Neuer Bücherschrank im Hildegard-Garten

21.09.2020

Mainpost 21.09.2020

Unterspiesheim

Neuer Bücherschrank im Hildegard-Garten

Am 17. September feierten  die beiden großen Kirchen den Namenstag der Heiligen Hildegard. Bekannt wurde sie bis in unsere Zeit durch ihre heilkundlichen Schriften. Die Heilige hat 280 Planzen und Bäume nach ihrem Nutzen für Kranke aufgelistet. Sie vertraute aber nicht nur auf die Heilkraft der Kräuter, sondern ordnete die Anwendung der Kräuter zur Heilung in die Gesamtheit der Lebensführung, und die Hinordnung auf die Gemeinschaft ein: "Jedes Geschöpf ist mit einem anderen verbunden, und jedes Wesen wird durch ein anderes gehalten" – so die Überzeugung der Heiligen.

"Dankbar sein für alles, was uns geschenkt wurde - die Blumen, die Kräuter, die Sonne, die Luft, unsere Freunde" - Diesen Dank bringen die Kinder zusammen mit ihren Erzieherinnen und dem Priester zum Ausdruck. Foto: Erhard Scholl

Am 17. September feierten  die beiden großen Kirchen den Namenstag der Heiligen Hildegard. Bekannt wurde sie bis in unsere Zeit durch ihre heilkundlichen Schriften. Die Heilige hat 280 Planzen und Bäume nach ihrem Nutzen für Kranke aufgelistet. Sie vertraute aber nicht nur auf die Heilkraft der Kräuter, sondern ordnete die Anwendung der Kräuter zur Heilung in die Gesamtheit der Lebensführung, und die Hinordnung auf die Gemeinschaft ein: "Jedes Geschöpf ist mit einem anderen verbunden, und jedes Wesen wird durch ein anderes gehalten" – so die Überzeugung der Heiligen.

 

Im Kindergarten St. Sebastian in Unterspiesheim rückt die Heilige Hildegard immer wieder einmal in den Mittelpunkt, denn im vergangenen Jahr, ebenfalls zum Namenstag der Heiligen Hildegard, war der Hildegard-Garten eröffnet worden.  Die Gemeinde Kolitzheim hatte das Grundstück, ganz in der Nähe des Kindergartens zur Verfügung gestellt. Der Garten kann dabei helfen, den Kindern die heimische Planzen- und Tierwelt näherzubringen. Eine Kräuterschnecke wurde letztes Jahr schon angelegt, im Kräutergarten wachsen schon viele Kräuter und Pflanzen, wie Pfefferminze. Aber auch Kartoffeln hatten die Kinder im Frühjahr zusammen mit ihren Erzieherinnen gelegt.

Pfarrer Thomas Amrehn lud nun die neuen Vorschulkinder mit ihren Erzieherinnen zu einer Wortgottesfeier in den Hildegard-Garten ein. Es sei wichtig, dass man ein Geschenk gut behandele. Auch der Hildegard-Garten, so Amrehn, sei ein Geschenk, daher sollte man immer auf den Pfaden laufen und nicht in die Beete treten. Das hatten die Kinder schon eingeübt, als sie in einer Schlange, hintereinander den Hildegard-Garten betraten. Und wenn man für die schönen Pflanzen und Blumen dankbar ist, gehört es sich auch nicht, dass man Plastik, Glas oder Zigarettenkippen einfach in den Garten wirft.

Neu ist ein Bücherschrank im Hildegard-Garten, der kürzlich mit der Erlaubnis der Gemeinde aufgestellt wurde. Er ist ein Geschenk von Anton Fischer, dem Schwager von Pfarrer Amrehn. In ihm sind Bücher für die Erwachsenen und natürlich vor allem für Kinder aufbewahrt. Auf der Tür ist ein Bild der heiligen Hildegard zu bewundern, das Alexandra Göbel gestaltet hat. Sie hat auch die Schiefertafeln mit den Namen der Pflanzen geschrieben, sodass man gleich lesen kann, wie die Pflanze heißt, die man gerade betrachtet.

Neben dem Bücherschrank steht eine Bank, wo man die Bücher gemütlich lesen kann. Mit dem gemeinsamn Vater-unser endete die Wort-Gottes-Feier. Jedes Kind bekam dann noch eine wunderbare Dahlienblüte mit nach Hause. "Die muss man aber gleich in eine Vase stellen", meinte ein Mädchen spontan. Es war zu spüren, dass das Kind gut für die geschenkte Blume sorgen will – ganz im Sinne der Heiligen Hildegard.

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