„Märchenhaft schöner“ Dorfabend

02.02.2015

Mainpost, 02.02.2015

 

GERNACH
„Märchenhaft schöner“ Dorfabend

Gemeinschaftlich organisiert von Frauenbund und Musikkapelle Gernach

Die Gernacher dürfen stolz sein: Mit vielen Akteuren stellten sie ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine. Das Motto des Dorfabends: „Märchenhaft schön“.

Begleitet von der Garde zog der Fünferrat im TSV-Sportheim ein. Musiker Thomas Rost aus Österreich lud gleich zu einer Schunkelrunde ein. Dann führte die Purzelgarde von Komm-in ihren Piratentanz vor: Man konnte schon Angst kriegen, als die kleinen Piraten die Bühne enterten und dort zeigten, wie wilde Piraten sich aufführen.

Die Diskussion eines älteren Ehepaares, ob ein Frühstücksei genau viereinhalb Minuten gekocht habe und damit den richtigen Härtegrad erreicht hat, endete für die beiden in einem ernsten Ehekonflikt, der das Publikum sehr erheiterte. Chantal Schneider und Laura Büchner zeigten in ihrem Duotanz Tanzkunst, die die Zuschauer begeisterte. Der „Lubber von der Ringstraß“ nahm das aktuelle Dorfgeschehen von Gernach aufs Korn. Ausführlich schilderte er die „sachliche Diskussion“ („Der Baam is kaputt, der muss weg!“ „So ein Schmarrn, der iss g'sund, da muss nur ein Ast weg!“) in der Gernacher Bürgerversammlung um Sein oder Nichtsein des Kastanienbaums an der Bushaltestelle. Ergebnis: Die Rabatte an der Straße wurde erneuert, „dass in der Bürgerversammlung keiner sagen kann, dass in Gernach nichts gemacht wird“.

Wie schwer es auch eine erfahrene Lehrerin hat, wenn sie gewieften Schülerinnen etwas über Musik beibringen soll, zeigte der Sketch der Komm-in-Gruppe: Erstaunt nahm sie zur Kenntnis, dass das Tenorhorn ein göttliches Instrument sei: „Nur der liebe Gott weiß, was rauskommt, wenn man reinbläst“, klärten die Schülerinnen auf.

Der Hexentanz des Frauenbundes in tollen Hexenkostümen war so mitreißend, dass die Gäste begeistert klatschen. Beim Sketch von Komm-in ist die böse, hochnäsige Königin zu Gast bei Moderator Jünther Gauch im Quiz „Wer wird Millionär“. Das Thema: „Märchen“. Sie weiß viel, aber der Telefonjoker gibt ihr den falschen Tipp: der ganze Gewinn ist futsch. Beleidigt zieht sie ab. Nur das Versprechen des Moderators, dass sie selbst jetzt die Rolle von Jünther Gauch einnehmen darf, versöhnt sie wieder. Mit kniffligen Fragen zum Thema „Märchen“ fordert sie das Rateteam aus dem Publikum. Elke Dressel zeigt sich schließlich als die beste Märchenkennerin, gefolgt von Nicole Schneider und Pfarrer Thomas Amrehn.

„Gernachs Goldene Generation“, die Wohnies brachten das Märchen von Räuber Hotzenplotz gelungen zur Aufführung. Die Gardetänzerinnen zeigten einen tollen Tanz, der das Publikum mitriss. Noahs Frau beklagte sich beim Publikum: Es sei nicht recht, dass im Zusammenhang mit der Arche nur Noah genannt werde. Sie habe entscheidenden Anteil, dass die Arche Noah Erfolg gehabt habe: „Ohne uns Frauen wäre gar nichts gelaufen“, stellte sie unter dem Beifall vor allem des weiblichen Publikums fest.

Der Tanz „Eiskönigin“ zeigt die Sehnsucht der Eiskönigin nach Wärme und Frühling. Lustig auch, wie im Sketch „Da stimmt was nicht“ der tumbe Ehemann überlistet wird: Sechs Füße hatte er im Bett gesehen; als er dann auf Geheiß seiner Gattin aufsteht, sieht er plötzlich nur noch vier – und er kann beruhigt mit seiner Frau weiterkuscheln. Mit Beifall bedachte das Publikum Edeltraud Dresch. Sie hatte im vergangenen Jahr das Stück „Da stimmt was nicht“ mit einstudiert, dann wurde sie kurz vor der Aufführung von einer schweren Krankheit getroffen, sodass es nicht aufgeführt werden konnte. „Wir sind alle froh, dass du da bist, Edeltraud“, sagte Kornel Hetterich vom Fünferrat.

