Leichter Bevölkerungszuwachs in Kolitzheim

11.07.2019

Mainpost 11.07.2019

Kolitzheim

Leichter Bevölkerungszuwachs in Kolitzheim

Die Gemeinde Kolitzheim hat nun gegenüber dem Beginn des Jahres 14 Einwohner mehr, informierte Bürgermeister Horst Herbert im Halbjahresrückblick in der Gemeinderatssitzung. In dieser Zeit gab es 29 Geburten und 31 Sterbefälle.

Die Abwicklung des Haushaltes 2019 verlaufe weitestgehend planmäßig, ging Kämmerer Werner Knoblach auf die Finanzen ein.  Vom Gesamt-Haushaltsansatz über 22 Millionen Euro wurden bisher zirka 7,5 Millionen Euro rechnerisch abgewickelt. Rücklagen werden noch mit  0,3 bis 2,2 Prozent verzinst, freute sich der Kämmerer.

Hohe Rücklagen

Der Schuldenstand der Gemeinde betrug am 30. Juni 1,625 Millionen Euro.  Auf der Habenseite waren bei Banken zwölf Millionen Euro angelegt und Bausparguthaben gab es in Höhe von 1,229 Millionen Euro. Diese Guthaben werden allerdings in den nächsten Jahren, beispielsweise für Feuerwehrhäuser und Schulen, verbraucht werden, so Knoblach. Die laufenden Konten weisen aktuell zirka 0,5 Millionen Euro aus. Die Finanzkraft der Gemeinde liegt im laufenden Jahr bei zirka 700 Euro pro Einwohner und damit  im Mittelfeld. 

Robert Herbig vom gemeindlichen Bauamt ging dann auf abgeschlossene, laufende und geplante Bauvorhaben ein. Die Erschließung der Baugebiete in Herlheim und Unterspiesheim werden in den nächsten Monaten abgeschlossen. Im Oktober sollen dann die Vermessungen der Baugrundstücke durchgeführt werden. Im Frühjahr 2020 kann der Verkauf erfolgen. In Gernach, Lindach, Kolitzheim und Zeilitzheim ist die Ausweisung von Baugebieten beschlossen. Dazu müssen allerdings noch verschiedene Angelegenheiten geklärt und teilweise auch Grundstücke erworben werden. Für das Gemeinschaftshaus in Herlheim erstellt ein Architekt einen Kostenvergleich zwischen der Sanierung des Gebäudes und dem Abriss und der Errichtung eines Neubaus. Ein Kostenvergleich zwischen den Standorten Herlheim und Unterspiesheim  für eine neue Grundschule ist ebenfalls nötig. Bis September soll das "digitale Klassenzimmer" für die Grundschulstandorte Herlheim, Stammheim und Zeilitzheim möglich sein. Dazu muss allerdings die Einbindung des vorhandenen Systems erfolgen.

Weitere Bauvorhaben

Zur Errichtung eines neuen Feuerwehrhauses mit Erweiterung des Rathauses in Kolitzheim sind die Planungen angelaufen. Fertig ist die Unterstellhalle am Bauhof. Die Frage, ob in Oberspiesheim die Planungen für ein Gewerbegebiet aufgenommen werden sollen, ist noch nicht festgelegt. Weit fortgeschritten sind die Planungen für eine Mischwasserbehandlung mit Entlastungskanal in Stammheim. Für die Umgestaltung des Weihers in Stammheim müssen gewünschte Planänderungen noch eingearbeitet werden. Auch für eine Erweiterung des Kindergartens in Stammheim wurde noch keine tragbare Lösung gefunden. Im Kindergarten Zeilitzheim soll bis zum Beginn des neuen Kindergartenjahres eine Trennwand zwischen Kindergarten und Treppenhaus errichtet werden.

Auch die Umbauarbeiten im ehemaligen Raiffeisengebäude in Zeilitzheim für eine Schulkindbetreuung werden bis zum Beginn des neuen Schuljahres abgeschlossen sein. Für einen Steg über die Volkach in Zeilitzheim wurden die Planungsaufträge erteilt. Auch auf die Flurbereinigungen ging Robert Herbig ein. In Zeilitzheim ist sie bis auf Kleinigkeiten abgeschlossen.  In Unter- und Oberspiesheim ist sie angeordnet und es laufen Wegenetz- und Grünplanungen. In Kolitzheim laufen die Vorbesprechungen und Planungen.

Kirchensanierung ist abgeschlossen

Die Kirchensanierung in Kolitzheim ist abgeschlossen und die Außenrenovierung der Gernacher Kirche hat begonnen, ging Herbig auf kirchliche Maßnahmen ein. Für die Erweiterung des Kindergartens in Unterspiesheim wurde die Ausführungsvariante festgelegt und die Planungen können nun weitergeführt werden.

Verkehrssicherung an Kreisstraßen

Auch von den zahlreichen zusätzlichen Aufgaben des Bauhofes berichtete Robert Herbig. So mussten in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Schweinfurt zur Verkehrssicherung an Kreisstraßen Bäume gefällt werden. Im Waldstück "Humpel" bei Herlheim wurden zirka 500 neue Bäume gepflanzt. Pflanzstreifen wurden gerodet und neu eingesät, Rabatten erneuert und Pflasterarbeiten durchgeführt sowie Straßen repariert.

Kontrollgänge an Biberdämmen

Neben weiteren Arbeiten berichtete Herbig von 86 Stunden Kontrollgängen an Biberdämmen. Für die Beseitigung von Wasserrohrbrüche und Erneuerung von Hausanschlüssen und Schiebern beziehungsweise Hydranten waren Mitarbeiter des Bauhofes 275 Stunden im Einsatz. Nicht mitgerechnet sind hier die Stunden des Wasserwarts. Viele Arbeiten konnten durch den krankheitsbedingten Ausfall von Bauhofmitarbeitern nicht in gewohnter Weise erledigt werden, betonte Robert Herbig.

Wenn die Arbeiten nicht bewältigt werden können, müssen sie an Firmen vergeben werden, schlug Reinhard Heck vor. Dies gehe nicht immer, lautete Herbigs Antwort. Auf Firmen müsse gewartet werden, was zum Beispiel bei Wasserrohrbrüchen nicht möglich sei.  

 

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