhin einer der großen Gewerbesteuerzahler.

Der Kolitzheimer Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzende Horst Herbert eröffnete die Vertreterversammlung der Raiffeisen-Volksbank Gerolzhofen-Unterspiesheim eG in der Stadthalle Gerolzhofen. Sein besonderer Gruß galt den zahlreichen Gästen, die die Bank anlässlich ihres Jubiläums eingeladen hatte.

Direktor Klaus Henneberger blickte in einem Vortrag auf die Geschichte der ehemals 18 selbstständigen Genossenschaften zurück. Die Vergangenheit jeder einzelnen wurde erwähnt. Eingeladen hatte die Bank alle ehemaligen Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder. Von der Gründung am 13. März 1881 bis heute war es ein langer, erfolgreicher Weg. Es mussten natürlich auch einige Umwege gegangen werden.

Die zahlreichen Fusionen haben sich gelohnt, so Henneberger. Die Bank hat eine Mindestgröße, die eine besondere Nähe zum Kunden ermöglicht. Die einzige Bank mit Sitz in Gerolzhofen kann deshalb besonders schnell agieren und auf die Wünsche ihrer Kunden eingehen. Diese Nische möchte die Bank weiter besetzen. Fusionen sind dann nicht gewünscht, wenn dabei der Standort Gerolzhofen aufgegeben werden muss. Man will auch weiterhin an alle Zweigstellen festhalten. Zitat: "Dem Trend der Zweigstellenschließungen sind wir nicht gefolgt."

Direktor Hubert Zinkl berichtete über das Geschäftsjahr 2005, in dem sich die Bank wieder positiv weiterentwickelt habe. Die Bilanzsumme liegt bei 224 Millionen Euro (plus 4,3 Prozent). Die Bank kann seit Jahren ein stetiges, gesundes Wachstum aufweisen. Die Einlagen der Kunden sind um 4,8 Prozent auf 193 Millionen Euro gestiegen. Die Kredite an Kunden wuchsen um 1,8 Prozent auf 139 Millionen Euro. Die Risikolage im Kreditgeschäft ist weiterhin erfreulich. Das Betriebsergebnis liegt weiterhin deutlich über dem Landesdurchschnitt, der im Jahr 2005 1,0 Prozent betrug. Das Verhältnis von Ergebnis und Kosten (Cost-Income-Ratio) ist ebenfalls deutlich besser als der Landesdurchschnitt.

Die Substanz der Genossenschaft ist überdurchschnittlich und konnte durch die Zuführung des Ergebnisses noch einmal gestärkt werden. So ist es auch dieses Jahr wieder möglich, eine Dividende von acht Prozent an die Mitglieder auszuschütten. Dieser Dividendensatz liegt deutlich über dem Kapitalmarktzins und über der Dividende der Nachbarbanken. Alle Vorgaben des Genossenschaftsverbandes wurden erfüllt, die Bank bleibt im internen Rating des Verbandes weiterhin in der besten Kategorie.

Direktor Zinkl bedankte sich zum Ende seines Berichtes bei den Vertretern, stellvertretend für alle Mitglieder und Kunden, bei den Mitgliedern des Aufsichtsrates, sowie bei den etwa 65 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die gute Zusammenarbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Aufsichtsratvorsitzender und Versammlungsleiter Horst Herbert berichtete über die Aufgaben und Tätigkeiten des Aufsichtsrates. Neben der Überwachung der Arbeit des Vorstandes und der kritischen Würdigung der Berichte von Vorstand und Prüfungsverband (GVB) wirkt der Aufsichtsrat auch bei der Inventur mit. Die Zusammenarbeit mit dem Vorstand war stets konstruktiv, vertrauensvoll und einvernehmlich. Der GVB hat dem Vorstand und Aufsichtsrat eine ordnungsgemäße Tätigkeit bestätigt. Im Anschluss an den Bericht des Aufsichtsrates wickelte Direktor Hubert Zinkl die Tagesordnungspunkte Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat, die Beschlussfassung über die Feststellung des Jahresabschlusses 2005 sowie die Verwendung des Reingewinns ab. Die Vertreterversammlung entlastete Vorstand und Aufsichtsrat, stellte den Jahresabschluss fest und beschloss über die Dividende in Höhe von acht Prozent jeweils einstimmig.

Nach den Bestimmungen der Satzung schieden dieses Jahr aus dem Vorstand Dr. Jürgen Baumeister und aus dem Aufsichtsrat Horst Herbert, Winfried Ernst und Peter Herbig aus. Alle drei wurden wieder gewählt.

Vorstandsvorsitzender Robert Wächter ehrte langjährige Genossenschaftsmitglieder für 50-jährige Mitgliedschaft in der Bank. Alle Geehrten erhielten eine Urkunde sowie ein Präsent.

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