„Mutter weiß mehr“ – so der Titel des hochkarätig vorgetragenen Tanzes, in dem das Tanzduo den Weg der Tochter zum Erwachsenwerden zeigt, der für die Mütter nicht immer leicht ist, denn sie meinen das Leben zu kennen und wollen ihre Töchter vor Unglück bewahren. „Das etwas andere Rumpelstilzchen“ zeigte eine in unsere Zeit gewendete Form dieses Märchens: Der König von Mallorca bekommt schließlich die Königstochter, weil der Kundschafter, den die Königin ausgesandt hatte, Rumpelstilzchen anruft und dieses seinen Namen beim Abheben des Hörers verrät, weil es sich meldet: „Hier Rumpelstilzchen“.

Die Schwierigkeit, einen Werbespot für den Zuzzler-Schnaps zu produzieren, wurde in dem Sketch „Zuzzler-Schnaps – der tut mir gut“ gezeigt. Wie immer bildete das Männerballett „Prinz und Prinzessin“ den krönenden Abschluss des gelungenen und kurzweiligen Dorfabends, bevor sich alle Darsteller zum Abschluss noch einmal auf der Bühne versammelten.

Akteure des Dorfabends

Fünferrat: Kornel Hetterich, Petra Dietz, Sonja Graf, Lydia Schug, Alfred Glos

Piratentanz: Felix Schiller, Mila Grimm (Garstadt), Niklas Friedrich, Joselle Schneider, Despina Gkontos, Benjamin Berchtold, Pelagria Gkontos, Mia Brand (Unterspiesheim), Phil Salender, Svenja Schreckenbach, Elias Berchtold. Trainerinnen: Aileen Berchtold und Nicole Schneider

Altes Ehepaar: Alfred Glos, Erhard Scholl

Duo Tanz: Chantal Schneider, Laura Büchner (Heidenfeld); Trainerin: Elisabeth Dietz

Der Lubber von der Ringstraß': Peter Claassen

„Eine Musikstunde mit unmusikalischen Kindern“: Lehrerin: Selina Fuß, Schülerinnen: Ramona Maul, Alena Schmidt, Chantal Schneider, Joselle Schneider, Svenja Schreckenbach, Mila Grimm; Betreuerinnen: Lydia Schug, Hedwig Treutlein-Scholl

Hexentanz des Frauenbundes: Claudia Ahles, Elke Dressel, Andrea Heck, Karin Johe-Nickel, Theresia Klüpfel, Linda Nickel, Sabine Nickel, Marika Schmidt, Lydia Schug, Rosa Schüll, Martina Treutlein, Hedwig Treutlein-Scholl, Gabi Walter, Elke Weilhöfer; Trainerin: Julia Schug

„Märchenwald“: Alena Schmidt, Selina Fuß, Chantal Schneider

Werbung: Ramona Maul, Joselle Schneider, Svenja Schreckenbach, Mila Grimm

Märchenquiz: Alena Schmidt, Selina Fuß, Ramona Maul, Chantal Schneider, Joselle Schneider, Svenja Schreckenbach, Mila Grimm; Betreuerinnen: Lydia Schug, Hedwig Treutlein-Scholl

Räuber Hotzenplotz: Simon Treutlein, Kornel Hetterich, Frank Graf, Ingo Nickel, Stefan Claassen, Benedikt Berchtold, Dieter Dietz; Bürger: Andreas Nickel, Dominik Walter, Johannes Riegel; Tänzer: Tobias Ott, Lukas Treutlein; Text: Kornel Hetterich, Simon Treutlein, Frank Graf, Ingo Nickel; Bühnenbau/Requisiten: Frank Graf, Bernhard Graf, Simon Treutlein, Ingo Nickel

Gardetanz: Christine Hillmann, Lena Niedermeyer, Anne Niedermeyer (alle Lindach), Ramona Maul (Unterspiesheim), Lisa Dresch, Selina Fuß; Trainerin: Julia Schug

Noahs Frau: Karin Johe-Nickel

Tanz Eiskönigin: Chantal Schneider, Laura Büchner (Heidenfeld), Alena Dresch, Alena Schmidt; Trainerin: Elisabeth Dietz

„Da stimmt was nicht“: Karin Johe Nickel, Theresia Klüpfel, Gabi Walter

Duo-Tanz: Lena Walter, Corinna Schüll; Trainerin: Julia Schug

Das etwas andere Märchen: Martina Treutlein, Christa Back, Werner Treutlein, Andrea Heck, Reinhard Heck, Norbert Geiger, Claudia Ahles, Paula Claassen, Rainer Back

Produktion eines Werbespots: Alfred Glos, Erhard Scholl

Männerballett: Dieter Dietz, Benjamin Schneider, Benedikt Berchtold, Lukas Treutlein, Andreas Nickel, Dominik Walter; Trainerinnen: Jasmin Hoffart, Aileen Berchtold

Musikalische Begleitung und Umrahmung: Thomas Rost

Die Helfer hinter und am Rande der Bühne: Elektro-, Beleuchtungs-, Musik- und Klangtechnik: Matthias Hetterich;

Technische Assistenz: Marianne Ott;

Kundenmanagement, Finanzen, Kasse: Manfred Schug; Filmproduktion: Rainer Schüll.

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