Nackt zurück zur Frau ins Bett

28.02.2006

Mainpost 28.2.2006

 

Nackt zurück zur Frau ins Bett

 

herlheim "Singen, lachen, fröhlich sein, beim Frauenbund in Herlheim", lautete das Motto des Frauenbundfaschings, bei dem zum ersten Mal alle Interessierten willkommen waren. Mit einer gelungenen Mischung aus Gesang, Sketsch- und Tanzeinlagen sowie Schunkelrunden verbreiteten die Akteure für gute Laune. Erwin Pfister sorgte mit der passenden Musik für den geeigneten Rahmen und Maria Günther führte gekonnt durchs Programm.

 

Mit einem "Helau der Fasenacht" (Melodie: Eine Seefahrt die ist lustig) begrüßte der Frauenbundfaschings-Chor (FFC) die Besucher.

Von ihrem wunderschönen Aufsatz über die Lunge berichtete Ingrid Katzenberger als Schulmädchen. "Thema verfehlt", bewerte der Lehrer die Arbeit.

Ihre Gedanken beim Hochamt teilten die Besucher, fünf Damen und ein Herr, dem Publikum durch Worte und Gestik mit. Kleider und Hüte, Predigt, Orgelspiel, Klingelbeuteleinlage, alles wurde hier beleuchtet und bewertet.

"So unnütz wie Dornen und Disteln, so ist auf der Erde der Mann" meinten die Sängerinnen des FFC in ihrer "Moritat vom Mann" und präsentierten dem Publikum eine Negativliste männlicher Eigenschaften.

Alle Zahlen richtig freute sich Lottokönigin Anna Kleinhenz und malte sich aus, was sie sich, alles leisten kann. Leider hatte der Ehemann den Lottoschein nicht abgegeben.

Vier Eierköpfe, nur die Köpfe der Darsteller waren sichtbar, untermalten durch ihre Maske und Mimik eindrucksvoll den Song "Männer habens schwer".

Den Abschluss des ersten Teils des Abends bildete das Männerballett aus Stammheim, das als Urwaldbewohner dem begeisterten Publikum einen Urwalstanz präsentierte.

Als gewitzter Postbote, der sich redlich bemühte nur soviel als nötig zu arbeiten, berichtete Ralf Brünn zur Gaudi der Zuhörer von seinen reichhaltigen Erfahrungen als Zusteller und am Schalter.

Seinen Sprachfehler wollte ein Patient beim Arztbesuch kurieren lassen. Nach zahlreichen Missverständnissen erhielt der Kranke eine Spritze zur Heilung dieses Übels.

Ruth Braun erzählte von den Erlebnissen des Bauern Michel, der sich mitten in der Nacht, nur mit Nachthemd bekleidet, "Öpfelmoust" aus dem Keller holen wollte und schließlich frierend und nackt zu seiner Frau ins Bett zurückkehrte.

Als "Amalie, die Sitzengebliebene" klagte Ingrid Katzenberger ihr Leid und schilderte ihre Erlebnisse, die Enttäuschungen, Hoffnungen und Ansprüche auf der Suche nach einem Mann.

Dazwischen erfreute der Frauenbundfaschings-Chor die Besucher immer wieder mit musikalischen Einlagen. Zu bekannten Melodien trugen sie närrische Texte vor. Im Rollenlied (Melodie: auf der schwäbsche Eisenbahn) berichteten sie wie man mit Hilfe des Nudelholzes eine schöne Figur bekommt. Durch Schunkelrunden, bei denen sich die närrischen Gäste begeistert beteiligten, wurde das dreistündige Programm aufgelockert.

"Nun geht die Party erst richtig los", meinte Maria Günther am Ende des offiziellen Programms, denn nun hatten die Gäste die Gelegenheit zur Musik von Erwin Pfister das Tanzbein zu schwingen.

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