Neues Pfarrjugendheim mit Extras

22.11.2008

Mainpost 22.11.2008

 

Neues Pfarrjugendheim mit Extras

Gemeinde beteiligt sich mit maximal 222 000 Euro und einem Grundstück

Kolitzheim

(bp)

Mit dem Neubau des Pfarrjugendheims in Stammheim hatte sich der Gemeinderat in seiner Sitzung zu befassen, wobei Bürgermeister Horst Herbert auch zahlreiche Stammheimer Bürger begrüßen konnte. Nach unterschiedlichen Überlegungen stehe nun das Konzept, demzufolge das kircheneigene Jugendheim abgebrochen werde, führte das Gemeindeoberhaupt in das Thema ein. Ebenfalls abgebrochen werde die Scheune, die sich ebenso wie das alte Pfarrhaus, das saniert werde, im Besitz der Gemeinde befinde.

Als Vertreter der Kirche stellte dann Stefan Ebert die Planung für das neue Zentrum vor. Im Erdgeschoss könne man barrierefrei in das Gebäude gelangen. Dort werden eine Küche, ein Vorratsraum, ein Behinderten-WC und eine Garderobe eingebaut. Daneben, anstelle der alten Scheune, entsteht ein Neubau in dem ein großer Saal mit zirka 117 Quadratmeter Fläche, eine Bühne und ein Abstellraum untergebracht werden.

Dahinter, am Standort des heutigen Jugendheimes soll eine Hoffläche entstehen. Im Dachgeschoss sind zwei Jugendräume, sowie Räume für Sitzungen, Archiv und Büro geplant. Auch der Zugang zu diesem Geschoss wird barrierefrei gestaltet, indem von oben her, über den heutigen Garten, ein Zugang geschaffen wird. Im Gewölbekeller des alten Rathauses entstehen die Toiletten und ein kleiner Raum. Dies sei ein noch nicht ausgefeilter Plan, in den noch Feinheiten eingebaut werden könnten, lautete die Antwort, als einige Gemeinderäte auf Dinge aufmerksam machten, die in ihren Augen nicht optimal sind.

Die Kosten für die Maßnahme wurden mit zirka 888000 Euro berechnet. Die Hälfte trägt die Diözese, zehn Prozent die Gemeinde und das Amt für Ländliche Entwicklung habe 100000 Euro zugesagt. Nach Abzug von Eigenmitteln, Eigenleistungen und Spenden bleibt eine Finanzierungslücke von zirka 145000 Euro, die die Gemeinde ebenfalls übernehmen soll. Dies wären zirka 222000 Euro, die die Gemeinde schultern müsste.

Hinzurechnen müsste man noch das Grundstück, das die Kommune der Kirche überlässt, so ein Rat. Bei der nun folgenden Diskussion sprachen sich Bürgermeister und Räte dafür aus dem Plan und der Finanzierung zuzustimmen. Dieses Konzept mache Sinn, da altes Pfarrhaus und Scheune Mängel aufweisen und auf diese Art einer sinnvollen Nutzung zugeführt werden, so eine Rätin.

Der Bau bedeute auch eine Problemlösung für die Gemeinde. 200000 Euro seien günstig, es entständen keine Folgekosten und man habe keine Verpflichtung mehr für Gebäude und Grundstück, was allerdings festgeschrieben werden müsse, lautete eine weitere Meinung.

Auch zweiter Bürgermeister Martin Mack fand sie Sache gut, er habe allerdings etwas Bauchweh, da ein Wechsel des Pfarrers anstehe und der neue Geistliche nicht mitgeplant habe. Vielleicht solle man abwarten. Die Diözese wolle möglichst schnell planen und die Mittel seien zugesagt, antworteten hierauf die Stammheimer Räte. Man könne noch versuchen, Fördermittel vom Amt für Denkmalpflege und vom Bayerischen Jugendring zu erhalten, lautete ein Vorschlag des Bürgermeisters.

Dann und auch wenn die Kosten niedriger ausfallen würden, müsse auch der Gemeindeanteil reduziert werden, war weiter aus dem Gremium zu vernehmen.

Bürgermeister Herbert schlug schließlich vor, das Konzept des Um- und Neubaus mitzutragen. Weiter werde die Gemeinde 25 Prozent der Kosten, allerdings maximal 222000 Euro übernehmen. Zusätzlich erhält die Kirche das Grundstück. Weiter müsse die Gemeinde uneingeschränktes Nutzungsrecht habe, was auch vom Amt für Ländliche Entwicklung, als Bedingung für die Zuschusszusage gefordert werde. Dem Vorschlag des Gemeindeoberhauptes stimmte das Gremium dann einstimmig zu.

Dies sei eine gute Lösung für alle, meinte Bürgermeister Horst Herbert abschließend. Er hoffe, dass die Sache im nächsten Jahr zügig vorangehe.

Ungewöhnlich für eine Gemeinderatssitzung: Die mindestens 50 anwesenden Stammheimer Bürger quittierten diese Entscheidung des Gremiums mit Applaus.

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