Mit dem Rad zum Apostelgrab

16.07.2018

Mainpost 16.07.2018

HERLHEIM

Mit dem Rad zum Apostelgrab
Beim Pfarr- und Patronatsfest in der Herlheimer Kirche drehte sich, mehr denn je, alles um den Kirchenpatron Jakobus.
Der besondere Grund hierfür: Am Abend vor dem Fest war der Herlheimer Fred Krauß nach fünfwöchiger Rad-Pilgerfahrt auf dem Jakobusweg aus Santiago de Compostela zurückgekehrt. Zusammen mit Pfarrer Andreas Engert und den Ministranten zog er mit seinem Fahrrad in die Kirche ein.

Auf die Pilgerfahrt des Herlheimers bezog sich dann auch die Predigt Pfarrer Engerts. Im Mittelalter machten sich Menschen auf den Weg zu Märtyrergräbern und Reliquien, um Heilung und Gottes Segen zu erlangen, Gelübde einzulösen oder Buße zu tun, so der Geistliche.
Dies habe sich geändert. Heute gehe es oft schlichtweg um die Überwindung der eigenen Grenzen, ein Ziel zu erreichen und die ganzheitliche Erfahrung von Geist und Körper. Der Weg sei das Ziel, so Engert. Der Weg zum Grab des Apostels Jakobus eröffne den Pilgern die Möglichkeit zu einer religiösen Erfahrung, der Begegnung mit sich selbst, mit anderen Menschen und möglicherweise auch mit Gott.

An einer aufgestellten Pinnwand konnten die interessierten Besucher auf einer Karte den langen Weg von Herlheim nach Santiago de Compostela verfolgen, den Fred Krauß und ein Kollege zurückgelegt haben. Daneben gab es zahlreiche Fotos der Pilgerreise. Musikalisch umrahmt wurde der Festgottesdienst vom Gesangverein Herlheim.

 

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