Nutzung für Kindergarten gesucht

14.07.2009

Mainpost 14.07.2009

 

GERNACH

Nutzung für Kindergarten gesucht

Gebäude steht ab Ende August leer – Trägerverein kann weiter bestehen bleiben

Wie geht es mit dem Johannisverein weiter? Mit dieser Frage beschäftigte sich eine stattliche Zahl der Mitglieder des Johannisvereins bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung. Auch die beiden örtlichen Gemeinderäte, Dieter Dietz und Reinhard Heck, waren zur Versammlung gekommen.

 

Udo Klüpfel, der zweite Vorsitzende des Johannisvereins, Trägervereins des Kindergartens St. Franziskus in Gernach, erklärte den Mitgliedern, warum die Sitzung nötig war. Nach der geltenden Satzung ist der Zweck des Johannisvereins „die planmäßige Ausübung und Förderung der Bildung des Kleinkindes nach christlichen Grundsätzen durch den Betrieb und die Unterhaltung eines Kindergartens“. Aufgrund der geringen Kinderzahl muss der Kindergarten St. Franziskus zum 31. August 2009 seine Pforten schließen.

Erfolglose Anstrengungen

Die Anstrengungen der Vorstandschaft, den Kindergarten mit der Einrichtung einer Kleinkindgruppe mit verändertem Konzept weiterzuführen – dies hätte ja dem Vereinszweck entsprochen – führten nicht zum gewünschten Erfolg, da sich zu wenige Eltern fanden, die ihr Kleinkind in diese Gruppe geben wollten.

So suchte man in der Vorstandschaft nach Wegen, wie der Johannisverein weiter erhalten werden könne. Nach Rücksprache mit dem Caritasverband unterbreitete man den Mitgliedern den Vorschlag, die Satzung, insbesondere den Vereinszweck so zu verändern, dass der Verein weiter bestehen bleiben könne. Mit der Formulierung, dass der Verein „die Förderung und Unterstützung der Kinder- und Jugendarbeit, sowie Seniorenarbeit und sonstige caritative Tätigkeiten im Bereich der Katholischen Filiale St. Ägidius, Gernach“ bezwecke, ist die Auflösung abgewendet. Dieser Veränderung stimmte die Versammlung mit einer Gegenstimme zu.

Die Schließung des Kindergartens zum Ende des Kindergartenjahres wirft auch die Frage auf, was mit dem Gebäude weiter geschehen solle, das jetzt ja keine Verwendung mehr hat. Eigentümer des Gebäudes ist die Gemeinde.

Bürgermeister Horst Herbert antwortete auf Anfrage dieser Zeitung, dass die Gemeinde natürlich interessiert sei, neue Nutzer zu finden. Er kündigte an, dass die Gemeinde – wie vor einigen Monaten in Herlheim – zunächst einmal alle Verein aus Gernach zu einem Gespräch einladen werde, um die Wünsche und Vorstellungen der Bevölkerung zu ermitteln. Die Nutzung allein durch Komm-In oder den Seniorenkreis je einmal pro Woche für einen relativ kurzen Zeitraum sei nicht ausreichend, das Haus zu erhalten.

Bürgermeister zuversichtlich

Herbert äußerte sich zuversichtlich, dass man für das Haus, das mit einem Aufwand von etwa 500 000 Euro vor etwa 15 Jahren wunderschön hergerichtet worden sei, eine gute Nutzung finden werde.

 

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