Legendäre Stücke

01.12.2015

Mainpost, 01.12.2015

 

STAMMHEIM

Legendäre Stücke

„Musiklegenden“ lautete das Motto des Herbstkonzerts des Musikvereins Stammheim. Und den zahlreichen Zuhörern wurden Musikstücke zu Gehör gebracht, die Legende sind und auch bleiben werden, wie Vorsitzender Michael Fischer bei der Begrüßung schwärmte.

Unter Leitung von Sebastian Weißenseel absolvierten die Musiker ein Konzert auf höchstem Niveau, mit zahlreichen Ohrwürmern aus verschiedenen Bereichen der Blasmusik. Mit begeistertem und anhaltendem Applaus belohnten die Zuhörer die Stücke, bei denen auch immer wieder Solisten zu hören waren. Informativ und spritzig führte Sandra Weißenseel durch das Programm.

Der erste Teil des Konzertes stand ganz im Zeichen der böhmischen Blasmusik. Er begann mit einem Inbegriff deutscher Marschkultur, dem Graf-Zeppelin-Marsch von Carl Teike. Ihm folgte der Lieblingsmarsch der Stammheimer, „Sterne der Heimat“ von Ernst Mosch, von dem später auch der „Egerländer Jubiläums-Marsch“ zu hören war. Hier und bei den „Jubiläumsklängen“ von Peter Schad erinnerte Sandra Weißenseel an das 50-jährige Bestehen der Stammheimer Musikanten, das im kommenden Jahr ansteht.

Nicht nur altbekannte Stücke, sondern auch neuere Kompositionen brachten die Musikanten auf ihren zahlreichen unterschiedlichen Instrumenten den gebannt lauschenden Gästen zu Gehör. So begeisterte „Weil Blasmusik Spaß macht“ von dem erst 25 Jahre alten Komponisten Benedikt Feustel. Weitere, teilweise sehr flotte Weisen erklangen, bis Musiker und Zuhörer in der Pause den ersten Teil des Abends verarbeiten und sich auf den zweiten Teil vorbereiten konnten.

Dieser stand dann im Zeichen der konzertanten Blasmusik der vergangenen 60 Jahre. „Klassik mit James Last“ war eine Hommage an den erst heuer verstorbenen erfolgreichsten deutschen Bandleader. Fünf Werke bekannter Klassik-Komponisten wie Mozart und Verdi waren in dem Arrangement von Franz Watz im Stil von James Last verarbeitet.

„Dankeschön Bert Kämpfert“ erinnerte an einen weiteren bedeutenden deutschen Bandleader und Komponisten. Mit „Rock around the clock“ widmeten sich die Stammheimer dem Rock ?n? Roll der 50-er und frühen 60-er Jahre.

„Joe Cocker in Concert“ erinnerte an die berühmten Lieder des im Jahr 2014 verstorbenen Sängers mit der rauen Stimme. Nicht fehlen durften im Konzert natürlich auch die Beatles, die erfolgreichste Band der vergangenen Jahrzehnte. „The best of the Beatles“ vereinte Ohrwürmer wie Yesterday, „Let it be“ oder „Lady Madonna“. Mit dem „Thema aus New York, New York“ endete das Konzert. Die Zugabe-Rufe erfüllten die Musiker mit zwei weiteren Musikstücken.

Sie komme jedes Jahr gerne nach Stammheim und genieße das Konzert, bekundete Renate Feuerbach vom Nordbayerischen Musikbund, ehe sie mit dem Vorsitzenden Michael Fischer und dessen Stellvertreterin Johanna Wieland Ehrungen vornahm. Sage und schreibe 65 Jahre ist Armin Wirsching Mitglied des Musikvereins. Eine solche Ehrung habe sie noch nie durchgeführt, so Feuerbach. Seit 50 Jahren musizieren Peter Fischer und Alfons Hering, seit 40 Jahren Johannes Lukas und Andreas Meusert. Stephan Barthelme ist seit 20 Jahren im Musikverein.

Vier Nachwuchsmusiker haben 2015 Prüfungen bestanden. Das Jugendmusikerleistungsabzeichen D1 in Bronze erhielten Antonia Ebert und Ludwig Hess und Hanna Weißenseel, Maximilian Ebert errang das Abzeichen D2 in Silber.

Musikverein Stammheim

Die Mitwirkenden beim Herbstkonzert des Musikvereins Stammheim unter Leitung von Sebastian Weißenseel. Flöte: Angelina Seiler, Vroni Seißinger, Hanna Weißenseel, Sandra Weißenseel; Klarinette: Sabrina Bauer, Markus Johnke, Johanna Hetzel, Lena Wieland, Bernhard Moller, Antonia Ebert; Saxofon: Sandra Weißenseel, Bernhard Moller;

Trompete: Alfons Hering, Thomas Meusert; Flügelhorn: Thomas Hering, Andreas Johnke, Peter Schmitt, Stefan Wirsching, Mario Ziegler; Posaune: Kilian Meusert, Markus Moller, Michael Scheller, Winfried Seißinger; Tenorhorn: Ambros Meusert, Daniel Scheller, Reinhold Wieland; Bariton: Johannes Johnke, Andreas Meusert, Herbert Wieland; Tuba: Maximilian Ebert, Roland Hering, Christoph Hering; Schlagzeug: Patrick Moller; Percussion: Siegfried Weißenseel.

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