Niedrigere Schlussrate

15.01.2016

Mainpost 15.01.2016

KOLITZHEIM
Niedrigere Schlussrate

Die Inbetriebnahme der neuen Kläranlage für Sulzheim und Kolitzheim ist in Sicht. Aus diesem Grund beschäftigte sich der Gemeinderat von Kolitzheim in seiner jüngsten Sitzung mit der Änderung der Beitrags- und Gebührensatzung zur Entwässerungssatzung sowie der Änderung der Beitragssatzung für die Verbesserung und die Erneuerung der Anlagen zur Entwässerung.
Bürgermeister Horst Herbert stellte in der Sitzung Dieter Mühlfeld vom bayerischen kommunalen Prüfungsverband vor, der die Berechnungen für die neuen Beiträge durchgeführt hatte. Mühlfeld erläuterte den Räten die Zahlen für seine Kalkulation.
Die neuen Herstellungsbeiträge entstehen, wenn die Anlagen fertig sind und in Betrieb genommen werden, schickte das Gemeindeoberhaupt voraus. Dann muss die Satzung veröffentlicht werden. Sie tritt einen Tag später in Kraft.

Die neuen Beiträge hat Dieter Mühlfeld auf 2,50 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche und auf 15,00 Euro pro Quadratmeter Geschossfläche berechnet. Bezahlen müssen diese Gelder allerdings nur Häuslebauer, die nach dem Inkrafttreten der Satzung bauen oder die bei Um- und Ausbauten Geschossflächen erweitern, wurde im Laufe der Diskussion klar.
Beim Kauf eines gemeindlichen Bauplatzes sind die Beiträge für die Grundstücksfläche und eine fiktive Geschossfläche schon im Kaufpreis enthalten. Für früher gebaute Gebäude haben die Besitzer Beiträge für Grundstück und Geschossfläche bereits bezahlt. Außerdem mussten sie in drei Raten Verbesserungsbeiträge für die neuen Anlagen zur Abwasserentsorgung entrichten.

Auch deren Höhe hat Dieter Mühlfeld neu berechnet. Für die Grundstücksflächen pro Quadratmeter kam er auf 60 Cent (bisherige Rechnung 1,00 Euro) und für die Geschossflächen pro Quadratmeter 5,95 Euro (bisher 6,00 Euro). Somit wird die Schlussrate für die Bürger niedriger ausfallen, als bisher kalkuliert. Auch den normalen, bisherigen Herstellungsbeitrag hat Mühlfeld errechnet. Er fällt mit 1,90 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche und 9,05 Euro pro Quadratmeter Geschossfläche etwas niedriger aus, als die Gemeinde in den vergangenen Jahren berechnete (2,00 Euro und 10,00 Euro). Hier sind allerdings die alten Teichanlagen sowie alte, bereits ausgetauschte Kanalsysteme herausgerechnet. Die alten Kläranlagen müssen abgebaut werden, was aber über die Gebühren verrechnet wird, beantwortete Mühlfeld eine Frage. Für Bürgermeister Horst Herbert eilt dieser Abriss allerdings nicht.
Man habe Zeit, über die weitere Verwendung der Teichanlagen eine Entscheidung zu treffen. Hier könnte ein Verkauf stattfinden, die Flächen rekultiviert werden oder dem Naturschutz überlassen werden. Die Kosten betrachtet Bürgermeister Herbert als nicht sehr hoch.
Den Änderungs- und Verbesserungssatzungen stimmten die Gemeinderäte einstimmig zu. Bis zum Inkrafttreten dieser Satzungen gelten noch die derzeitigen Beitragssätze.

 

 

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