Leserforum: Umgehung als einzige Lösung

20.05.2009

Mainpost 20.05.2009

Kolitzheim

Leserforum: Umgehung als einzige Lösung

 

Zur geplanten Umgehungsstraße Volkach, Gaibach, Kolitzheim

Die Leserbriefe der Umgehungsstraßengegner aus dem Volkacher Osten übertreffen sich ein ums andere mal an Polemik und nur an Eigeninteressen ausgerichteten Inhalten. Abgeordnete, Bürgermeister und Stadtrat werden verbal attackiert, Sachverhalte falsch dargestellt. Beispiel aus dem Leserbrief vom 5. Mai: Es ist falsch, dass Landtagsabgeordneter Otto Hünnerkopf und Bürgermeister Peter Kornell nach Schweinfurt zitiert wurden. Fakt ist, dass der geplante Termin in Volkach mit den Bürgermeistern aus Kolitzheim und Volkach sowie dem Staatssekretär Weiß nach Schweinfurt verlegt wurde, da die Öffentlichkeit vom geplanten Termin in Volkach unterrichtet war. Erst recht falsch ist, dass eine Umgehung um den Volkacher Osten technisch nicht machbar und finanzierbar sei. Abgelehnt wurde lediglich die komplette Ostlösung um Kolitzheim, Gaibach und Volkach, alle anderen Varianten sind offen.

Wir haben uns schon immer für den Erhalt der Wohnqualität für den Volkacher Osten im Falle einer Fertigstellung der Halbumgehung eingesetzt. Wohl und Wehe der Bürger im Volkacher Norden und der Innenstadt interessiert im Osten kaum jemanden. Deren Forderung zur Sperrung der Staatsstraße 2271 für Lkw und Verlagerung des Verkehrs auf andere Straßen laufen leider ins Leere, denn eine Staatsstraße ist auch und speziell für den überregionalen Verkehr gewidmet und bildet innerhalb des Staatsgebietes zusammen mit den Bundesfernstraßen ein Verkehrsnetz, welches dem Durchgangsverkehr dient.

Keine Straßenverkehrsbehörde würde eine Lücke im durchgehenden Staatsstraßennetz schaffen, dies wäre ein Novum im Freistaat Bayern. Mautsperren für Lkw wurden bislang nur an Bundesstraßen, welche parallel zu einer Bundesautobahn (zum Beispiel B 8, B 9) angeordnet.

Müssten Kinder oder Angehörige der Leserbriefschreiber täglich diese Straße überqueren, würden Adjektive wie „absurd“, oder „unsinnig“ schnell ad acta gelegt sein. Absurd ist die Aussage, dass im Osten von Volkach mehr Bürger betroffen wären als im Norden. Der am Gaibacher Berg einfahrende Lkw belärmt zwei komplette Stadtteile und nicht nur die direkt an der Gaibacher Straße lebenden Bürger. Aktiver Lärmschutz ist nur im Volkacher Osten und leider nicht im Volkacher Norden möglich. Dies wurde auf Anfrage bereits von der Obersten Baubehörde mitgeteilt.

Der Freistaat hat mit Millionensummen die großräumigen Umgehungen Hörblach, Schwarzach und Sommerach gebaut und uns die Verkehrsprobleme erst beschert, jetzt müssen die Politiker von heute die Fehler der Verkehrspolitik von früher ausbaden. Die Bürger im Volkacher Osten sollten begreifen, dass an einer Umgehungslösung zum Gemeinwohl der Stadt kein Weg vorbeiführt, denn es kann, darf und wird nicht sein, dass Volkach der einzige Ort zwischen Kitzingen und Schweinfurt ohne Ortsumfahrung bleibt.

Familien Adler, Kästner, Gruenberg, Klinger, Scholz

97332 Volkach

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