Nach 31 Jahren geht der Kapitän

30.03.2009

Mainpost 30.03.2009

LINDACH

Nach 31 Jahren geht der Kapitän

Neue Führung beim Lindacher Feuerwehrverein

 

Einen neuen Vorsitzenden musste die Feuerwehr wählen, weil Peter Woitek nach 31 Jahren in der Vorstandschaft und 19 Jahren als Vorsitzender nicht mehr kandidierte.

In der Generalversammlung gab Kassenwart Joachim Schön eingangs einen detaillierten Überblick über die Finanzverhältnisse des Feuerwehrvereins. Die Revisoren Werner Reisbeck und Reinhold Wiederer bescheinigten dem Kassenverwalter eine mustergültige Arbeit.

Peter Woitek ging in seinem Rechenschaftsbericht auf die Aktivitäten des Feuerwehrvereins ein. Hier erwähnte er die Organisation und Durchführung des jährlichen Sommerfestes, den Tag der offenen Tür und die ideelle Unterstützung und finanzielle Beteiligung an der Installation des neuen Lindacher Landerlebniswegs, der demnächst eröffnet wird.

Im Rückblick auf seine Amtszeit machte Woitek deutlich, dass er sich weniger als Vereinsführer gesehen habe, sondern vielmehr als Koordinator, der seine Arbeit voll und ganz in den Dienst der Dorfgemeinschaft stellte. Er legte Wert auf die Feststellung, dass seine Forderungen an die Gemeinde Kolitzheim als Sachaufwandsträger der Feuerwehr nie überzogen waren. „Wir müssen nicht auch haben, was andere Gemeindeteile bekommen. Wir brauchen das für uns Notwendige“, sei sein Motto gewesen.

Auch Joachim Schön stellte sich nach 31 Dienstjahren nicht mehr zur Verfügung. Zweiter Bürgermeister Martin Mack nützte die Gelegenheit zum Dank an die beiden Vorstandsmitglieder seitens der Gemeinde und der Feuerwehr Lindach. Der bisherige zweite Vorsitzende Stefan Wiederer überreichte den beiden scheidenden Feuerwehrkameraden jeweils einen Präsentkorb für ihre Verdienste. Schriftführer Helmfried Ziegler gab den Termin für das Sommerfest bekannt, das man am 12. Juli feiern will. Ferner gab er den Mitgliederstand mit 94, davon 44 aktive, an.

Kommandant Holger Hellert berichtete von den Einsätzen der Aktiventruppe. Glücklicherweise, so Hellert, hatte man keine großen Ernstfälle zu bewältigen. Lediglich ein kleiner Flächen- und ein Lkw-Brand mussten bekämpft werden.

In der Aussprache wurde angeregt, wieder mehr Wert auf die theoretische Ausbildung zu legen, was besonders in den Wintermonaten geschehen sollte. Ferner müsste allen Aktiven die wichtigen Löschwasserentnahmestellen (Unterflurhydranten) bekannt gemacht werden. Außerdem sollten die Oberflurhydranten wieder einmal neu gestrichen werden oder von Schulkindern bemalt werden wie andernorts.

Kommandant Hellert konnte zwei neue Mitglieder in der Jugendfeuerwehr begrüßen: Linda Göbel und Laxman Knoblach wurden per Handschlag aufgenommen.

Die Neuwahlen brachten folgendes Ergebnis: Erster Vorsitzender Stefan Wiederer, neuer zweiter Vorsitzender Andreas Markert, neuer Kassenwart Stefan Hellert (neu), Schriftführer Helmfried Ziegler, Revisoren Werner Reisbeck und Reinhold Wiederer, 1. Kommandant Holger Hellert und sein Stellvertreter Matthias Faulhaber.

In seinem Schlusswort dankte Bürgermeisterstellvertreter Martin Mack allen Feuerwehrleuten des Obstbaudorfes für ihren treuen Dienst zum Wohle der Allgemeinheit. Mack sieht Feuerwehrdienst als sozialen Dienst am Nächsten, dazu bedürfe es verantwortungsbewusster Aktiver in der Einsatztruppe.

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