Neues Feuerwehrhaus, nicht erst 2030

14.01.2016

Mainpost 14.01.2016

UNTERSPIESHEIM

Neues Feuerwehrhaus, nicht erst 2030

Ausgerechnet im eigenen Gerätehaus hatte die Unterspiesheimer Feuerwehr einen ihrer 36 Einsätze des vergangenen Jahres zu bestreiten. Regenwasser war bei einem starken Gewitter im August über das Dach eingedrungen. Das Wasser konnte schnell beseitigt werden, der Schaden hielt sich in Grenzen. Das berichtete der Kommandant Andre Schirmer in der Jahresversammlung.
Bei insgesamt 6 Brandeinsätzen und 20 technischen Hilfeleistungen, überwiegend nach Unfällen, war die Feuerwehr gefragt. Die restlichen neun Einsätze galten Absperrungen und anderem. Das sei eine Erhöhung der Zahl der Einsätze um 24 Prozent gegenüber 2014, sagte Schirmer. Umso wichtiger sei es, „dass wir fit bleiben“.
Er ermunterte die Aktiven Einweisungen und Ausbildungen an den technischen Geräten zu nutzen. So bereiten sich die Unterspiesheimer auf die im August geplante landkreisweite Umstellung auf Digitalfunk mit vier Fortbildungsterminen im Februar und März vor. Der Kommandant informierte die 49 Versammelten, dass derzeit 38 aktive Feuerwehrleute in Unterspiesheim ihren Dienst verrichten. 14 von ihnen sind als Atemschutzträger ausgebildet.

Das Durchschnittsalter der Aktiven ist mit 32,4 Jahren erfreulich niedrig, so Schirmer. Dennoch wünscht er sich, dass die Älteren länger aktiven Dienst verrichten, um die Stärke der Mannschaft zu erhöhen. Der Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Harald Weber, lobte die Unterstützung, die er in seinem erst vor einem Jahr angetretenen Amt erfuhr. Er bedankte sich bei den Aktiven für ihre Einsatzbereitschaft und bei den Partnerinnen und Familien für das Verständnis.
Der Feuerwehrverein besteht aus 165 Mitgliedern. Weber berichtete von 14 Neuzugängen und zwei Austritten. Bei Vereinsaktivitäten brachten sich 139 ehrenamtliche Helfer mit 547 Stunden ein. Dank galt Pfarrer Thomas Amrehn für den Gottesdienst, der traditionell vor Beginn der Jahresversammlung gefeiert wird.
„In Unterspiesheim haben wir eine sehr gute Feuerwehr, die Bevölkerung kann sich darauf verlassen“, lobte der zweite Bürgermeister Martin Mack. Ebenso schätzt er das Engagement der Wehr im Dorfleben. Mack sicherte der Wehr weitere Unterstützung der Gemeinde zu. So soll die Planung eines neuen Feuerwehrhauses für Unterspiesheim bald beginnen. Das wäre im Sinn des Unterspiesheimer Kreisbrandmeisters Alexander Bönig. Angesichts der großen Anzahl an Einsätzen der Wehr sollte die Gemeinde „auch für die entsprechende Unterkunft“ für die Feuerwehr sorgen, „und das nicht erst 2030“.

„Ihr seid, bedingt durch die Einsätze auf der B286, eine Säule der Feuerwehren in der Gemeinde Kolitzheim“, würdigte Kreisbrandinspektor Gottfried Schemm die Unterspiesheimer Wehr.

Er bezeichnete seinen Besuch der Jahresversammlung der Unterspiesheimer Floriansjünger als Teil seiner Abschiedstour. Schemm kündigte sein Ausscheiden aus dem Amt Ende Juni an. Eine Feuerwehr, die so aktiv ist wie die Unterspiesheimer, bringe auch gute Führungskräfte hervor, sagte Schemm über die zukünftige Entwicklung und kündigte an, dass der bisherige Kreisbrandmeister Alexander Bönig im Juli sein Nachfolger werden soll.

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