Neubau des Feuerwehrhauses mit Rathauserweiterung

20.02.2020

Mainpost 20.02.2020

Kolitzheim

Neubau des Feuerwehrhauses mit Rathauserweiterung

Zum Tagesordnungspunkt "Neubau des Feuerwehrgerätehauses mit Rathauserweiterung in Kolitzheim" begrüßte der Bürgermeister Florian Göger vom gleichnamigen Architekturbüro und den Vorsitzenden der Feuerwehr Kolitzheim, Norbert Pfaff. Florian Göger stellte die aufgrund der in der Gemeinderatssitzung im Herbst 2019 vorgebrachten Veränderungswünsche aktualisierte Planung vor.

Die Erschließung erfolgt über die Anschlussfuge zwischen Altbau und Neubau, eine Verbindung zwischen Feuerwehrhaus und Rathaus im Erdgescnoss ist nicht vorgesehen. Das Erdgeschoss des Anbaus sei für den Fahrzeugbereich für die Feuerwehr, die Umkleideräume und den Schulungsbereich vorgesehen. Direkt neben dem jetzigen Eingang zum Rathaus sei ein Aufzug vorgesehen.

Büroräume für die Verwaltung

Die Räume im Obergeschoss des Anbaus, der an der Westseite des bestehenden Rathauses sich im rechten Winkel nach Norden anschließt, werden als weitere Büroräume für die Verwaltung benötigt. Hier wurde die Anregung von der November-Sitzung des Gemeinderats aufgegriffen und durch die Einplanung einer Mittelzone dafür gesorgt, dass die Büros weniger tiefen Raumquerschnitt haben.

Beim Sitzungssaal könne man daran denken, die Projektionsfläche auf die gegenüberliegende Seite des Gemäldes zu verlegen. Der Architekt legte drei Variationen der Außen- und Fenstergestaltung vor. Die eher schlichtere und ruhigere Variante zwei fand den größten Anklang im Gremium, einig war man sich auch, die Fenster nicht bis zum Boden zu ziehen, eine Variante, die der Architekt vorgeschlagen hatte.

Kosten: 2,35 Millionen Euro

Die Kostenschätzung für den gesamten Neubau liegt bei etwa 2,35 Millionen Euro. Die Innenausstattung für die Räume der Feuerwehr und die Büros der Gemeindeverwaltung schlagen zusätzlich mit etwa 160 000 Euro zu Buche. Dazu kommen noch die Kosten für die Umgestaltung des Sitzungssaales und die Kosten für die nötigen Erneuerungsmaßnahmen der EDV-Anlage.

Alfred Bumm gab zu bedenken, dass man den Bau als Zweckbau gestalten sollte. Der Architekt legte dar, dass man den Bau sehr wirtschaftlich gestaltet habe: "Eigentlich haben wir eine große Kiste geplant". Die Räume im Erdgeschoss entsprechen den Vorschriften für die Raumgrößen, die für die entsprechende Personenzahl und die entsprechende Art und Zahl der Fahrzeuge vorgegeben sind; von daher ergebe sich die Größe des Obergeschosses.

Photovoltaik ist möglich

Burkard Krapf stellte die Frage, ob man die Dacheindeckung mit Photovoltaik-Elementen gestalten könnte. Dies sei möglich,  aber in der aktuellen Kostenschätzung noch nicht enthalten. Bürgermeister Horst Herbert wies darauf hin, dass man in der Verwaltung zusätzlichen Raumbedarf habe, und man auch daran denken müsse, dass man für die nächsten 20 bis 30 Jahre plane.

Über die Gestaltung der Fassaden könne man später entscheiden – es sei zu prüfen, welche Variante der Außengestaltung längerfristig die kostengünstigere sei. Nach der Diskussion fasste der Gemeinderat den einstimmigen Beschluss, dem Architekturbüro den Auftrag zu erteilen, die Fachplanerangebote einzuholen.

Der Vorsitzende der Feuerwehr, Norbert Pfaff, plädierte auch für die Variante zwei. Er äußerte sich positiv über die Zusammenarbeit bei der Planung mit dem Architekturbüro und der Gemeinde. Die aktuelle Planung erfülle alle Vorgaben der Feuerwehr.

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