Mit dem Feuerwehrauto in die Eisdiele

27.01.2015

Mainpost 27.01.2015

 

OBERSPIESHEIM
Mit dem Feuerwehrauto in die Eisdiele

Feuerwehr Oberspiesheim stolz auf Jugendgruppe

Auf ein erfolgreiches erstes Jahr blickte Vorsitzender Christian Nöth bei der gut besuchten Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Oberspiesheim im Dorfgemeinschaftshaus zurück.

Der im vergangenen Jahr neu gewählte Vorstand habe neue Akzente gesetzt und Bewährtes weitergeführt, so Nöth. Neben den erfolgreichen Festen, der Maibaumaufstellung und dem Johannisfeuer sowie dem traditionellen Kameradschaftsabend war der Vorsitzende besonders stolz auf die neu gegründete Jugendgruppe der Feuerwehr unter der Leitung von Lukas Schwab.

Fünf Mädchen und zwei Jungs trafen sich regelmäßig zu ersten Übungen. Bei interessanten Vorträgen und Präsentationen wurde auch theoretisches Wissen vermittelt und so konnte die Jugendgruppe bereits im Herbst an einem Wissenstest teilnehmen.

Aber auch der Spaß kam nicht zu kurz, bei einem Ausflug mit dem Feuerwehrauto zur Eisdiele, bei einem Kinonachmittag, beim Schlittschuhlaufen und bei einer rasanten Schlittenabfahrt in Zeilitzheim.

Anerkennung und Respekt zollte der stellvertretende Bürgermeister Martin Mack dem neuen Vorstand für die geleistete Arbeit. Er lobte die generationenübergreifenden Aktivitäten der Feuerwehr, hob den ehrenamtlichen Feuerwehrdienst, die Einsatzbereitschaft für die Bürger und den hohen Stellenwert für die Dorfgemeinschaft hervor.

Zusammenarbeit wird wichtiger

„Die Mannschaft kann nur zusammen erfolgreich sein“, appellierte er an die Floriansjünger. Künftig werde die überörtliche Zusammenarbeit immer wichtiger werden, prognostizierte der Stellvertreter des Bürgermeisters, und verwies auf die notwendige Kooperation der Wehren innerhalb der Gemeinde und auch darüber hinaus.

Diesen Gedankengang griff Kreisbrandmeister Alexander Bönig auf und betonte, dass damit auch gemeinsame Übungen und ortsübergreifender Personaleinsatz erforderlich sein würden.

Die endgültige Entscheidung über eine kooperative Zusammenarbeit mit anderen Wehren werde jedoch nicht von der Kreisbrandinspektion oder den örtlichen Vorständen getroffen, sondern nur nach vorheriger Absprache mit den Feuerwehrdienstleistenden vor Ort, betonte Bönig. Der Kreisbrandmeister lobte die gute Arbeit der Oberspiesheimer Wehrleute und ihrer Führung und freute sich über die neu gegründete Jugendgruppe.

Zwei Gruppen in Leistungsprüfung

Von intensiven Übungen zur Vorbereitung auf die Leistungsprüfungen und schließlich vom erfolgreichen Abschluss zweier Gruppen bei der Abnahme der Prüfungen in Unterspiesheim berichtete Kommandant Harald Ebert. Bei der Beseitigung von Ölspuren war der Einsatz der Wehrmänner gefragt, bei einem Verkehrsunfall auf der Kreisstraße nach Herlheim war ihre Hilfeleistung erforderlich.

Ein Schwerpunkt des vergangenen Jahres seien die Truppmann-Ausbildung und andere Schulungen gewesen, sagte der Kommandant. Diese Lehrgänge werden die Oberspiesheimer Wehr auch in diesem Jahr beschäftigen.

Aktuelle Informationen über den Stand beim Digitalfunk lieferte Kreisbrandmeister Alexander Bönig auf eine entsprechende Anfrage von Wolfgang Stürmer. So sei mit der Ausrüstung der Wehren in seinem Aufgabenbereich wohl spätestens bis zum Jahresende zu rechnen, berichtete Bönig.

Alarmbox oder Whats-App

Weitere Diskussionen löste das Nachdenken über den künftigen Informationsaustausch innerhalb der Wehr aus. So favorisierte der Kreisbrandmeister die Nutzung der Alarmbox zur Weitergabe von Informationen, statt des Einsatzes einer Whats-App-Gruppe, die ebenfalls im Gespräch ist.

Rainer Ullrich

 

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