Nur noch 0,8 Milligramm Phosphat pro Liter

17.01.2019

Mainpost 17.01.2019

Kolitzheim

Nur noch 0,8 Milligramm Phosphat pro Liter

Sehr zufrieden rund um die Belange der Verbandskläranlage des Abwasserzweckverbandes Kolitzheim-Sulzheim zeigten sich die Verantwortlichen bei der Verbandsversammlung. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Horst Herbert gab Geschäftsleiter Werner Knoblach zunächst einen Überblick auf den Stand und die Entwicklung der Haushaltswirtschaft. Nur noch die Schlussrechnung des Ingenieurbüros von circa 200 000 Euro fehlt für den Neubau der Kläranlage. Dieser Betrag ist im Haushaltsansatz für das Jahr 2019 eingeplant.

Die Kosten für eine Phosphatfällstation, die im Oktober des vergangenen Jahres nachgerüstet wurde, können in diesem Jahr vollständig aus der bisher gezahlten Abwasserabgabe erstattet werden. Am 1. Januar dieses Jahres betrug der Rücklagenstand rund 850 000 Euro. Weiter ging Knoblach auf die Betriebskostenumlage ein, die entsprechend der zugeführten Abwassermengen berechnet werden. Danach beträgt 2019 die Umlage Kolitzheims 192 562 Euro und die Sulzheims 57 238 Euro. Insgesamt 249 800 Euro. Später könne sich diese Summe erhöhen, wenn höhere Wartungskosten entstehen so, der Geschäftsleiter. Man habe allerdings etwas Luft, da beim Bau Geld eingespart wurde und deshalb Rücklagen vorhanden seien.

Geleistete und zu erwartende Kosten

Laut Haushaltssatzung beträgt 2019 der Verwaltungshaushalt in den Einnahmen und Ausgaben 249 900 Euro und der Vermögenshaushalt 253 000 Euro. Im überschaubaren Haushalt, wie Vorsitzender Herbert es ausdrückte, gab Werner Knoblach im Haushalts- und Finanzplan vom Ergebnis in 2017 bis zur Planung bis hin zu 2022 einen Überblick über die bereits geleisteten Zahlungen und die zu erwartenden Kosten. Im Verwaltungshaushalt sind für die Schlammräumung jährlich 57 000 Euro vorgesehen, wobei hier die Abnahme durch Landwirte eingeplant ist.

Die Kosten für die Wasserabgabe, zum Beispiel für eigene Einrichtungen, betrugen in den beiden vergangenen Jahren rund 30 000 Euro. Dank der neuen Phosphatfällstation wird sich dieser Betrag im laufenden Jahr auf 20 000 Euro und dann weiter auf 18 000 Euro verringern. Für die Kassen- und Organisationsprüfung war 2017 ein Prüfer des Kommunalen bayerischen Prüfungsverbandes fünf Wochen lang vor Ort, um alles rund um den Bau und die Finanzierung die Kläranlage zu prüfen. Dies schlug mit 12 750 Euro zu Buche. Nun sind für eine Prüfung nur noch 200 Euro, beziehungsweise 3000 Euro für 2021 eingeplant. Im Vermögenshaushalt sind in diesem Jahr nochmals 200 000 Euro für das Planungsbüro für deren Planungs- und Projektbetreuung angesetzt.

Nur wenige Beanstandungen

Nur einige wenige Beanstandungen gab es bei der intensiven Prüfung rund um den Kläranlagenbau durch den Bayerischen Kommunalen Prüfungsverband. Diese erläuterte Geschäftsleiter Knoblach dem Gremium. Sie seien teilweise nicht ganz verständlich, was auch ein Fachanwalt und das Ingenieurbüro bestätige. Fakt sei auf alle Fälle, der Bau wäre wesentlich teurer geworden, wenn die vom Prüfer empfohlene Vorgehensweise verwirklicht worden wäre. Künftig würden diese Punkte allerdings beachtet. Dem stimmten auch die Gremiumsmitglieder zu, ebenso wie dem Haushalts- und Finanzplan und der Haushaltssatzung für 2019.

Seit der vorhergehenden Verbandsversammlung gab es keine besonderen Vorkommnisse auf der Kläranlage, berichtete Klärwärter Stefan Hellert. Lediglich eine Pumpe zwischen Schlammsilo und Schlammpresse musste ausgetauscht werden. Insgesamt laufe die Anlage gut und man habe auch super Werte. Nach Inbetriebnahme der Phosphatfällstation seien die Phosphatwerte im Wasser von früher drei bis fünf Milligramm pro Liter auf 0,8 Milligramm gefallen. Weiter gingen die Klärwärter Stefan Hellert und Jürgen Rettner auf die nötige Schlammräumung ein. Landwirte, die bereit sind Klärschlamm auf ihre Grundstücke auszubringen, sollen sich bei den Klärwärtern melden. Diese würden die Abnehmer auch über gesetzliche Vorgaben beraten.

Sehr gut funktioniere auch das Verbandspumpwerk in Herlheim, berichtete Stefan Hellert. Größere Probleme gebe es bei den Pumpstationen in der Gemeinde Sulzheim, kristallisierte sich dann heraus. Verbandsräte und Klärwärter diskutierten hierzu über Lösungsmöglichkeiten.

Ein weiterer Diskussionspunkt entfachte sich über Geruchsprobleme insgesamt und beim Pumpwerk Herlheim im Besonderen. Durch Abdeckmatten wurde hier Abhilfe geschaffen.

 

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