Mit Transporter und Anhänger nach Valpovo

16.10.2020

Mainpost 16.10.2020

Herlheim
Mit Transporter und Anhänger nach Valpovo

Die Corona-Pandemie hat in diesem Jahr auch die Pläne der Veteranenfreunde Herlheim auf den Kopf gestellt. So war für das Frühjahr wieder eine Hilfslieferung nach Valpovo im Osten von Kroatien vorgesehen, womit das gut gefüllte Lager in Herlheim geleert werden sollte. Diese musste ausfallen. In den vergangenen Monaten versuchten die Verantwortlichen der Veteranenfreunde immer wieder Wege zu finden, die dringend benötigten Hilfsmittel nach Valpovo zu bringen. Wegen eines Erdbebens im Raum Zagreb im März konnte das Rote Kreuz aus Kroatien auch keinen Lkw zum Abholen schicken, was in den vergangenen Jahren mehrmals der Fall war.
Viele Telefonate und Mails mit Pavica, der Vermittlerin in Valpovo, und die Erledigung zahlreicher Formalitäten waren nötig, damit Clubleiter Ewald Kopp und sein Bruder Albin die Reise antreten konnten. Unentgeltlich stellten hierfür Klaus Full einen Transporter und Matthias Kopp einen Anhänger zur Verfügung.  Bereits vorher hatten Helfer die elektrischen Pflegebetten, Rollstühle, Elektromobile, Rollatoren und weitere sanitäre Hilfsmittel gereinigt, geprüft und wenn nötig repariert. Für die Behindertengruppe "MI" wurden auch viele Kartons mit Wolle, Stoffen und Handarbeitsartikeln geladen, die Michaela und Rita von "MiRis toller Wolle" aus Gerolzhofen gespendet hatten.

Kein gemeinsames Beisammensein

Alles war in diesem Jahr anders, berichtet Ewald Kopp. Sowohl beim Abladen der Lieferung beim Roten Kreuz in Valpovo wie auch bei der Behindertengruppe "MI" wurde auf die Einhaltung der Hygienevorschriften geachtet. Auch ein gemeinsames Beisammensein mit den Helfern vor Ort und den Mitgliedern der Behindertengruppe durfte nicht stattfinden. Sehr froh sind die Verantwortlichen der Veteranenfreunde, dass die Hilfslieferung noch vor Beginn des Winters und eventuellen neuen Reisebeschränkungen stattfinden konnte. Denn diese Lieferung wurde sehnlichst erwartet. So freute sich beispielsweise Tichomir über sein Zweisitzer-Elektromobil. Zusammen mit einer Begleitperson kann sich der blinde und gehbehinderte Mann nun besser fortbewegen.
Weitere Vorhaben der Veteranenfreunde konnten in diesem Jahr coronabedingt nicht durchgeführt werden. So musste das Preisschafkopfturnier zugunsten des Palliativbereichs der Geomed-Kreisklinik zwei Tage vor der Veranstaltung abgesagt werden. Auch die Absage sämtlicher Oldtimerveranstaltungen wie auch das eigene Treffen hatte großen Einfluss auf das Vereinsleben der Veteranenfreunde.

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